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Mangelhafte Baumpflege in Jüterbog

Schwerer Ast abgestürzt Mangelhafte Baumpflege in Jüterbog

Die Stadt Jüterbog hat nicht genug Geld für eine umfassende Pflege ihres Baumbestandes. An der Wasche ist nun ein großer Ast auf den Gehweg gestürzt – zum Glück ohne böse Folgen. Doch ein Anwohner kritisiert den unzureichenden Baumschnitt.

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Bernd Weiß mit dem herabgestürzten Ast.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Meist wehen nur kleine Äste auf das Grundstück von Bernd Weiß, der in der Jüterboger Mendelssohnstraße direkt an der Wasche wohnt. Jedes Jahr summieren sich die Zweige zu stattlichen Haufen, doch damit kann er leben. Eine Gefahr sieht er hingegen in den 20 Meter hohen und über 70 Jahre alten Bäumen entlang des Gewässers. „Die Bäume haben viele trockene Äste und jetzt ist ein Zustand erreicht, da erschlagen die fast die Leute“, sagt Weiß.

Anwohner hat mehrfach Gefahrenabwehr angemahnt

Sein Schreckensszenario ist nicht aus der Luft gegriffen. Erst vor kurzem fiel ein armdicker und mehrere Meter langer Ast „mit einem Riesenknall“ mitten auf den Spazierweg an der Wasche. „Kurz davor war an dieser Stelle noch eine Frau mit ihrem Kind gewesen“, erinnert sich Weiß. Er hat sich daraufhin nicht zum ersten Mal beim Bauhof gemeldet und die Beseitigung der Gefahr durch einen Baumschnitt angemahnt.

Tatsächlich geht von vielen Bäumen am Wilhelm-Kempff-Weg entlang der Wasche mittlerweile keine Gefahr mehr aus. Laut Bauamt wurden in der Schnittsaison 2014/2015 die Kronen der Bäume durch eine externe Firma gepflegt – bis auf das letzte Stück hinter der Mendelssohnstraße. „Die hatten den ganzen Weg gemacht. Nur noch fünf oder sechs Bäume hatten gefehlt, als sie an einem Freitag aufgehört hatten. Ich dachte noch, dass sie am Montag weitermachen“, sagt Weiß.

Bauamt: „Andere Brennpunkte der Verkehrssicherheit“

Aber der Auftrag war bereits fertiggestellt. Der Bauhof hatte nicht genügend Mittel, um den ganzen Weg pflegen zu lassen. Zudem gebe es „andere Brennpunkte bei der Wiederherstellung der Verkehrssicherheit“, wie Bauamtsleiterin Kira Wenngatz an MAZ-Anfrage mitteilt.

Immerhin wird der Brennpunkt an der Mendelssohnstraße nun entschärft. Die Arbeiten an den Bäumen seien „nicht abgeschlossen oder in Vergessenheit geraten“ und werden derzeit durch den Bauhof ausgeschrieben. Sie sollen zeitnah und entsprechend der finanziellen Möglichkeiten zu Ende gebracht werden, heißt es.

Von Peter Degener

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