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MAZ stellt Bewerber für Wirtschaftspreis vor

Wirtschaftspreis Teltow-Fläming MAZ stellt Bewerber für Wirtschaftspreis vor

Der Landkreis Teltow-Fläming lobt den Wirtschaftspreis Teltow-Fläming in diesem Jahr zum sechsten Mal aus. Er richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, Institutionen, Vereine und Selbstständige, die ihren Hauptsitz im Landkreis Teltow-Fläming haben. Wir stellen die Firmen vor.

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Bäckermeister Heiko Paul bietet den Jury-Mitgliedern Kostproben seines Könnens an.

Quelle: Bornschein

Sauerteig bringt den Geschmack

Bäckermeister Heiko Paul setzt auf alte Handwerkskunst – und entwickelt immer neue Brotsorten

Das traditionelle Handwerk steht bei Bäckermeister Heiko Paul seit jeher an erster Stelle. Deshalb nominierte Vilma Trempler, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, sein Unternehmen für den Wirtschaftspreis Teltow-Fläming.

Der Preis

Der Landkreis Teltow-Fläming lobt den Wirtschaftspreis TF in diesem Jahr zum sechsten Mal aus. Er richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, Institutionen, Vereine und Selbstständige, die ihren Hauptsitz im Landkreis Teltow-Fläming haben.

Die MAZ stellt einige Bewerber vor, die von der Jury besucht werden. Dies bedeutet keine Vorauswahl.

Die Preisverleihung wird in die Wirtschaftswoche Teltow-Fläming eingebettet, die vom 7. bis zum 11. Oktober ausgerichtet wird. Am Freitag, dem 10.Oktober, wird der Wirtschaftspreis in Luckenwalde verliehen.

Sponsoren sind die Mittelbrandenburgische Sparkasse, die VR-Bank Fläming und die Investitionsbank Brandenburg. Zu den Organisationspartnern gehören das Regional-Center der Industrie- und Handelskammer Potsdam und die Kreishandwerkerschaft Teltow-Fläming sowie der MAZ-Regionalverlag Dahmeland-Fläming und die Medienagentur „gb-design“.

Weitere Informationen auf www.wirtschaftswoche-tf.de

Als Kind fuhr Heiko Paul oft mit seinem Onkel mit, der als Müller die Bäckereien der Region belieferte. Als er sich 1992 seinen Traum von der eigenen Bäckerei erfüllte, war kaum jemand da, den er um Rat fragen konnte.

Täglich frische Brote aus zwei Steinöfen

Seit nunmehr 23 Jahren besteht das Geschäft im Ludwigsfelder Ortsteil Ahrensdorf. Zwei Steinöfen sorgen dafür, dass täglich frische Brote, Brötchen und mehr auf den Ladentisch kommen. Die Backmischungen werden zu 95 Prozent in der Bäckerei selbst erzeugt, das Mehl dafür kommt aus der Mühle in Kummersdorf-Alexanderdorf. Lediglich die für Allergiker geeignete Dinkelmischung wird anderweitig zugekauft.

Zehn Brote und eine Eigenkreation im Angebot

Industrietrends hat Heiko Paul im Gegensatz zu anderen Bäckern nie mitgemacht, die Sauerteig-Mischung wird immer noch 24 Stunden vor dem Backen angesetzt. Das Verfahren erzeugt höhere Kosten, ist dafür jedoch intensiver im Geschmackserlebnis. Das Sortiment umfasst zehn „Standard“- Brote, dazu kommen saisonal zirka fünf weitere. Eine Eigenentwicklung ist das Kraftkornbrot, das aus zermahlenen und gerösteten Resten nicht verkaufter Brote, die mit Sonnenblumenkernen veredelt werden, entsteht.

Backbeginn (an sechs Tagen der Woche) ist um 23.30 Uhr, die ersten Produkte werden vor 4 Uhr ausgeliefert. Sonntag und Montag bleibt das Ladengeschäft geschlossen. Gehen an Samstagen bis zu 500 Brötchen einer Sorte über den Ladentisch, sind es in der Woche rund 80. Deshalb beliefert die Bäckerei in dieser Zeit verschiedene Unternehmen oder Kindertagesstätten mit frischen Backwaren – bis Potsdam-Babelsberg werden die Produkte abgesetzt.

Brot aus Weizen- und Maismehl

Neuester Partner ist die Gastronomie des frisch renovierten Ludwigsfelder Kulturhauses. Für deren Tagungsgeschäft entwickelt Heiko Paul gerade neue Brotsorten aus Weizen- und Maismehl. Da kann er seine Kreativität richtig ausleben. Wenn die Produkte gut ankommen, sollen sie zur Grillzeit auch in das Ladenprogramm aufgenommen werden.

