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Lücken im Rangsdorfer DSL-Netz

Unternehmer kritisiert Breitband-Ausbau Lücken im Rangsdorfer DSL-Netz

Im Durchschnitt ist Rangsdorf gut mit schnellem Internet versorgt. Doch es gibt auch Straßen, die noch auf dem Stand des vorigen Jahrtausends sind. Unternehmer Clemens Wudel fordert das Land auf, den DSL-Ausbau zu verstärken.

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Der Rangsdorfer Unternehmer Clemens Wudel kritisiert die ungleiche Verteilung des Breitband-Internets in der Gemeinde.
 

Quelle: Zielke

Rangsdorf.  Clemens Wudel hat Glück. Der Programmierer und EDV-Dienstleister kann dank schneller DSL-Internetverbindung bequem von zuhause arbeiten. Doch nicht alle Gebiete in Rangsdorf sind mit schnellem Breitbandanschluss versorgt. Eine Liste mit Straßennamen zeigt, dass es in Groß Machnow und Rangsdorf noch allerhand Lücken gibt, wo weniger als sechs Megabit (MBit) pro Sekunde zur Verfügung stehen. In der Bad Doberaner Straße oder der Winterfeldallee sind es an einigen Anschlüssen nur 2,7 MBit/s. Bei so einer Geschwindigkeit wird jeder Klick auf eine Internetseite zur Geduldsprobe. Skypen oder das Streamen von Filmen ist nahezu unmöglich.

Auf dem Papier ist die Gemeinde laut Marcel Penquitt, dem Projektleiter für den Breitbandausbau beim Landkreis, „im Durchschnitt gut versorgt“ ist. Im Durchschnitt heißt: 6 Mbit/s. Da gibt es Ausreißer nach oben und nach unten. Letztere will Clemens Wudel nicht auf Dauer akzeptieren: „Wie soll man unter solchen Umständen den Leuten ermöglichen von zu Hause zu arbeiten, wenn fast die Hälfte der Leute unterversorgt ist“. Er kritisiert vor allem die Methodik, die die sechs MBit am Kabelverzweigungskasten misst. Je weiter ein Haus davon entfernt ist, umso stärker sinkt der Wert. „Das Land finanziert Hochgeschwindigkeitsstrecken und vernachlässigt den Einzelanschluss“, sagt Wudel. Der Durchschnitt von 6 MBit sei in der heutigen Zeit eher das Minimum; besser weil zukunftsfähiger seien 15 MBit.

Nach Angaben des Landkreises hat die Telekom von 2012 bis 2013 rund 500 000 Euro in den Ausbau des Rangsdorfer Breitbandnetzes investiert und Bandbreiten bis 50 MBit möglich gemacht. 90 Prozent der Kosten hat das Land Brandenburg übernommen, die restlichen zehn Prozent steuerte die Gemeinde bei. Gefördert wurden allerdings nur die Gebiete mit weniger als 2 MBit.

Rangsdorf ist laut dem Breitbandbeauftragten Marcel Penquitt ein Sonderfall, weil es wegen seiner im Durchschnitt ausreichenden Grundversorgung von sechs MBit kommt es für das Glasfaser-Entwicklungskonzept des brandenburgischen Wirtschaftsministeriums nicht in Betracht. Erst wenn dieses Projekt Ende des Jahres abgeschlossen ist, könne man neue Maßnahmen ergreifen. „Es sind bereits mehrere Breitbandrichtlinien in der Pipeline“, sagt Penquitt.

Selbst wenn Rangsdorf dann in den Genuss einer Förderung käme, steht Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) wegen der momentanen Haushaltssituation vor einem Problem. „Wir haben kein Geld, um einen Eigenanteil zu bezahlen. Jeder hat Wünsche, aber sagt nicht wie wir sie bezahlen sollen.“

Von Christian Zielke

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