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Teltow-Fläming MTU baut neue Halle und stellt 60 Leute ein
Lokales Teltow-Fläming MTU baut neue Halle und stellt 60 Leute ein
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02:15 08.02.2018
Landtagspräsidentin Britta Stark (SPD) eröffnet den MTU-Abend in Potsdam, dabei ist auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD).
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Ludwigsfelde

Der Triebwerksbauer MTU will sein Gelände im Industriepark Ludwigsfelde vergrößern und am Standort der Maintenance Berlin-Brandenburg 30 Millionen Euro für eine neue Logistikhalle investieren. Außerdem sollen in dem Betrieb mit derzeit 710 Beschäftigten weitere 60 Mitarbeiter eingestellt werden. Das sagte Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines AG, beim ersten Parlamentarischen Abend des Konzerns im Brandenburger Landtag.

Es war ein Treffen zwischen Politik und Wirtschaft, bei dem beide Seiten verbal Blumensträuße überreichten. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bedankte sich beim Münchener Konzern für das Vertrauen in das Land Brandenburg und den Standort Ludwigsfelde, Winkler dankte dem Landescheff mit dem Satz: „Sie lassen Worten immer Taten folgen.“ Ohne die stets offene und tatkräftige Unterstützung des Landes wäre der Standort nicht das, was er heute ist, so Winkler.

Das Werk des Triebwerksbauers MTU/Maintenance Berlin Brandenburg im Industriepark Ludwigsfelde Quelle: Jutta Abromeit

Der Manager des Global Players erklärte, das Unternehmen erwirtschafte mittlerweile gut 90 Prozent des Konzernumsatzes mit zivilen Aktivitäten. Mit Hochdruck arbeite man an neuen Technologien, um die Luftfahrt noch sauberer zu machen, so Winkler. Ein Highlight im Portfolio sei der Getriebefan (Turbofantriebwerke haben wegen des großen Durchmessers inzwischen zwei oder drei Wellen, um die Fan-Drehzahl zu senken, im Verdichter dagegen zu erhöhen, das reduziert Verbrauch und Lärm deutlich, d.Red.). Der Konzernchef sagte, dieses Triebwerk realisiere MTU mit seinem amerikanischen Partner Pratt & Whitney (P&W). Es werde die meisten Regionaljets antreiben sowie auf Kurz- und Mittelstrecken neue Maßstäbe setzen. „Derzeit haben über 80  Fluggesellschaften weltweit mehr als 8000 Antriebe bestellt“, so Winkler.

Der Triebwerksbauer MTU beim Parlamentarischen Abend im Brandenburger Landtag: Ministerpräsident Ditmar Woidke (SPD/r.) im Gespräch mit dem Ludwigsfelder Werkleiter André Sinanian. Quelle: Jutta Abromeit

„Für die MTU wird der Getriebefan der wichtigste zivile Antrieb sein und unseren wirtschaftlichen Erfolg über die nächsten Jahrzehnte sichern – im zivilen Triebwerksgeschäft und auch in der Instandsetzung.“ Der Ludwigsfelder Service dafür treffe den Bedarf der Airlines genau, der Erfolg dieses Standorts basiere auf hoher Flexibilität und einer breiten Palette. So sei das Werk MTU-Kompetenzzentrum für Industriegasturbinen, Spezialist für die Betreuung kleinerer und mittlerer P&W-Antriebe Canada sowie der Triebwerksfamilie CF 34von General Electric Aviation sowie Europas einziger Serienprüfstand für das Triebwerk des Militär-Airbusses A 400M. Mit dieser Breite können Bedarfsschwankungen austariert werden, erklärte Winkler. Damit der Standort im Aufwind bleibt, würde den bisher seit Mauerfall investierten 200 Millionen Euro 2018/19 weiteres Geld folgen.

Fachkräftemangel führt im Einzelfall zu Auftragsablehnung

Die angekündigten 30 Millionen Euro sollen für den Bau einer neuen Logistikhalle und eine Werksstrukturplanung, die Entwicklung neuer Reparaturverfahren und die Beschaffung neuer Maschinen ausgegeben werden. Dazu seien die 60 neuen Arbeitsplätze nötig, so der Vorstandschef. Er verhehle nicht, dass auch seinem Unternehmen der Fachkräftemangel mit teils unangenehmen Folgen zu schaffen mache: „Kapazitäten können nicht schnell genug hochgefahren werden, was im Einzelfall zur Ablehnung von Aufträgen führt.“ „Sie als Landespolitiker“, so Winklers Appell, „kennen die notwendigen Stellhebel am besten.“

Bei dem, was MTU für weiteren Erfolg brauche, sei viel Geld nötig. Winkler erklärte: „MTU investiert viel, bleibt aber auf öffentliche Förderung angewiesen – anders können neue Technologien nicht entwickelt und solide Grundlagenforschung nicht finanziert werden.“

Von Jutta Abromeit

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