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Teltow-Fläming Luther-Pass führt zu den Reformationsstätten
Lokales Teltow-Fläming Luther-Pass führt zu den Reformationsstätten
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11:35 13.08.2016
Falk Kubitza (r.) schlüpft wieder in die Rolle des Tetzel. Quelle: Uwe Klemens
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Jüterbog

Sein Glaube war es, der den Theologen Martin Luther vor 499 Jahren dazu trieb, seine Kritik aufzuschreiben und mit der Veröffentlichung seiner 95 Thesen am Portal der Wittenberger Schlosskirche die Reformation in Gang setzte. Der Streit darum, ob Wittenberg allein der Ruhm dafür gebührt, ist bis heute nicht gänzlich beigelegt. Seit Jahren bemüht man sich auch in Jüterbog um einen Anteil an den Reformationslorbeeren. Schließlich war es das Treiben des in und um Jüterbog tätigen päpstlichen Ablasshändlers Johann Tetzel, der Luther besonders erzürnte.

Pass zu den Stätten der Reformation

Als Pilger all jene Stätten nacheinander abzureisen, die in der Reformationsgeschichte eine wichtige Rolle spielen, ist eine Idee, die im Landkreis Elbe-Elster entwickelt wurde. Mit im Boot ist dabei, neben Lutherstadt Wittenberg und sechs weiteren Städten des Nachbarlandes, auch Jüterbog als einziger Ort in Brandenburg.

Falk Kubitza alias Johann Tetzel mit Ablassbrief aus Jüterbog. Quelle: Uwe Klemens

Ein eigens entwickelter Luther-Pass, der in diesen Städten ab 2017 kostenlos erhältlich sein soll, weist den Pilgern den Weg und hilft ihnen bei der Spurensuche. „Die länderübergreifende Zusammenarbeit bei der touristischen Vermarktung ist eine Neuerung“, sagt Janine Kauk, die im Landkreis Elbe-Elster für Regionalmarketing zuständig ist und die Zusammenarbeit und die Schulung der Tourismusmitarbeiter der teilnehmenden Städte organisiert. „Der Luther-Pass verbindet 500 Jahre nach dem Thesenanschlag die Lutherstätten und verführt zum ,Grenzgängertum’“, sagt Janine Kauk.

Falk Kubitza im Kostüm von Johann Tetzel

Auf Pilgerreise durch die Orte der Lutherpass-Strecke machte sich nun der Welzower Fotograf Andreas Franke, der die Fotos erstellt, die den Pass künftig zieren sollen. In Jüterbog bannte er keinen geringeren als den Ablasshändler aufs Bild, natürlich samt Dominikaner-Mönchskutte und Tetzelkasten. Nicht zum ersten und sicherlich nicht zum letzten Mal war dafür der Jüterboger Falk Kubitza ins Mönchsgewand geschlüpft, der sich seit langem mit der Geschichte seiner Heimatstadt beschäftigt.

Von Uwe Klemens

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