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Ludwigsfelde Einzug und Richtfest auf dem Nachbarschaftshof
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14:44 19.02.2019
Investor Alexander Winde auf dem Hof des Mehrgenerationen-Projekts im Ludwigsfelder Ortsteil Wietstock. Quelle: Foto: Jutta Abromeit
Wietstock

Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit und etlichen Überraschungen auf der Baustelle im Ludwigsfelder Ortsteil Wietstock lädt Investor Alexander Winde nun zu zwei Feiern für sein Projekt Nachbarschaftliches Mehrgenerationen-Wohnen ein: Am Samstag wird dort hinter dem Nehemia-Hof sowohl die Eröffnung von Haus 1 gefeiert als auch das Richtfest für Haus 2. Inzwischen wohnen erste Mieter dort, eine Familie aus Großbeeren.

Wietstocker wollten diese Bauten nicht  

Wie berichtet hatten die Wietstocker das Vorhaben abgelehnt, das hatte der Ortsbeirat mehrfach öffentlich kundgetan und eine Einwohnerversammlung dazu einberufen. Baurechtlich jedoch sah die Stadtverwaltung keine Versagungsgründe, die Stadtverordneten hatten dafür gestimmt.

Das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend hielt das mit 1,5 Millionen Euro veranschlagte Projekt für sehr gelungen, deshalb gab es eine sechsstellige Summe Fördergeld.

Die Gartenfront des Nachbarschaftlichen Wohnens mit Kaninchen-Gehege Quelle: Jutta Abromeit

Auf dem früheren Gelände des christlichen Nehemia-Hofs lief für den Berliner Kaufmann Winde vieles anders als gedacht. Sein Projekt sollte dem Verein gleichen Namens helfen, dort bleiben zu können. Vereinsmitglieder bewohnen den gelben Klinkerbau an der Straße, ansonsten entstehen auf dem früheren Vierseithof neue Gebäude. Lediglich Haus 3, ein roter Klinkerbau, wird bis Jahresende mit zwei Wohnungen ausgebaut.

Jede Menge Überraschungen beim Bauen

Der 50-jährige Winde erzählt: „Als wir von der Scheune das Dach abnahmen, fiel sie buchstäblich zusammen, es blieb nur der komplette Abriss und wir mussten neu bauen.“ Die Gebäude standen nicht rechtwinklig zueinander; „und die Architektenplanung stimmte nicht mit der Ausführungsplanung überein, so mussten wir einen bereits fertigen Fahrstuhlschacht abreißen“, erklärt Winde. Die Differenz zu schiefen Kellern habe man ausgleichen können.

Ein weitere Überraschung: „Der Boden war nicht wie im Bodengutachten ausgewiesen“, so der Investor. Es seien einfach von zu wenigen Punkten Proben entnommen worden. Das kostete den Austausch einiger Dutzend Kubikmeter Boden, so Winde.

Haus 3 links wird zuletzt ausgebaut, von diesem alten Gebäude bleibt am meisten erhalten. Quelle: Jutta Abromeit

 

Das ursprünglich geplante Betreute Wohnen und die ambulant betreute Senioren-WG hatte Winde wegen der Ablehnung der Nachbarn gestrichen; er verkaufte die Grundstücke nebenan, dort bauen jetzt junge Familien. Im Haus 1 gibt es neun Wohnungen, im Haus 2 folgen weitere sechs. „Die Miete steigt mit den Mehrkosten jedoch nicht“, erklärt der Investor, mit den Grundstücksverkäufen habe das kompensiert werden können.

Von Jutta Abromeit

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