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Teltow-Fläming Mehr Flächen für Sprayer
Lokales Teltow-Fläming Mehr Flächen für Sprayer
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05:10 15.08.2014
Die Säulen der Autobahnbrücken in Ludwigsfelde werden jedes Jahr beim Graffiti-Open-Air neu gestaltet. Quelle: Lars Sittig
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Ludwigsfelde

Das Graffiti-Open-Air 2014 in Ludwigsfelde bekommt eine ganz eigene Facette: Es steigt nicht nur die Teilnehmerzahl von 40 Künstlern auf eine neue Rekordhöhe, es gibt auch ausnahmsweise rund 200 Quadratmeter Betonfläche mehr zum Besprühen.

Ludwigsfelde erarbeitet sich gerade einen Namen als Graffiti-Stadt. Dort sind die Wände der Autobahnunterführung an der Potsdamer Straße und am Ostverbinder ansprechend und ortsspezifisch gestaltet oder Graffiti-Künstler das erste City-WC am Bahnhof verzierte. Herumgesprochen hat sich inzwischen vor allem das jährliche Graffiti-Open-Air, bei dem jährlich die 40 Autobahnstelzen unter den beiden Fahrbahn-Brücken des Berliner Südrings neu gestaltet werden. Das ist etwas Besonderes, weil ansonsten Bauten, die dem Bund gehören, kaum angetastet werden dürfen.

Legale Sprühfläche des Bundes

Das Event entstand vor ein paar Jahren aus dem Ärgernis, dass diese Mammutsäulen laufend besprüht wurden und der Bund hohe Beseitigungskosten zu tragen hatte. Man erklärte sie einfach zur legalen Sprühfläche. Hobby-Sprayer aus Ludwigsfelde, die sich 2009 und 2010 profilierten, gehören heute zu den gefragten Leuten der Szene und müssen bezahlt werden. „Auf diese Art und Weise hat die Stadt einigen schon zu einem zweiten Broterwerb verholfen“, erzählen die beiden Initiatoren. Das sind im Rathaus Fachbereichsleiter Torsten Klaehn und die Ludwigsfelder DRK-Jugendkoordinatorin Marion Krawieliecki. „Steffen Schade und Oliver Bock zum Beispiel sind zwei junge Männer aus Ludwigsfelde, die in der Szene inzwischen überregional bekannt sind“, sagt Krawieliecki.

Party an der Autobahn

  • Das Graffiti-Open-Air an der Autobahn ist für den 23. August von 16 bis 3 Uhr angemeldet. Die Sprayer sind bei Live-Musik bis Mitternacht zu erleben, unter anderem zu den Klängen der europaweit angesagten Gala- und Partyband Flashback. Außerdem gibt es einen großen Kinder-Graffiti-Workshop unter dem Motto „Graffitis machen graue Wände lebendig“.
  • Mehr Informationen zum Graffiti-Open-Air 2014 stehen unter www.ludwigsfelde.de/Startseite/Ludwigsfelde_erleben/Events/Graffiti-open-air

50.000 Euro für die neue Wandgestaltung

Genau diese beiden sind es auch, die jetzt die zusätzliche Fläche an der Unterführung in Bahnhofsnähe zwischen den beiden Kreisverkehren gestalten. „Dort waren jetzt sowieso Instandhaltungsmaßnahmen nötig, weil der Beton rissig war“, erklärt Klaehn.

Fachbereichsleiter Torsten Klaehn von der Stadt und die DRK-Jugendkoordinatorin Marion Krawieliecki an der Unterführung. Quelle: Abromeit

Nun sind wegen des Ludwigsfelder Rufs als Graffiti-Metropole im Land sogar zwei Ministerien, der Landesbetrieb Straßenwesen und die Bahn mit im Boot. Gemeinsam mit der Stadt bringen alle miteinander die mehr als 50.000 Euro für die neue Wandgestaltung der Rad-/Fußwegseite auf. „Der Landesbetrieb zum Beispiel grundiert die Fläche gleich, das erleichtert den Künstlern die Arbeit schon ganz wesentlich“, sagt der Fachbereichsleiter. Für die Unterführungswand standen etliche Bilder-Entwürfe zur Auswahl, etwa eine Zug-Szene oder einen Blick von oben auf einen S-Bahnhof.

Entschieden hatten sich die Veranstalter für die Ansicht eines Geschäftes, vor dem ein Motorroller Marke „Pitty“ steht, und eine Straßenszene. Diese Bilder gestalten Steffen Schade und Oliver Bock ab Freitagabend. Mit Hilfe von Projektoren fangen sie mit den Umrissen an. Dann wird straff gearbeitet, „aber fertig werden die beiden ganz bestimmt erst in den zwei Wochen danach“, sagt Torsten Klaehn.

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Von Jutta Abromeit

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