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Teltow-Fläming Traditionspflege auf dem Tanzparkett
Lokales Teltow-Fläming Traditionspflege auf dem Tanzparkett
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00:20 28.02.2019
Erst blieben die Platzmeisterhüte in Dennewitz noch liegen. Am Ende kamen sie aber doch noch zum Einsatz. Quelle: Isabelle Richter
Dennewitz

Im Wirtshaus „Zum Grafen Bülow“ wurde am Samstagabend wieder eine Dennewitzer Tradition gefeiert. Nachdem die Jugend im Januar den Anfang gemacht hatte, waren nun die Männer zum Fastnachtstanz geladen. Wer die Gäste durch den Abend führt, stand vorher noch nicht fest. Den Part des Platzmeisters wollte vorab niemand übernehmen.

Wirtin musste Brauch auch erst kennenlernen

Während sich bei der Jugend Lucas Müller und Jimmy Bayer zur Verfügung stellten, blieben die Hüte mit ihren bunten Schleifen bei der Männerfastnacht anfangs noch unberührt. „Es wird immer schwieriger jedes Jahr“, berichtete Kerstin Brechlin. Die Wirtin stammt selbst auch nicht aus der Gegend und musste den Brauch nach ihrem Zuzug erst kennenlernen.

Seit 1998 sind sie und ihr Mann jedoch mit Leib und Seele dabei. Für Kerstin Brechlin gehört die Fastnachtszeit einfach zur Dennewitzer Tradition dazu. Deshalb weiß die Wirtin auch ganz genau, welche Unterschiede es zwischen der Jugend- und der Männerfastnacht gibt. „Bei der Jugendfastnacht müssen die Platzmeister jung und unverheiratet sein und bei der Männerfastnacht sind die Platzmeister verheiratet“, so Brechlin.

Männerfastnacht ist kein Selbstläufer mehr

Obwohl sich bei der Männerfastnacht zunächst kein Platzmeister fand, war die Wirtin zufrieden mit der Veranstaltung. „Dann wird es eben nur ein Fastnachtstanz“, sagte sie. Die Männerfastnacht sei eben keine Selbstläufer mehr. Kerstin Brechlin muss inzwischen ordentlich die Werbetrommel rühren, um genügend Gäste in den Saal zu locken. „Wir haben in jeden Haushalt Zettel eingeworfen“, berichtet sie.

Da es in diesem Jahr in Gölsdorf keine Fastnachtveranstaltung gab, waren auch viele aus dem Nachbarort nach Dennewitz gekommen. Sie wollten einfach mal raus und ein bisschen tanzen, statt auf dem Sofa zu sitzen.

Alte Tradition geht langsam verloren

Kerstin Brechlin sieht das genauso. Die Wirtin bedauert, dass immer mehr Dennewitzer zu Hause bleiben. Aus ihrer Sicht eine ungute Entwicklung: „Seit 1998 habe ich das Fastnachten miterlebt und sehe, wie es immer weniger wird und wie die Tradition langsam verloren geht.“

Aus diesem Grund sei sie aber auch dankbar für die Besucher, die jedes Jahr aufs Neue immer wieder dabei sind. Die Wirtin erklärt: „Es gibt immer den harten Kern, der zu jeder Veranstaltung kommt.“

Zwei Dennewitzer wagen den Griff zum Hut

Dass das Fastnachten dagegen bei der Jugend wieder angesagt ist, freut Kerstin Brechlin. Sie sei vor allem froh darüber, dass Friedgard Schütze sich so intensiv um die Organisation in Dennewitz kümmert.

Aber auch bei der Männerfastnacht am Samstag verlief am Ende doch noch alles nach Plan. Die beiden Dennewitzer Norbert Klimatzek und Michael Klaus schnappten sich die Hüte. „Es war schon schön, weil der Hut eben dazugehört“, sagt Kerstin Brechlin. Eine Kompromisslösung gab es für die beiden Platzmeister. Sie durften den Hut zwischendurch auch an andere weiterreichen.

Von Isabelle Richter

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