Heiko Paul ist stellvertretender Obermeister der Bäcker- und Konditoreninnung Teltow-Fläming. Einen Verkäufer-Lehrling bildet das Unternehmen derzeit aus. Geeignete Bäcker-Azubis sind dagegen kaum zu finden, allein die Arbeitszeiten schrecken viele schon ab.

Für die Zukunft hat sich Heiko Paul die Listung in Spezialitäten-Bereichen von Supermärkten vorgenommen. Dazu müssen jedoch die anspruchsvollen Protokollpflichten der Handelsketten für Lebensmittel erfüllt werden.

Eins von sechs Pilotprojekten

Qualifiziertes Angebot der Märkischen Wach & Schutz GmbH

Luckenwalde– Ausnahmsweise darf die Jury einen Blick in das „Allerheiligste“ wagen, die Notruf- und Service-Leitstelle (NSL) der Märkischen Wach&Schutz GmbH. Geschäftsführerin Ilka Schröter besteht aber darauf, dass keine Fotos geschossen werden. Seit 20 Jahren ist das Luckenwalder Unternehmen mit breitem Dienstleistungsangebot aktiv.

150 Mitarbeiter

Auf drei Säulen ruht das Angebot: Am bekanntesten sind die Sicherheitsleistungen mit Leitstelle, Revierdienst oder Separatbewachung und Veranstaltungsservice. Daneben bieten Kurierdienst und Reinigungsservice – mit Gebäude- und Außenreinigung sowie Winter- und Hausmeisterdienst – den rund 150 Mitarbeitern abwechslungsreiche Beschäftigung, so Bereichsleiter Ralf Müller.

Ilka Schröter (r.) stellt der Wirtschaftspreis-Jury den Neubau ihres Unternehmens vor.

Quelle: MAZ

Die NSL als Herzstück des Dienstleisters ist derzeit rund um die Uhr mit zwei qualifizierten Mitarbeitern besetzt. Dort werden Alarmanlagen (Einbruch-, Video- oder Brandmeldeanlagen) kontrolliert und im Falle eines Alarms die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet. Auch technische Systeme werden überwacht, dazu gehören GPS-Sensoren (in Fahrzeugen und Baumaschinen), Einzelarbeitsplätze (zwecks Arbeitsschutz) oder physikalische Parameter (wie Temperatur und Luftfeuchte in Medikamentenlagern). Die Notruf- und Service-Leitstelle verfügt über alle Berechtigungen der Sicherungsklassen A, B und C mit integrierter Interventionsstelle.

Keine längeren Reaktionszeiten

Doch die Anforderungen steigen – unter anderem durch neue europäische Regelungen. Mit einer umfangreichen Investition durch Neu- und Umbau des Standorts An den Ziegeleien wird nicht nur die NSL für die Zukunft fit gemacht, sondern es verbessern sich die Bedingungen für das ganze Team – und die Kunden. Längere Reaktionszeiten durch zugeparkte Fahrzeuge wird es nicht mehr geben. Die neue NSL mit künftig vier rund um die Uhr besetzten Arbeitsplätzen ist eines von bundesweit nur sechs VdS-Pilotprojekten.

Altersdurchschnitt bei 30 Jahren

Investiert wird nicht nur in Gebäude und Technik, in den vergangenen zwei Jahren verringerte sich der Altersdurchschnitt des Teams von 50 auf 30 Jahre. Das Klischee vom Nachtwächter stimmt schon lange nicht mehr, auf vielen Positionen ist qualifiziertes Personal erforderlich. Doch Fachleute sind kaum verfügbar, viele Branchenfremde müssen eingearbeitet werden. Für die Arbeit in der Leitstelle sind zwei Jahre Berufserfahrung erforderlich oder eine Ausbildung als Sicherheitsfachkraft. Seit dem 1.September ist die Märkische Wach & Schutz GmbH deshalb Ausbildungsbetrieb.
Das Unternehmen ist auch für Wohnungsgesellschaften und Privatkunden tätig. Der Urlaubsservice (wie Rasen mähen, Briefkasten leeren, Jalousien bewegen) erhöht durch Anschein eines bewohnten Objekts die Sicherheit.

Die Märkische Wach&Schutz GmbH engagiert sich im Stadtmarketingverein, beim DRK und der DLRG. Und sie sponsert die Luckenwalder Ringer.

Technik für alle Jahreszeiten

KIF GmbH bietet mehr als Schneepflüge für Unimogs

Niedergörsdorf– Fahrzeug-Spezialaufbauten der KIF Kommunaltechnik Instandsetzung Fertigungs-GmbH sind nicht nur in der Region gefragt. Über verschiedene Kommunalfahrzeughersteller erfolgt der Vertrieb erfolgreich im gesamten Bundesgebiet. Inzwischen kommt es sogar vor, dass die Hersteller mit der Frage an das Unternehmen herantreten, „Könnt ihr nicht dieses oder jenes bauen?“, berichtet KIF-Geschäftsführer Hartmut Hagedorn.

