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Lückenschluss in Ludwigsfelde mit 120 Wohnungen

Großprojekt geplant Lückenschluss in Ludwigsfelde mit 120 Wohnungen

Die Wohnungsknappheit in Ludwigsfelde könnte gemildert werden. Stimmen die Stadtverordneten zu, könnten mit einem Großprojekt von 120 Wohnungen zwei Lücken an der Potsdamer Straße geschlossen werden.

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Hier zwischen Hotel und Kegelbahn könnten weitere Geschäfte und Wohnungen gebaut werden.

Quelle: Abromeit

Ludwigsfelde. Die Potsdamer Straße in Ludwigsfelde kann mit ihrem Westabschnitt doch noch zur Flaniermeile avancieren. Am Mittwochabend stellte ein Berliner Planungsbüro dem Bauausschuss im Rathaussaal ein Großprojekt vor: Mit vier Gebäuden könnten bisherige Lücken an der Hauptstraße zwischen künftigem Zentrum und Kegelbahn geschlossen werden. Stimmen die Stadtverordneten dem zu, könnten dort weitere 120 Wohnungen mit Geschäftsräumen im Erdgeschoss entstehen.

Solch eine Bebauung hatten sich viele Ludwigsfelder in den Bürgerforen vergangener Jahre gewünscht. Doch im Laufe der Jahre gab es unterschiedliche Hindernisse. Seit dem Mauerfall haben sich die Eigentumsverhältnisse, die Wohnungsnachfrage und Investorenlaunen ständig geändert. Auf dem Gelände stand früher am Rande einer Gartensiedlung das Tanz- und Vereinslokal „Sanssouci“. Erste Pläne für ein Hotel legten damals der Mahlower Fleischermeister Rainer Bendig und sein Lichtenrader Partner Reinhard Luding vor. Ihnen gehören bis heute rund 4000 Quadratmeter Land. Danach hatten sie Pläne für eine Seniorenresidenz. Ein halbes Hotel steht heute dort, vollendet bis zur Brandmauer. Eine Seniorenresidenz baute inzwischen ein anderes Unternehmen, sie steht direkt an der Kreuzung Straße der Jugend. In einem letzten Vier-Familien-Haus lebte ein Rentnerpaar, dessen Weigerung auszuziehen ließ weitere Pläne platzen.

Neuer Auftrieb durch Förderprogramm Aktive Stadtmitte

Doch auch dieses Haus steht längst nicht mehr. Das Areal liegt brach. Die Flaniermeile mit Geschäften und Cafés verlor man im Rathaus jedoch nicht aus den Augen. Neuen Wind bekamen die Stadtplaner mit den Zentrumsbauten und der Aufnahme ins Förderprogramm Aktive Stadtmitte.

Der Fachbereich Bauen, allen voran sein Chef und stellvertretender Bürgermeister Torsten Klaehn sowie Sachgebietsleiterin Kirsten Bös von der Bauleitplanung, sahen „eine absolute Chance“, wie es Klaehn am Mittwoch nannte. „Zuerst waren wir nur auf eigene Grundstücke fokussiert. Aber jetzt können wir größer denken“, erklärte er. Stadteigene und private Grundstücke zusammen machten das möglich. Klaehn und Bös gelang es, für das Ziel der Flaniermeile die Grundstückseigentümer vom Verkauf ihres Bodens und Investoren vom ernsthaften Pläne-Schmieden überzeugen. Herausgekommen ist ein weiteres Großprojekt für Ludwigsfelde.

Vier Gebäude geplant

Mit Interesse hörten sich die Bauausschussmitglieder an, wie die Grundstücke Potsdamer Straße 70, 72 und 74 sowie Dachsweg 15 bebaut werden könnten. Florian Lanz, Geschäftsführer des Projektentwicklers Laborgh, stellte vier mögliche Gebäude vor: zwei an der Potsdamer Straße als Häuser mit Staffelgeschossen, zwei niedrigere Baukörper rückwärtig am parallel verlaufenden Dachsweg als Reihenhäuser.

Lanz sprach von kleinen Wohnungen mit effektiver Aufteilung, die keine langen Flure haben, von größeren Wohnungen mit Eigenheim-Dimension, von einer Gemeinschaftsdachfläche, Schallschutzfenstern zur Potsdamer Straße hin und Balkons beziehungsweise Terrassen an den Gartenseiten.

Stadtverordneter fürchtet Leerstand

Der Stadtverordnete Klaus Hubrig (Linke) wollte wissen, wie die Geschäfte angesichts von Leerstand in anderen Gebäuden gefüllt werden sollen. „Das wird schwer, wenn das Stadtzentrum da ist“, erklärte der Investor. Es sei die Herausforderung, Nischen zu finden. Man denke zum Beispiel an einen Bio-Markt, den es in der Stadt bisher nicht gebe. Auf die Frage von CDU-Fraktionschef Detlef Helgert nach der Zeitschiene für die Realisierung der Häuser hieß es, man wolle möglichst schnell beginnen. Mit Bauantrag und Genehmigungsverfahren rechne man mit zwei Jahren, bis diese Lücken an der Potsdamer Straße bebaut sind.

Von Jutta Abromeit

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