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Mann lockt Achtjährigen mit Süßem ins Auto

Jüterbog Mann lockt Achtjährigen mit Süßem ins Auto

Seit Tagen herrscht Unruhe auf Facebook: Erst Privatpersonen, später auch die Jüterboger Stadtverwaltung warnen vor einem Mann, der einen Achtjährigen in seinen Wagen locken wollte. Die Polizei mahnt vor Panikmache und sucht den offenbar einzigen Zeugen des Vorfalls.

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(Symbolbild)

Quelle: dpa

Jüterbog. Seit mehreren Tagen herrscht Unruhe in den sozialen Netzwerken von Jüterbog: Erst Privatpersonen, später auch die Stadtverwaltung warnen vor einem Mann, der mutmaßlich einen Jungen auf dem Schulweg abfangen und in einen Wagen locken wollte.

Die Polizei bestätigte den Vorfall vom Dienstagnachmittag auf MAZ-Nachfrage.

Mann lockte mit Süßigkeiten, Schüler begann zu schreien

„Der Mann soll dem Jungen Süßigkeiten angeboten haben, wenn er zu ihm in den Pkw steigen würde“, erklärte eine Polizeisprecherin, „der Junge begann daraufhin zu schreien, sodass ein Zeuge darauf aufmerksam wurde und zu dem Achtjährigen lief.“ Der unbekannte Mann fuhr daraufhin weg.

Zu Hause angekommen berichtete der Junge seiner Mutter von dem Vorfall. „Die Polizei nimmt solche Meldungen grundsätzlich sehr ernst“, erklärte die Sprecherin.

Polizei sucht den Zeugen, der dem Jungen half

Deshalb wird nun der Zeuge gesucht, der dem Schüler am Dienstagnachmittag gegen 14.20 Uhr geholfen hat. Mit ihm, so hofft die Polizei, kann auch der Täter mit dem blauen Fahrzeug gefunden werden. Denn ähnliche Vorfälle gab es in der Region rund um Jüterbog in den vergangenen Tagen nicht.

Derzeit liegt nur eine grobe Täterbeschreibung vor, die der Achtjährige bei der Polizei abgegeben hat. Er beschreibt den Mann als etwa 30 bis 40 Jahre alt und ungepflegt. Er soll einen Stoppelbart und ein Basecap getragen haben.

Stadt belehrt Kinder in Schulen und Kitas

Nachdem der Fall im Internet publik wurde, meldete sich auch Bürgermeister Arne Raue (parteilos) zu Wort und bat Eltern, Angehörige und Lehrer um erhöhte Aufmerksamkeit.

An den Schulen und Kitas der Stadt sollen die Kinder noch einmal belehrt werden. „Diese ohnehin regelmäßig durchzuführenden Unterweisungen erfolgten nun anlassbedingt“, erklärte Raue. Auch die Jüterboger Einrichtungen in freier Trägerschaft seien informiert.

Polizei: „Panikmache ist fehl am Platze“

Die Polizei mahnt derweil zu Vorsicht – und Ruhe. „Wachsamkeit und Sensibilität sind wichtig, Panikmache jedoch fehl am Platze“, erklärt die Sprecherin der Polizei.

Für Schulen bieten die Präventionsbereiche der Polizei entsprechende Veranstaltungen an. Dabei sensibilisieren Polizisten die Schüler, wie sie sich in solchen Situationen am besten verhalten. „Den Kindern sollte ein gesundes Bewusstsein für Gefahrensituationen mitgegeben werden“, erklärt die Polizeisprecherin.

Der Achtjährige aus Jüterbog hat übrigens alles richtig gemacht: „Wenn die Kinder durch fremde Personen angesprochen werden und sie dabei ein ungutes Gefühl haben, sollen sie laut ,Nein’ und ,Lassen Sie mich in Ruhe’ rufen“, sagt die Sprecherin.

Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Teltow-Fläming unter 03371/600 0 entgegen.

Von Victoria Barnack

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