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Märchenhafter Anger für Wiepersdorf

Neugestaltung der Dorfmitte Märchenhafter Anger für Wiepersdorf

Mit einem Spielplatz mit Märchenmotiven, Sitzgelegenheiten und einer Bibliothek in einer Telefonzelle will Wiepersdorfs Ortsvorsteher Matthias Wäsche die Dorfmitte aufwerten und Ausflügler auf der Fläming-Skate zu einem längeren Aufenthalt animieren. Seine Ideen stellte er jüngst vor.

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Am Wiepersdorfer Anger wird sich viel verändern. Zunächst soll im Sommer ein Märchen-Spielplatz entstehen. Dann folgen Bänke, Papierkörbe und eine Bibliothek in einer Telefonzelle.

Quelle: Peter Degener

Wiepersdorf. Der Wiepersdorfer Dorfanger soll aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und mit Märchenmotiven neu gestaltet werden. „Die Dorfmitte soll Ausgangspunkt für alle Sehenswürdigkeiten in der Nähe werden“, sagt Ortsvorsteher Matthias Wäsche.

Verbindung zum Rotkäppchenwald

Denn an dem Platz hinter dem ehemaligen Feuerwehrhaus führt nicht nur die Fläming-Skate vorbei. Mit dem Schloss und Künstlerhaus Wiepersdorf und dem nahegelegenen Rotkäppchenwald sieht Wäsche viel Potenzial für vermehrte und längere Aufenthalte in seinem Ort.

In erster Linie werden aber die Wiepersdorfer profitieren, allen voran die jüngsten, denn bereits in vier Monaten soll es dort einen Kinderspielplatz geben. Mit Klettergerüst, Rutsche und Schaukel, sowie Federwipptieren werden alle Altersgruppen bedacht. Etwa 8000 Euro soll dieser Märchenspielplatz kosten. Die Gemeindevertreter von Niederer Fläming haben einen Zuschuss von 5000 Euro beschlossen.

Wiepersdorfer Sehenswürdigkeiten

Der Ort Wiepersdorf ist vor allem für sein Schloss bekannt. Als früherer Besitz des Dichterpaares Bettina und Achim von Arnim beherbergt der Barockbau aus dem 18. Jahrhundert ein Museum. Dieses thematisiert das Leben der Arnims und ihren Freundeskreis aus Geistesgrößen des 19. Jahrhunderts, wie Clemens Brentano oder den Gebrüdern Grimm.

Ein Künstlerhaus in Trägerschaft der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist ebenfalls Teil des Schlosses Wiepersdorf. Seit DDR-Zeiten verbringen dort Künstler mehrmonatige Stipendienaufenthalte. Schriftsteller, bildende Künstler, Musiker und Komponisten nutzen die Ruhe des Ortes, um sich auszutauschen und für zwei bis sechs Monate auf ihr Werk zu konzentrieren.

Als Ursprung vieler Märchen der Gebrüder Grimm gilt die Umgebung des Schlosses Wiepersdorf. Ein 800 Meter langer Rotkäppchen-Wanderweg führt Besucher durch den Wald und vermittelt Eindrücke von Szenen des Märchens. So kann man die Fundamentreste des Hauses der Großmutter und auch den rekonstruierten Brunnen entdecken.

Im Ort hat sich zudem eine Spielplatz-Initiative gegründet, die Spenden sammelt und seit Februar mit Spendenbriefen hier tätige Unternehmen anspricht. Bei Faschingsfeiern und Konzerten wurden Überschüsse bereits als Spenden für das Projekt verbucht. „Ich bin zuversichtlich, dass wir das Geld einnehmen“, sagt Wäsche.

Spielplatz-Eröffnung am 30. Juli

Bereits am 30. Juli soll der Spielplatz beim Dorffest eröffnet werden. Sobald ein Dorfgemeinschaftsverein gegründet ist, will Wäsche sich um Fördergeld der Mittelbrandenburgischen Sparkasse bemühen. Dann soll auch ein Bodentrampolin hinzukommen.

Nach der Errichtung des Spielplatzes folgen viele Details, die mit Fördergeldern der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Fläming-Skate finanziert werden sollen und die die Basis für Entdeckungstouren von Besuchern bilden. Eine Informationstafel in deutscher und englischer Sprache soll auf die umliegenden Sehenswürdigkeiten verweisen. Vier Holzbänke und zwei Papierkörbe werden rund um den Platz aufgestellt. In einer ausgemusterten Telefonzelle will Wäsche eine kleine Bibliothek auf Vertrauensbasis einrichten. „Ich kann mir vorstellen, dass wir dort mit Märchenbüchern einen inhaltlichen Schwerpunkt setzen“, sagt er.

Eine Vielzahl kleiner Maßnahmen folgen

In dieser zweiten Phase der Umgestaltung wird der Spielplatz mit einer Hecke umfriedet, um zum einen die Kinder vor dem Wassergraben auf dem Anger zu schützen und ihn andererseits von der Skaterbahn abzugrenzen. Skater wiederum werden mit zwei Holzschildern auf die spielenden Kinder aufmerksam gemacht. Rund 6000 Euro kalkuliert Wäsche für diese Vielzahl kleiner Maßnahmen. Bei einer Förderzusage sollen sie bereits in der zweiten Jahreshälfte realisiert werden.

Bei negativem Bescheid will der Ortsvorsteher die Pläne keinesfalls aufgeben, sondern sie später unabhängig von Fördermitteln realisieren. Langfristig will Wäsche ein Trafohäuschen am Anger mit Märchenmotiven neu gestalten. Zuletzt soll auch der Dorfteich ausgebaggert und umfriedet werden.

Von Peter Degener

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