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Teltow-Fläming Maroder Wohnblock wird abgerissen
Lokales Teltow-Fläming Maroder Wohnblock wird abgerissen
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00:36 15.03.2018
Der Wohnblock in der Blankenseer Chaussee in Glau wird im Auftrag der Johannischen Kirche abgerissen. Quelle: Elinor Wenke
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Glau

In der Friedensstadt Glau rummst und staubt es zurzeit gewaltig. In der Blankenseer Chaussee wird der leerstehende Wohnblock mit der Hausnummer 42 bis 44 abgerissen. Mitarbeiter des Berliner Baustoffaufbereitungs- und Entsorgungsunternehmens RWG I haben den Auftrag von der Johannischen Kirche übernommen.

Mit seinem Riesenrüssel gräbt sich der Bagger ins Bauwerk. Quelle: Elinor Wenke

Am Freitag wurden Probearbeiten vorgenommen, am Montag früh ging der Abriss richtig los. Stück für Stück frisst sich der 70 Tonnen schwere Bagger mit seinem Riesenrüssel wie ein gefräßiges Raubtier in das Bauwerk, trägt Wände, Decken und ganze Geschosse ab. Zum Teil sind noch die alten Zimmerfarben zu erkennen. Unten türmt sich inzwischen ein großer Berg mit Bauschutt. Direkt neben dem Bauzaun verläuft die Straße. Einige neugierige Autofahrer beobachten den Abriss; Bauarbeiter achten darauf, dass niemand der Baustelle zu nahe kommt.

Die Plattenbauten waren in den siebziger Jahren für sowjetische Offiziersfamilien gebaut worden, die damals in Glau stationiert waren. Der Block bot insgesamt 36 Wohnungen – jeweils zwölf in drei Aufgängen. In den neunziger Jahren zogen die sowjetischen Truppen ab.

Vom alten Block ist in wenigen Tagen nichts mehr zu sehen. Quelle: Elinor Wenke

„Bis zum Jahr 2001 war der Block noch von Einwohnern der Friedensstadt bewohnt“, erinnert sich Stefan Tzschentke, Leiter der Liegenschaftsverwaltung der Johanni-schen Kirche. Seitdem stand er leer und verfiel zusehens. „Wir haben lange überlegt, ob wir den Plattenbau sanieren können, und auch Experten beauftragt“, sagt Tzschentke, „aber der Aufwand wäre viel zu hoch und zu teuer gewesen. Also haben wir uns vor etwa zwei Jahren für den Abriss entschieden.“

Mit Hilfe vieler Ehrenamtlicher hat die Kirchengemeinde zunächst die Entkernung in Eigenregie übernommen. „Wir haben Stück für Stück das Dach und die Dämmwolle abgetragen und den Fußboden in Quadrate geschnitten, damit wir ihn aufnehmen können“, berichtet Tzschentke.

Johannische Kirche hofft auf Fördermittel

Was an der Blankenseer Chaussee entstehen soll, wenn die Gebäuderuine beseitigt ist, steht noch nicht fest. „Am liebsten würden wir dort neue Wohnungen bauen, wenn auch nicht mehr so einen großen Block, und wir hatten auch schon Planer dafür beauftragt“, sagt Stefan Tzschentke. Doch die Baukosten wären viel zu hoch. „Die Mieten würden nicht unter zehn Euro pro Quadratmeter liegen und das wollen wir niemandem zumuten“, sagt Tzschentke, „das wäre auch nicht im Sinne des Miteinanders in der Johannischen Kirche.“

Tzschentke und seine Kirchenkollegen hoffen stattdessen doch noch auf ein Förderprogramm für Wohnbebauung im ländlichen Raum. „Das gibt es bisher nur für Städte“, bedauert Stefan Tzschentke und ist davon überzeugt: „Der Bedarf an Wohnungen steigt gegenwärtig, wir erhalten stetig Anfragen. Auch die Stadt Trebbin würde vom Wohnungsbau in der Friedensstadt profitieren.“

Von Elinor Wenke

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