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Teltow-Fläming Mehr Patienten in Krankenhäusern
Lokales Teltow-Fläming Mehr Patienten in Krankenhäusern
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09:23 09.09.2017
Mehr Patienten, aber kürzere Verweildauer: Die Patientenzahlen in Kliniken in Dahmeland-Fläming steigen. Quelle: Gerlinde Irmscher
Dahmeland-Fläming

Die Zahl der vollstationären Behandlungsfälle in Krankenhäusern der Region Dahmeland-Fläming steigt weiter an. Zu diesem Ergebnis kommt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg in einer Datenerhebung für das Jahr 2016. Damit folgt Brandenburg dem bundesweiten Trend.

In jenem Jahr wurden in Brandenburger Krankenhäusern 571 996 Patienten behandelt. Nach Informationen des Amtes für Statistik entspricht das einer Steigerung in Brandenburg von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Aus den Landkreisen Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming sind sechs Krankenhäuser in die Statistik aufgenommen worden. Im vergangenen Jahr gab es in der Region demnach insgesamt 60 418 Patienten, vollstationäre Betten boten Platz für 1506 Patienten. Die Bettenauslastung lag dabei mit 82,1 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt von 77,8 Prozent. Im gesamten Bundesland Brandenburg stieg der Durchschnitt um 0,7 Prozent auf 80,1 Prozent an. Die 56 Brandenburger Krankenhäuser verfügten im Jahr 2016 mit insgesamt 15 291 Betten über geringfügig weniger Betten als 2015.

Deutliche Steigerung der Patientenanzahl

„Es gibt eine deutliche Steigerung der Patientenanzahl“, bestätigt Ragnhild Münch, Sprecherin des Achenbach-Krankenhauses in Königs Wusterhausen. Den großen Anstieg sieht sie auch darin begründet, dass im vergangenen Jahr so viele Kinder geboren wurden wie schon lange nicht mehr. Bereits 2015 gab es einen „Babyboom“ und auch in diesem Jahr wurden im Achenbach-Krankenhaus bereits mehr als 500 Kinder geboren. Dazu komme der demografische Wandel.

Das Klinikum Dahme-Spreewald – dazu gehören Einrichtungen in Königs Wusterhausen und Lübben – hat nach Informationen der Krankenhaus-Sprecherin im Jahr 2016 insgesamt 64 600 ambulante und 25 871 stationäre Patienten aufgenommen. Im Vorjahr waren es ambulant noch 60 700 und stationär 25 009 gewesen. Die Zahl der ambulanten Patienten im Achenbach-Krankenhaus stieg zwischen 2015 und 2016 von 38 400 auf 40 900. Auch bei den stationären Aufenthalten gibt es ein Plus von 450 Patienten. In der Spreewaldklinik Lübben gab es im vergangenen Jahr 23 700 ambulante Patienten, im Jahr davor 22 290, stationär wurden dort im vergangenen Jahr 350 Patienten mehr behandelt als 2015.

„Das Wachstum der Geburtenrate ist sehr erfreulich, und zugleich nimmt die Lebenserwartung der Menschen immer mehr zu“, sagt Münch. Ein Mädchen, das heute geboren werde, habe mittlerweile eine Lebenserwartung von etwa 100 Jahren. Besonders die „jungen Alten“ zwischen 60 und 70 Jahren seien außerdem heutzutage hochgradig mobil und fit.

Durchschnittliche Verweildauer in Krankenhäusern sinkt

„Dass ein Patient mehr als eine Woche im Krankenhaus bleibt, ist mittlerweile eher die Ausnahme“, sagt Münch. Gerade nach orthopädischen Eingriffen sei die zeitnahe Mobilisierung ein großes Thema, auch im Wochenbett nach der Geburt ihrer Kinder blieben viele Patientinnen nur noch zwei bis drei Tage. Zu ambulanten Operationen kämen viele Leute morgens ins Krankenhaus, am Nachmittag würden sie bereits wieder abgeholt.

Die durchschnittliche Verweildauer in Krankenhäusern der Landkreise Dahmeland-Spreewald und Teltow-Fläming habe im Jahr 2016 bei 7,5 Tagen gelegen, teilte Bettina Pilot vom Amt für Statistik mit. 449 Ärzte und 1107 Pflegekräfte versorgten die Patienten 2016 in den sechs statistisch erfassten Krankenhäusern in den beiden Landkreisen. „Von insgesamt 276 Ausbildungsplätzen absolvierten 254 Auszubildende die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger“, sagte Pilot. Die größte Berufsgruppe im Krankenhaus bilden mit Abstand die Pflegekräfte, sagte Münch, gefolgt von Funktionsdiensten, Ärzten und Verwaltungsmitarbeitern.

Von Christina Koormann

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