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Ludwigsfelder fühlen ihr Ehrenamt anerkannt

Allwetterjacken für Sicherheitspartner Ludwigsfelder fühlen ihr Ehrenamt anerkannt

Zum ersten Mal bekommen sie Jacken vom Land – bisher waren die neun Männer von der Ludwigsfelder Sicherheitspartnerschaft in Westen unterwegs, die sie von der Stadt bekommen hatten. Die Sicherheitspartner von Ludwigsfelde gibt es seit 15 Jahren, sie gehörten zu den ersten Partnerschaften dieser Art im Land Brandenburg.

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Die Ludwigsfelder Sicherheitspartner in ihren neuen Jacken.

Quelle: Privat

Ludwigsfelde. Es sind eigentlich nur Jacken für Wind und Wetter, die das Innenministerium jetzt nach und nach an alle Sicherheitspartner im Land ausgibt. Doch für Uwe Materna und die anderen Sicherheitsmänner in Ludwigsfelde ist die neuen leichte Funktionskleidung mehr: „Es ist eine spürbare Wertschätzung unserer Arbeit von offizieller Seite“, sagt Materna. Er ist Chef der neunköpfigen Truppe und eines von noch drei Gründungsmitgliedern, die im Mai 2001 eine der ersten Sicherheitspartnerschaften in Brandenburg auf die Beine stellten.

Bisher waren Materna und seine Männer in der Kernstadt und ihren Ortsteilen mit Westen von der Stadt unterwegs. Nun sind die Ehrenamtler auch von Landesseite besser gegen Kälte, Sturm und Regen geschützt. Bodo Krause, Wolfgang Graf und die anderen erhielten die neuen Einsatzjacken von ihrem Ansprechpartner, dem Revierpolizisten Frank Meister. Der Polizeihauptkommissar übergab die Jacken mit der Schrift „Sicherheitspartner“ im Auftrag des Polizeipräsidiums. In der Region gehören die Ludwigsfelder zu den ersten mit dieser einheitlichen Ausstattung. „Die neuen Jacken sind toll. Passende Mützen sollen auch noch kommen“, sagt Uwe Materna. Gemeinsam mit engagierten Bürgern sind die Männer in der Kernstadt, den Ortsteilen und bei größeren Veranstaltungen wie Stadt- und Vereinsfesten unterwegs, um Kriminalität zu verhindern. Schwerpunkte ihrer Streifengänge sind nach wie vor Fahrradansammlungen und der Bahnhofsbereich.

Auf die Frage, ob sich der Flüchtlingszustrom für sie bemerkbar mache, erklärt Materna: „Gar nicht – in Ludwigsfelde gab es immer Ausländer und Gastarbeiter. Wir merken bei unseren Streifengängen jedenfalls nichts von den Flüchtlingen.“ Verstärkung brauchen die Sicherheitspartner dennoch. Die Truppe hat einen relativ hohen Altersdurchschnitt, weil die meisten für dieses Ehrenamt erst nach dem aktiven Arbeitsleben Zeit haben. „Voriges Jahr sind zwar drei neue Aktive dazugekommen, aber sie sind die Nachfolger für diejenigen, die aus Altersgründen aufhören mussten“, erläutert Materna. Wer Interesse hat, kann sich in der Polizeiwache Ludwigsfelde oder direkt bei Frank Meister melden. Prüfung, Einweisung und Ausstattung der Sicherheitspartner liegen in den Händen der Polizei.

Allerdings wurden die neuen Jacken nach Anprobe und Gruppenfoto erstmal wieder eingesammelt, heißt es aus der Stadtverwaltung. Uwe Maternas Erklärung: „Wir möchten unsere Zugehörigkeit zur Stadt demonstrieren. Deshalb hatten wir die Bitte, das Motto ‚Ludwigsfelde bewegt’ als Logo aufzunähen. So viel Lokalpatriotismus muss sein.“ Die Sicherheitspartner sind keine Hilfspolizisten, sie handeln ohne hoheitliche Befugnisse. Sie nehmen persönliche Rechte in sozialer Verantwortung für die Gemeinschaft wahr, agieren also nach sogenanntem Jedermannsrecht. Sie tragen auch keine Waffen. Die Stadt zahlt ihnen jedoch eine Aufwandsentschädigung.

Von Jutta Abromeit

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