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Ludwigsfelde Weißer Schaum in der Stadt
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Weißer Schaum in der Stadt
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10:15 30.09.2018
Wieder weißer Schaum bei Horst Steinicke – er und die BI-Mitstreiter halten das für Kerosin-Rückstände. Quelle: Foto: Privat
Ludwigsfelde

Gleich mehrere Ludwigsfelder meldeten sich nach dem Beitrag „Kontroverse um weißen Schaum“ am 19.September. Es geht dabei um die Frage, ob der sich bei Regen für wenige Minuten bildende weiße Schaum Kerosin-Rückstände aus der Luft spült oder ob das ein anderes Phänomen ist. Die Bürgerinitiative für ein lebenswertes Ludwigsfelde (BI) ist dazu wie berichtet seit Monaten im Gespräch mit Bürgermeister Andreas Igel (SPD). Der ließ verschiedene Stadtbereiche unter diesem Aspekt beobachten; das Landesumweltamt stellte eine Mess-Tonne auf.

Diesen vermeintlichen Kerosin-Schaum fotografierte Horst Steinicke in Ludwigsfelde auf seinem Grundstück in der Regentonne, am Dachrinnen-Auslauf, auf dem Rasen bzw. als aufgefangene Probe in einem Behälter Quelle: privat

Am 21. und 24. September hatte es wieder geregnet, an beiden Tagen haben MAZ-Leser den Schaum fotografiert. Apotheker Wolfgang Wendorff aus der Jahnstraße schreibt: „Der Regen ist wie eine Gleitschiene, an die sich Kerosin beziehungsweise Bestandteile davon anhängen.“ Beim Aufprall emulgiere die Energie, wird sie abgegeben, verschwindet der Schaum; weil Kerosin-Bestandteile mit Regen auf die Erde kommen, seien auch Bereiche betroffen, die nicht um Schönefeld herum liegen.

Den Ludwigsfelder Dr. Horst Steinicke beunruhigt Kerosinbelastung - bereits mehrmals fand er weißen Schaum am Auslauf seiner Dachrinne, Tomaten, Rasen und Hecke gingen bzw. gehen an betroffenen Stellen ein. Deshalb gab er auf eigene Kosten ein mehrere hundert Euro teures Gutachten in Auftrag. Damit sieht er seine Befürchtung bestätigt. Quelle: Jutta Abromeit

Anita Schulze wohnt im Mittelganghaus an der Liebknechtstraße. Sie lädt die MAZ ein, bei Regen dorthin zu kommen. Dann gebe es vor jedem Abflussrohr vom Dach riesige Schaumberge, wie aus einer Waschküche. „Ich glaube auch nicht, dass die harmlos sind.“ Herbert Franz aus der Luxemburgstraße hatte sich bereits ans Landesumweltamt gewandt. Er sandte die Kopie einer Antwort. Darin steht, der Sachverhalt betreffe die Zuständigkeit der Oberen Luftfahrtbehörde, dorthin habe man sein Anliegen weitergeleitet. Horst Steinicke selbst hat die Nase voll. Er schreibt, nun habe er die „Giftbrühe“ seit Sommer 2017 zehn Mal fotografiert, jetzt höre er damit auf.

Von Jutta Abromeit

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