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Teltow-Fläming Beratung für Schüler über soziale Berufe
Lokales Teltow-Fläming Beratung für Schüler über soziale Berufe
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00:27 12.03.2018
Ganz locker endete auch die DRK-Berufsberatungsrunde in der Mahlower „Schule am Waldblick". Quelle: fotos: frank pechhold (5)
Mahlow

Belastbarkeit, Teamfähigkeit. Humor. Das sind nur drei von vielen Voraussetzungen, um beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) mit und für Menschen zu arbeiten. Was sonst noch alles dazu gehört, erfuhren acht Mädchen und Jungen der Mahlower „Schule am Waldblick“ in einer lockeren Stuhlkreisrunde. Eine Doppelstunde lang waren Katrin Tschirner und Ailine Lehmann vom DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald zu Gast.

„Hier sitzen nur Schüler, die sich für dieses Beratungsangebot interessieren“, sagte Beate Hasener, Lehrerin für Berufsorientierung. Schließlich sei es nicht sinnvoll, wenn die Hälfte der Zuhörer gelangweilt aus dem Fenster schaue.

Persönliche Erfahrungen bei Praktika gesammelt

Solche Momente gab es nicht. Das lag auch daran, dass einige Schüler bereits Erfahrungen mit sozialen Einrichtungen des DRK gesammelt haben. „Meine Mutter hat mal im Pflegeheim Saalow gearbeitet“, sagte Justin Lehmann. Bei Besuchen in der Seniorenbetreuungseinrichtung „Saalower Berg“ sah der 15-Jährige, welche Arbeiten zu erledigen waren: beispielsweise ältere Leute betreuen, ihnen Medikamente bringen, Essen servieren. Michelle Bode absolvierte ein zweiwöchiges Praktikum im Jugendclub Großeeren. „Da habe ich mit den Mädchen und Jungen Billard und Kicker gespielt, mit ihnen gequatscht und aufgeräumt.“ Den Praktikumsplatz suchte sich die 16-Jährige gezielt aus. „Später will ich Erzieherin werden“, sagt sie.

Brian Rosenberg hat sein Praktikum im Seniorenheim Blankenfelde noch vor sich. Bis zum 12. Juni wird der 15-Jährige jeden Dienstag im Heim helfen, wo er gebraucht wird. Möglicherweise bei leichten Pflegeaufgaben, wahrscheinlich bei der spielerischen Beschäftigung mit Bewohnern. „Das finde ich sehr interessant“, sagte er.

Voraussetzungen für eine Ausbildung

„Brians Praktikumseinrichtung gehört zwar nicht zum DRK. Aber auch bei uns gibt es viele Alten- und Pflegeheime“, so Katrin Tschirner. Der DRK-Kreisverband umfasst die benachbarten Landkreise Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald. Verwaltungssitz ist Luckenwalde. Kreisverbandsweit seien rund 900 ehrenamtliche Helfer aktiv, arbeiteten Tschirner zufolge fast 1000 fest angestellte Mitarbeiter in den sozialen Einrichtungen. Beispielsweise würden bis zu 1000 Kinder in zehn Kitas betreut. „Auch eure Schulsozialarbeiterin Katharina Köster ist beim DRK angestellt“, so Tschirner. Weiter gebe es Hauskrankenpfleger, so Ailine Lehmann. „Die kümmern sich um eure Omas und Opas, wenn die mal nicht mehr so fit sind und Hilfe brauchen

Die Einsatzmöglichkeiten beim DRK sind also vielfältig. „Bei uns arbeiten überall Menschen, die eine Ausbildung haben müssen. Damit wollen wir uns nun beschäftigen“, lud Katrin Tschirner die Schüler zur Teamarbeit ein. Gruppenweise ging es darum, Grundvoraussetzungen für soziale Berufe auf Karteikarten zu notieren. Brian Rosenberg, Kevin Ziemann (16) und Jason Müller (15) schrieben auf, was jemand dazu befähigt, behinderte Menschen zu betreuen. „Dafür braucht man Ausdauer, weil diese Arbeit anstrengend ist“, sagte Brian. Ganz wichtig sei auch Vertrauen. „Damit die behinderten Menschen wissen, dass sie sich auf ihre Betreuer verlassen können – und umgekehrt genau so.“ Teamfähigkeit führte Kevin an. Das Wort „Humor“ schrieb Jason auf eine Karteikarte, „damit man auch gemeinsam mit den behinderten Menschen lachen kann“.

Ferienjob kann gute Orientierung geben

Die genannten Voraussetzungen benötige man für eine Ausbildung zum Sozialassistenten, so Katrin Tschirner. Sozialassistenten unterstützten als Allround-Talente die anderen Mitarbeiter in DRK-Einrichtungen bei der Betreuung der Bewohner oder Besucher. Ganz wichtig bei der Ausübung dieses Berufes sei es, sich ständig diese Fragen zu stellen: Wie kann ich helfen? Wo kann ich unterstützen? Womit kann ich anderen Menschen eine Freude bereiten? „Ob dieser Beruf etwas für euch ist, könnt ihr beispielsweise in den Sommerferien heraus finden“, schlug Ailine Lehmann vor. Ferienjobs gebe es in den Seniorenbetreuungseinrichtungen „Graf von Bülow“ in Großbeeren und Prießnitzhaus in Mahlow.

„Vielleicht bewirbt sich ja der eine oder andere Schüler um so einen Ferienjob“, so Lehrerin Beate Hasener. Oft heiße es, dass Förderschüler viele Berufe gar nicht lernen könnten. „Dem widersprechen aber unser Erfahrungen“, sagt Hasener. Beispielsweise suchten gerade kleine und große Wirtschaftsunternehmen genau diese Schüler, die fleißig und eher praktisch veranlagt sind. „Warum sollte das im sozialen Bereich anders sein?“

Von Frank Pechhold

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