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Mahlower Schule schafft Parkplätze

Reaktion auf Verkehrschaos Mahlower Schule schafft Parkplätze

Zwischen den Anwohnern der Berliner Straße in Mahlow und der evangelischen Grundschule hat es in den vergangenen Jahren immer wieder Streit gegeben. Nun hat die Schule reagiert und zwölf Parkplätze für die Lehrer bauen lassen. Noch in diesem Jahr sind weitere Maßnahmen geplant, um den Verkehr in der Straße flüssiger und sicherer zu machen.

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Markus Althoff sieht die neuen Parkplätze der evangelischen Grundschule als wichtigen Schritt zur Lösung der Verkehrsprobleme.

Quelle: Zielke

Mahlow. Berichte über die Berliner Straße in Mahlow glichen in den vergangenen Jahren Reportagen aus einem Krisengebiet. Die Protagonisten: genervte Eltern, wütende Nachbarn und verängstigte Kinder. Nun scheint in kleinen Schritten eine Befriedung des Gebiets zumindest nicht mehr ausgeschlossen.

Zwölf Parkplätze hat die evangelische Grundschule auf ihrem Gelände geschaffen. Sie sind seit fast zwei Wochen in Benutzung und haben sich nach Ansicht von Schulleiter Markus Althoff bereits bewährt: „Es ist deutlich entspannter.“

Hintergrund

Seit 2009 hat die evangelische Grundschule ihren Sitz an der Berliner Straße in Mahlow. In dem zunächst genutzten Haus der ehemaligen Dorfschule ist heute ein Kindergarten mit 110 Plätzen untergebracht.

Im Jahr 2010 wurde der Schulneubau eröffnet, in dem bis zu 300 Kinder von der 1. bis zur 6. Klasse jahrgangsübergreifend lernen.

An der Grundschule sind etwa 30 Lehrer beschäftigt, die Kita hat zwölf Beschäftigte.

Bisher konkurrierten vor allem morgens vor Schulbeginn Lehrer und Elterntaxis um den wenigen Platz vor der Schule. Direkt vor dem Gebäude ist nur Halten erlaubt, was dazu führte, dass regelmäßig die Einfahrten der benachbarten Anwohner zugeparkt waren. Diese fühlen sich ungerecht behandelt, weil es immer wieder vorgekommen sein soll, dass Mitarbeiter der Schule keine Knöllchen wegen Falschparkens bezahlen mussten, während die Anwohner das Verwarngeld zahlen mussten. Helmar Loske von der Interessengemeinschaft Berliner Straße vermutet sogar einen Fall von Rechtsbeugung durch das Ordnungsamt. Er gibt auch zu, dass die neuen Parkplätze die Situation verbessert hätten. „Es ist deutlich entspannter als vorher“, sagt Loske.

Dass die Parkplätze nun geschaffen wurden, schreibt er dem Druck der Anwohner zu. „Ohne uns hätte sich nichts getan“, sagt er. Fünf Jahre lang hätten er und seine Mitstreiter immer wieder nachgefragt, unzählige Briefe und Mails geschrieben und noch mehr Gespräche geführt. Von der Verwaltung fühlte er sich dabei wenig unterstützt. Er wirft der Gemeinde vor, beim Bau der Schule nicht auf die notwendigen Parkplätze geachtet zu haben.

Einengungen sollen den Autoverkehr langsamer machen

Schulleiter Markus Althoff, der seit einem halben Jahr im Dienst ist, hat die Probleme mit dem Verkehr „geerbt“. „Wir wollen unseren Teil zur Lösung beitragen“, sagt er. Deshalb hat die Hoffbauer-Stiftung als Betreiberin der Schule für rund 35 000 Euro die Parkplätze anlegen lassen.

Mahlows Ortsvorsteherin Regina Bomke (CDU) nennt den Parkplatz ein wichtiges Puzzleteil für eine Lösung der Probleme an der Berliner Straße. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde die Berliner Straße umgebaut. Vor der Schule wurden Einengungen gebaut, die den Autoverkehr langsamer und das Queren für Fußgänger leichter machen sollen. In diesem Jahr soll ein kleiner Kreisverkehr an der Stefan-Zweig-Straße entstehen. Dort können die Autos dann wenden, ohne in den Gegenverkehr oder verkehrt herum in Feuerwehrzufahrten oder Einbahnstraßen fahren zu müssen.

Verkehrssituation wird ausgewertet und beobachtet

Nach den Sommerferien soll die neue Verkehrssituation vier Wochen intensiv beobachtet und anschließend ausgewertet werden. „Dann werden wir sehen, ob die Maßnahmen wirken“, sagt Regina Bomke. Trotz allen Ärgers im Vorfeld ist sie froh, eine Lösung gemeinsam mit den Anwohnern gefunden zu haben.

Dass es immer noch Eltern gibt, die wenig auf Verkehrsregeln geben, ärgert Schulleiter Althoff. In seinen Briefen an die Eltern spricht er dieses Thema immer wieder an und appelliert trotz allen Stresses am Morgen an die Rücksichtnahme. „Die erwachsenenpädagogische Arbeit“, sagt er, „endet nie.“

Von Christian Zielke

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