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Lückenschluss auf der Märkischen Promenade

Blankenfelde Lückenschluss auf der Märkischen Promenade

In den vergangenen Jahren hat die Märkische Promenade in Blankenfelde ihr Gesicht völlig verändert. Nun ist das letzte Teilstück fertig. Vor allem die Älteren aus dem Haus Christo und dem Wobab-Seniorenwohnen freuen sich über den neuen Gehweg. Sie haben aber auch Ideen, was noch besser werden könnte.

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Die Einwohner des Haus Christo und des Wobab-Seniorenwohnens können sich mit Rollstühlen und Rollatoren nun einfacher bewegen.

Quelle: Foto: cZ

Blankenfelde. Kinder üben dort ihre ersten Meter auf dem Fahrrad, Jugendliche rauchen heimlich Zigaretten und trinken Bier, während die Älteren sich an den Spiel- und Sportgeräten ausprobieren. Die Märkische Promenade in Blankenfelde verbindet Generationen.

Seit Mittwoch ist der Spazierweg durch die Gagfah-Siedlung offiziell fertig gestellt. Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) gab das letzte Teilstück zwischen Birkenweg und An den Vier Ruten frei. Im April hatten die Arbeiten für den 160 Meter langen und drei Meter breiten Gehweg begonnen. Er ist, wie die restliche „Promme“ – so heißt Promenade bei vielen Blankenfeldern – aus sandfarbenem Asphalt und barrierefrei.

Bänke in der „Promme“ sollen seniorengerechter werden

Baier nahm auch gleich eine Anregung von Inge Voigt aus dem Seniorenheim Haus Christo mit auf den Weg. Die 84-jährige beklagt, dass sie die Bänke in der in den vergangenen Jahren neu gestalteten Märkischen Promenade wegen fehlender Armlehnen nicht nutzen könne. „Ich kann mich nicht abstützen“, sagt die Rollstuhlfahrerin. Baier versprach, zwei Bänke mit Armlehnen in dem neuen Teilstück der Promenade aufstellen zu lassen. Ansonsten sei sie aber sehr glücklich über den neu gestalteten Weg, sagt Inge Voigt.

Der Seniorenbeirat hatte sich schon vor Jahren für den Lückenschluss eingesetzt. Mit dem Haus Christo und dem Wobab-Seniorenwohnen seien barrierefreie Wege dort besonders wichtig. Unter den Anliegern herrschte zunächst Skepsis, da sie einen Großteil der Kosten tragen müssen. Insgesamt 175 000 Euro haben der neue Gehweg, die Mittelinsel und die Beleuchtung gekostet. Rund 75 000 Euro davon werden auf die Anlieger umgelegt. Für Heidi Weinhold, die Leiterin des Haus Christo, überwiegt die Freude über den neuen Weg. „Für unsere Bewohner ist es eine enorme Erleichterung“, sagt sie. Bisher mussten die Senioren die Straße benutzen, auf der zwar Schrittgeschwindigkeit gilt, was aber nur wenige Autofahrer interessiert.

Bewohner aus dem Haus Christo wünschen sich Straßenbäume

Albert Hoffmann hat viele brenzlige Situationen mit seinem Rollator erlebt. „Die neue Verbindung ist Gold wert. Alles ist sehr gut durchdacht“, sagt er. Nun komme man ohne große Mühe zu den Lebensmittelmärkten im Blankenfelder Dorf oder zum Bahnhof. Eine andere Bewohnerin aus dem Haus Christo wünscht sich noch ein paar Bäume, die den Benutzern des neuen Weges Schatten spenden.

Von Christian Zielke

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