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Mangel an Kita-Plätzen spitzt sich zu

Luckenwalde Mangel an Kita-Plätzen spitzt sich zu

154 Luckenwalder Schulanfänger starten ins sechs Klassen und drei Schulen im Herbst in ihren neuen Lebensabschnitt. Für sie stehen ausreichend Hortplätze zur Verfügung. Allerdings mangelt es an Kindergarten- und Krippenplätze. Mehr als 30 Plätze fehlen – und die Lücke wird noch größer, wenn man die Flüchtlingskinder hinzuzählt.

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Die Luckenwalder Kita „Burg“ ist die größte der Stadt. Dort gibt es noch freie Hortplätze.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. 154 Abc-Schützen werden am 3. September in Luckenwalde in ihren neuen Lebensabschnitt starten. 45 Erstklässler werden in der Arndt-Grundschule aufgenommen, 56 in der Ebert-Grundschule und 53 in der Jahn-Grundschule. Alle drei Schulen fahren zweizügig. Darüber informierte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) im städtischen Bildungsausschuss. „Das ist ein vergleichsweise schwacher Jahrgang. Im nächsten Jahr werden wir rund 50 Schulanfänger mehr haben“, sagte sie. Ab 2022 wird deren Zahl laut Prognose wieder sinken.

Situation der Flüchtlingskinder

Bei den nicht berücksichtigten Kitaplatz-Anmeldungen sind zusätzlich 35 Flüchtlingskinder betroffen. Neun von ihnen sind inzwischen in Luckenwalde abgemeldet, neun weitere nicht im Melderegister erfasst.

Den drei Flüchtlingskindern des Geburtsjahrganges 2010, die voraussichtlich 2017 eingeschult werden, wird jeweils einen Kita-Platz garantiert.

Für Migrantenfamilien soll eine Eltern-Kind-Gruppe soll als Vorbereitung des späteren Kita-Besuchs aufgebaut werden. Sie wird von einer pädagogischen Fachkraft angeleitet.

Die Eltern-Kind-Gruppe soll verlässliche Öffnungszeiten von 30 Stunden pro Woche haben und an Erfahrungen einer ehemaligen Gruppe im Mehrgenerationenhaus anknüpfen.

Hortplätze stehen in der Kita „Regenbogen“, in der Kita „Weichpfuhl“ sowie in der Kita „Burg“ einschließlich der Filiale Poststraße zur Verfügung. „Es ist gelungen, allen Erstklässlern einen Platz in einem schulnahen Hort anzubieten“, resümierte die Bürgermeisterin. Außerdem sei der 30-Freunde-Club in der Jahn-Straße sehr nachgefragt und schaffe freie Kapazitäten in der Kita „Weichpfuhl“. Würde jeder Abc-Schütze einen schulnahen Hort-Platz ist Anspruch nehmen, sind die Plätze im „Regenbogen“ und „Weichpfuhl“ ausgebucht. In der Einrichtung Burg/Poststraße gibt es 64 freie Plätze.

Kindergarten-Plätze für Kinder ab drei Jahre werden in den Kitas „Burg“, „Rundbau“, „Weichpfuhl“ „Sunshine“, „Vier Jahreszeiten“ und im Evangelischen Kindergarten angeboten. „36 Anträgen kann derzeit nicht entsprochen werden“, bedauerte Herzog-von der Heide.

30 freie Hortplätze sollen für Kindergartenkinder umgenutzt werden

Um die Situation zu entkrampfen, sollen 30 nicht beanspruchte Hortplätze auf der Burg als Kindergartenplätze umgenutzt werden. Kita-Träger und Stadt haben beim Land eine entsprechende Betriebserlaubnis beantragt. „Der Genehmigungsbescheid ist inzwischen zugesagt“, erklärte die Rathauschefin. Allen Kindern, die im September 2017 eingeschult werden, wird ein Kita-Platz zur Verfügung gestellt.

Bürgermeisterin: „Anfang September ist die Kapazität erschöpft.“

Im Bereich der unter Dreijährigen sind 264 Plätze angeboten und auch belegt. 34 Anmeldungen für Kleinkinder liegen für die nächsten zwölf Monate vor. „Bereits Anfang September ist die Aufnahmekapazität erschöpft. Im Laufe eines Jahres werden 34 Plätze fehlen“, sagte Herzog-von der Heide. Dauerhaft werde sich die Lage erst mit dem Neubau der Evangelischen Kita und zusätzlichen 52 Plätzen entspannen. Die Einrichtung wird voraussichtlich Ende 2017 fertig sein.

Drei Tagesmütter geben auf

Tagesmütter werden vorerst für keine größere Entlastung sorgen können. Laut Bürgermeisterin wurden in den vergangenen beiden Jahren drei Tagespflegestellen aufgegeben, was dem Verlust von 15 Kleinkind-Betreuungsplätzen entspricht. Herzog-von der Heides Gesamt-Fazit: „Der Mangel an Plätzen tut uns weh, aber eine Erleichterung ist in Sicht.“

Von Elinor Wenke

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