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Manuel Knappe ist der Kita-Koch

Kochen in der Kita Manuel Knappe ist der Kita-Koch

Manuel Knappe ist Koch und arbeitet in einem kleinen Paradies. Dort in der Wietstocker Kita „Grashüpfer“ bringt er ganz normale Gerichte auf den Tisch, aber auch mal Zaubersalat. Dafür lieben ihn die Kinder. Und Kita-Chefin Bianca Krause ist glücklich über ihre „Küchenfee“, die den Kindern viel erklärt und mit ihnen auch mal Kuchen bäckt, „mit ganz dicken Streuseln“, sagt Louis (3).

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Die dreijährige Marie und der zweijährige Milan (v. l.) haben Tischdienst, da mischt sich Manuel, der Koch, auch gar nicht ein.

Quelle: Abromeit

Wietstock. Der erste Weg führt zur Küche, und die erste Frage der Kita-Kinder im Ludwigsfelder Ortsteil Wietstock morgens heißt jeden Tag wieder: „Was gibt’s denn heute bei uns, Manuel?“ Als die MAZ zu Besuch ist in der Kita „Grashüpfer“ hieß die Antwort: „Klopse und Zaubersalat.“ „Hmmm, Zaubersalat.“ Schon erzählen’s die Knirpse weiter.

Manuel Knappe lacht, als die Kleinen nach draußen sausen. Der Zaubersalat ist fertig, knallrot und supergesund steht er in Schälchen bereit – frische Rote Bete und Äpfel. Beides geraspelt vermischt, ohne jeden Zusatz. „Man muss sich immer was einfallen lassen. Rote Bete kennen die meisten Kinder ja noch gar nicht. Und wer sie kennt, hat von den Eltern vielleicht die üblichen Vorbehalte. Also Zaubersalat“, erklärt der Mann aus Trebbin, der weit und breit einzige Kita-Koch.

Er liebt seine Arbeit. Und die Kinder lieben ihn. „Wir ihn auch“, sagt Kita-Chefin Bianca Krause, „das war ein Glücksfall für uns. Wir brauchen uns um nichts zu kümmern. Einkauf, Speisepläne, den Kindern was erklären – das klappt wunderbar.“ Bianca Krause leitet die Kita seit sechs Jahren, alle 29 Plätze sind belegt. Kinder aus Wietstock, Löwenbruch, Kerzendorf und Ludwigsfelde kommen in das kleine Paradies an der Dorfaue im hinteren Flügel vom Dorfgemeinschaftshaus. Betreut werden sie in drei Gruppen, die Jüngsten ein Jahr alt, die Ältesten haben vor der Einschulung gerade ihre Nacht als Kita-Abschied hinter sich. Wer bei den „Grashüpfern“ war, kennt sich mit den wichtigsten Gartenkräutern aus und weiß, wie man Obst verarbeitet. Manuel Knappe lacht. „Wenn hier schon ein Koch ist, dann muss er doch auch ein bisschen was vermitteln“, meint er. Sagt es und schiebt den Wagen mit den großen Edelstahlschüsseln und dem Zaubersalat zur mittleren Gruppe.

Da hat Milan heute Tischdienst, mit zweieinhalb Jahren der Jüngste in der Runde. Erzieherin Janine Weber bittet ihn, den Tisch zu decken. Milan holt Teller, Messer und Gabel aus dem Regal, stellt und legt alles auf die großen angeklebten Buchstaben, jedes Kind hat seinen Platz. Beim Tee-Eingießen hilft Maria (3). Sorgfältig füllt sie jeden Becher. Und Milan trägt ein Schüsselchen Zaubersalat an jeden Platz. Dann gehen Klopse- und Kartoffelschüssel reihum, Milan und Marie füllen die Teller. Die Kinder wünschen sich „Guten Appetit“, dann ist’s ruhig. Der Koch geht zur nächsten Gruppe. Erzieherin Janine Weber hilft nur dort, wo’s gar nicht geht. Kleckern ist nicht schlimm. „Das kann man alles waschen“,sagt sie.

Der Koch hat derweil die Küche aufgeräumt und abgewaschen. Rundherum sind Fenster, so ist er nicht abgeschnitten vom Kita-Treiben außerhalb der Küche. „Mein Aquarium“, sagt er lachend und stellt die letzten Töpfe sauber in den Schrank, bis er sie morgen wieder braucht. „Den Kindern schmeckt’s, das ist das Wichtigste“, sagt der 36-Jährige. Dann hat er Zeit, den Kita-Garten zu zeigen. „Oh, die Bohnen sind fast reif. Die werden wir dann in den nächsten Tagen gemeinsam ernten.“ Doch vorher müssen die Johannisbeeren vom Strauch, sie sind reif. „Beerenkuchen backen wir“, erklärt Louis, „mit ganz dicken Streuseln obendrauf.“ Auch Manuel Knappe freut sich aufs Backen. Doch erst mal fährt er nach Haus, zum eigenen Kind, dem fünf Monate alten Töchterchen.

Von Jutta Abromeit

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