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Mahlow in zwölf Ansichten

Mahlow Mahlow in zwölf Ansichten

Hobbyfotograf Maikel Meier hat einen Kalender mit Ansichten aus seinem Wohnort Mahlow herausgegeben. Eigentlich veröffentlicht er seine Bilder vor allem im Internet, doch Geschäftsinhaberin Evelyn Weinhold war von seiner Arbeit so begeistert, dass sie auf die Idee mit dem Kalender kam. Nach wenigen Tage waren die ersten 30 Exemplare ausverkauft.

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Der Kalender mit den Mahlow-Bildern von Hobbyfotograf Maikel Meier ist bei Evelyn Weinhold im Schreib- und Leseland erhältlich.

Quelle: Foto: Christian Zielke

Mahlow. Morgens, wenn die Sonne aufgeht oder am Abend, wenn sie wieder am Horizont verschwindet, sieht die Welt am schönsten aus. Dann packt Maikel Meier seine Kamera ein und begibt sich auf die Suche nach dem schönsten Motiv im perfekten Licht.

Sein Lieblingsmotiv ist sein Wohnort Mahlow. Nun hat der 30-Jährige einen Kalender mit den schönsten Bildern herausgegeben, auf den er mächtig stolz ist. „Es war ein gutes Gefühl, als ich den Kalender das erste Mal in der Hand gehalten habe“, sagt er. Wäre es nach ihm gegangen, wären die Bilder wahrscheinlich nur im Internet bei Facebook oder Instagram veröffentlicht worden. Evelyn Weinhold, die Inhaberin des Schreib- und Spielwarengeschäfts „Schreib- und Leseland“ in Mahlow war im Internet auf die Bilder des jungen Hobbyfotografen aufmerksam geworden. „Die Bilder haben mir so gut gefallen, dass ich ihn gefragt habe, ob er sich vorstellen kann, daraus einen Kalender zu machen.“ Als er einwilligte, begann für Maikel Maier die Arbeit erst so richtig.

Experimentierfreude und das Spiel mit den Farben

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“, sagt er. Die frühen Morgenstunden, bevor es für ihn zur Arbeit als Rettungssanitäter ging, gehörten der Kamera. Nach der Arbeit ging er wieder auf Fototour. „Ich liebe es zu experimentieren“, sagt Maikel Meier. Objektive mit Festbrennweite, Langzeitbelichtung oder das Spiel mit den Farben – die Experimentierfreude und die Lust auf außergewöhnliche Perspektiven finden sich auf allen zwölf Bildern, die es in den Kalender geschafft haben. Die Auswahl fiel schwer – rund 40 Motive hatten es in die engere Wahl geschafft. Sie zeigen Gebäude, Straßen und Natur. Manchmal muss man zwei Mal hinschauen, um den Ort zu erkennen.

Drei Monate hat es gedauert von der ersten Idee bis zu dem Moment, als er den Kalender erstmals in Papierform in der Hand hatte. Dabei ist Maikel Meier erst vor gut einem Jahr unter die Fotografen gegangen. „So ein bisschen rumgeknipst habe ich schon länger“, sagt er. Angefangen hat er mit verlassenen Orten, so genannten „Lost Places“. In leerstehenden Häusern oder Industriegebäuden hält er den Verfall fest. Noch heute zieht es ihn in morbide Umgebungen, genauso wie in die Natur oder nach Berlin, das voll von interessanten Motiven ist. „Menschen interessieren mich nicht so“, sagt er.

Die Arbeit für den Kalender 2019 beginnt in den kommenden Wochen

Dafür interessieren sich viele Menschen für die Arbeit des Hobbyfotografen. Nach ein paar Tagen war die erste Auflage des Kalenders mit 30 Exemplaren ausverkauft. Evelyn Weinhold hat bereits nachbestellt: „Wir bekommen Anfragen von Leuten, die vor Jahren aus Mahlow weggezogen sind.“

Im kommenden Jahr soll es eine neue Auflage geben. Maikel Meier hofft auf einen schneereichen Winter. „Weiße Landschaften fehlen noch.“

Von Christian Zielke

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