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Teltow-Fläming Mann bleibt auf 6000 Euro Arztkosten sitzen
Lokales Teltow-Fläming Mann bleibt auf 6000 Euro Arztkosten sitzen
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13:42 08.04.2016
Das Sozialamt Teltow-Fläming hat seinen Sitz im Kreishaus in Luckenwalde. Quelle: dpa
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Luckenwalde

Claus Breschinski aus Luckenwalde ist sauer und fühlt sich vom Sozialamt des Kreises im Stich gelassen. Der 55-Jährige ist schwerbehindert, seit Jahren chronisch krank und erwerbsunfähig. Vom Sozialamt erhält er Sozialleistungen, die sogenannte Grundsicherung im Alter. Weil er seinen Lebensunterhalt als ehemals Selbstständiger verdient hatte, ist er privat krankenversichert.

6000 Euro Schulden angehäuft

Dem Sozialamt wirft er vor, dass es nur die Krankenkassenbeiträge des Grundtarifs zahlt. „Aufgrund der hohen Arzt- und Medikamentenrechnungen bleibe ich auf hohen Kosten sitzen“, berichtete er der MAZ. Innerhalb der vergangenen drei Jahre habe sich das Minus auf 6000 Euro angehäuft. „Da ich aber monatlich nur 379 Euro Sozialleistungen zum Leben habe, kann ich die Schulden niemals abbauen“, erklärt er. Claus Breschinski fordert vom Landkreis, das Defizit auszugleichen, wirft dem Sozialamt Untätigkeit vor und hat einen Anwalt eingeschaltet.

Sozialamt zahlt nur den Kassenbeitrag für den Basistarif

Das Sozialamt bestätigte der MAZ, dass für Claus Breschinski innerhalb der Leistungen zum Lebensunterhalt auch die Beiträge für seine private Krankenversicherung übernommen werden. „Im Rahmen der Sozialhilfe hat er allerdings nur einen Anspruch auf die Übernahme des Krankenkassenbeitrages im Basistarif. Dieser entspricht den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung“, heißt es. Claus Breschinski sei damit im Krankheits- und Behandlungsfall allen gesetzlich Versicherten gleichgestellt, egal ob sie Arbeitnehmer, Angestellter, Geringverdiener, Sozialleistungsempfänger, Rentner oder auch Grundsicherungsempfänger sind.

Das Sozialamt Teltow-Fläming hat seinen Sitz im Kreishaus in Luckenwalde. Quelle: Margrit Hahn

Sozialamt: „Eine Besserstellung ist nicht möglich“

Claus Breschinski muss seine Arztkosten direkt bei seiner Krankenkasse abrechnen. Diese übernimmt die durch den Basistarif abgesicherten Kosten, andere Rechnungen aber nicht. „Von der Krankenkasse nicht erstattete Beiträge können auch nicht von der Sozialhilfe übernommen werden. Eine Besserstellung gegenüber gesetzlich Versicherten ist insoweit nicht möglich“, teilt das Sozialamt mit.

Von Elinor Wenke

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