Sonderpreis im Jahr 2010

Diese Innovationsbereitschaft wurde nicht nur 2010 mit dem Sonderpreis der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) beim Wirtschaftspreis TF gewürdigt, sondern auch mit dem Großen Preis des Mittelstands 2012. In diesem Jahr bewirbt sich KIF erneut um den Wirtschaftspreis TF.

Hartmut Hagedorn präsentiert den Keil-Vario-Schneepflug für Unimog.

Quelle: MAZ

Einiges hat sich in den vergangenen Jahren im Unternehmen getan: Im September 2011 wurde die neue Montagehalle eingeweiht, es wurde in modernste CNC-Lasertechnik investiert und in diesem Jahr wurde eine Zweikomponenten-Mischanlage in Betrieb genommen, die eine punktgenaue Mischung von Farbe und Härter während des Lackierprozesses garantiert.

Aktuelles Projekt: Feuchtsalzstreuer

Natürlich gibt es auch Neuigkeiten im Produktbereich, für den Winterdiensteinsatz den verstellbaren Keil-Vario-Schneepflug (in kleiner und in großer Ausführung für Unimog) oder einen Pflug mit Silostreuer. Aktuellstes Produkt ist ein für die Firma Kärcher entwickelter Feuchtsalzstreuer, dessen Betriebsfreigabe im Oktober bevorsteht.

Montage und Verkauf der Wintertechnik erfolgt in der Regel von August bis Januar, von April bis Oktober werden viele Edelstahl-Arbeiten (wie beispielsweise Rutschen bis 6,50 Metern Höhe) für die SiK-Holzgestaltungs GmbH in Langenlipsdorf ausgeführt. Mit der Entwicklung und Fertigung von Anbau-Mähern gelingt es seit vier Jahren, auch das „Sommerloch“ von Februar bis Mai problemlos zu überbrücken. Und weitere Neuentwicklungen wie Kehrmaschinen für Knicklenker hat Hartmut Hagedorn bereits im Hinterkopf.

Transnationale Kooperation

VAB Luckenwalde setzt sich für familienfreundliches Gastgewerbe ein

Petkus– Welche Kreise dieses Projekt ziehen würde, davon hatten Barbara Nitzsche und Klaus Friedrich vom Verein für Arbeitsförderung und berufliche Bildung (VAB) im Jahr 2012 keine Vorstellung. Familienfreundlichkeit in der Ernährungswirtschaft sollte das Thema sein, zwei scheinbar unvereinbare Gegenpole.

Die Steuerungsgruppe des transnationalen Projekts des VAB.

Quelle: MAZ

Unter dem Titel „Fit für Familie“ entstanden nach umfangreicher Analyse Leitlinien für Familienfreundlichkeit, denen sich 20 Unternehmen der Branche angeschlossen haben. Verbesserungen konnten in den Bereichen Kinderbetreuung und Mobilität erzielt werden. Das in diesem Jahr gestartete Nachfolgeprojekt „Fachkräfte halten und gewinnen durch familienorientierte Branchenentwicklung“ ist als Kooperation mit dem Kreis Prignitz und der Provinz Trentino in Norditalien angelegt.

Innovativer Ansatz

Jan Schröder, „Geburtshelfer“ und Berater des Projekts, stellt den innovativen Ansatz heraus. Ähnlich wie vor einigen Jahren im Hotelgewerbe durch das mehrmalige Benutzen von Handtüchern ein ökologischer Prozess in Gang kam, sollen heute eine familienorientierte Arbeitswelt und Produktinnovationen zusammengeführt werden. „Regional und familienfreundlich produziert“ soll als Premiummarke nicht nur das Arbeitsklima in Unternehmen verändern, sondern über die höhere Wertig-keit auch mehr Umsätze erzielen.

Landesregierung wurde aufmerksam

Besonders auf den Berliner Markt, der die Produkte aus dem Brandenburger Umland zu schätzen weiß, wird damit abgezielt. Entsprechend ist eine erste Präsentation bei der Internationalen Grünen Woche geplant. Die Innovationskraft des Projekts hat sowohl im Cluster Ernährungswirtschaft als auch in der Brandenburger Landesregierung Aufmerksamkeit erregt. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ließ sich in einer Gesprächsrunde von dessen Modellcharakter überzeugen.

Innovativ ist der VAB als Träger der Arbeitsförderung seit seiner Gründung 1991. Die Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen berufliche Bildung, Jugend- und Altenhilfe oder Umwelt.

Alle Texte: Gerald Bornschein

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Der Treppenhersteller Grädler ist am Donnerstagabend mit dem Wirtschaftspreis des Landkreises Teltow-Fläming ausgezeichnet worden. Die Firma wurde unter anderem für seine Forschungsarbeit geehrt.

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