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Mehr Lohn, aber immer weniger Mitglieder

Volkssolidarität Brandenburg Mehr Lohn, aber immer weniger Mitglieder

Viele Mitglieder treten aus, ziehen weg oder sterben, Ortsverbände lösen sich auf – aber die Volkssolidarität Brandenburg will investieren. Das ist eines der Ergebnisse der Landesdelegiertenkonferenz vom Sonnabend in Luckenwalde.

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Doreen Schulze und Bernd Niederland.

Quelle: Foto: Degener

Luckenwalde. Tarifverhandlungen und eine Ausweitung der sozialen Dienste hat die brandenburgische Volkssolidarität auf ihrer Landesdelegiertenkonferenz am Sonnabend in Luckenwalde beschlossen. „Die Investitionen in unser Personal stehen jetzt an erster Stelle“, sagte Landesgeschäftsführerin Roswitha Orban. Nach Warnstreiks von Kita-Personal in der Uckermark sollen im Mai Tarifverhandlungen beginnen. Das werde laut Orban „eine Herausforderung für den Verband“, der Mühe habe seine Geschäftsstellen und Begegnungsstätten zu finanzieren.

Im Regionalverband Fläming-Elster hat die Volkssolidarität etwa 120 Mitarbeiter, sie betreibt in Teltow-Fläming zwei Kitas, einen Hort und eine Sozialstation in Luckenwalde, sowie jeweils eine Begegnungsstätte in Jüterbog und Luckenwalde. Die Geschäftsführerin des Regionalverbands Fläming-Elster, Doreen Schulze, begrüßte die neue Ausrichtung: „Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber sein“, sagte sie. Künftig wolle sie in der Region verstärkt palliative Pflege anbieten und mit besseren Löhnen Fachkräfte für die Volkssolidarität werben.

Bernd Niederland wurde von den Delegierten zum Vorsitzenden des Verbandsrats gewählt, einem neuen Kontrollgremium des Landesvorstands. In seiner Rede wies Niederland auf den starken Mitgliederschwund seit Erhöhung der Mindestbeiträge und den immer höheren Altersdurchschnitt der Mitglieder hin. Im Regionalverband Fläming-Elster hat die Volkssolidarität allein seit Jahresbeginn 174 ihrer 2130 Mitglieder durch Austritt, Wegzug oder Tod verloren. Die Ortsgruppen in Dümde, Lüdersdorf, Gottow und Zossen haben sich aufgelöst.

Von Peter Degener

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