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Mehr Shopping-Angebote in der Altstadt

Einzelhandel in Jüterbog Mehr Shopping-Angebote in der Altstadt

Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich Stadtverwaltung und Investor Mario Felgentreu auf ein erweitertes Einkaufszentrum in der Altstadt geeinigt. Rewe, Rossmann und Kik sollen sich vergrößern können, Aldi soll eine neue Filiale erhalten. Die Fertigstellung ist bis 2019 geplant.

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Mario Felgentreu, Investor und Projektentwickler.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Nach jahrelangen Verhandlungen hat sich die Stadt Jüterbog mit dem Immobilien-Kaufmann Mario Felgentreu auf die Neuerrichtung von zwei Supermärkten am Einkaufszentrum zwischen der Großen Straße und der Straße Hinter der Mauer geeinigt. Am Mittwoch stimmte der Bauausschuss einstimmig mehreren Verwaltungsvorlagen zu, die einen städtebaulichen Vertrag und Änderungen im Bebauungsplan und Flächennutzungsplan der Stadt ermöglichen sollen. Nun muss nur noch die Stadtverordnetenversammlung zustimmen, um den Weg für das Projekt freizumachen.

Investitionssumme: acht bis zehn Millionen Euro

Zwischen acht und zehn Millionen Euro will Felgentreu nach eigenen Angaben bis 2019 investieren. Geplant ist eine Art Ringtausch der bereits ansässigen Märkte in neuen und bestehenden Gebäuden. Der Supermarkt Rewe soll in einem Neubau auf dem Standort des alten AOK-Gebäudes 1600 statt bisher 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche erhalten. In die alte, dann umgebaute Rewe-Filiale ziehen anschließend die Drogerie Rossmann und der Bekleidungshändler Kik. Als neuer Mieter soll ein Supermarkt der Aldi-Kette an der Straße Hinter der Mauer hinzukommen.

Bürgermeister: „Investor hat sich mehrfach umentschieden.“

„Das wird die Altstadt bereichern und Leute anziehen, wovon auch Einzelhändler profitieren“, sagt Felgentreu. In diesem Punkt ist er sich mit Bürgermeister Arne Raue (parteilos) einig, der sagt, dass man einen „Magneten“ im Stadtzentrum brauche. Der Bürgermeister kritisiert jedoch die langjährigen Verzögerungen des Projekts: „Die derzeitige Infrastruktur der Supermärkte ist schon lange nicht mehr zeitgemäß, aber wir könnten locker ein Jahr weiter in der Planung sein. Die Verwaltung hat das Projekt sehr fürsorglich begleitet, der Investor hat sich aber mehrfach umentschieden, so dass wir jedes Mal von vorn beginnen mussten“, begründet Raue das lange dauernde Verfahren.

Investor: Knackpunkt war die Frage der Planungshoheit

Verzögert wurde die Einigung laut Felgentreu vor allem durch die Frage, wer Herr des Entwicklungsverfahrens sein soll. Der jetzt ausgehandelte Vertrag sieht vor, dass dies nicht die Stadt, sondern der Investor ist. Dafür hat sich Felgentreu zur Übernahme aller Kosten für Planung und Gutachten sowie einen städtebaulichen Wettbewerb verpflichtet.

Schon seit 2009 verfolgt er die Idee, das bisherige Einkaufszentrum zu erneuern und zu vergrößern. Er hatte 1998 die derzeitigen Märkte errichtet und seitdem immer wieder Teilflächen in dem Quartier erworben – zuletzt das frühere AOK-Gebäude, das seit kurzem als Notunterkunft für Flüchtlinge dient. Durch diese bis Ende 2017 befristete Zwischennutzung kann das Projekt nicht sofort umgesetzt werden. Erst, wenn die Unterkunft abgerissen ist, kann in einem ersten Bauabschnitt der neue Rewe-Markt gebaut werden. Der Zeitplan sieht eine Eröffnung im Herbst 2018 vor. Im Laufe des Jahres 2019 sollen dann auch Rossmann und Kik umgezogen sein und Ende 2019 der neue Aldi-Markt fertiggestellt sein.

Städtebaulicher Wettbewerb geplant

Die Zeit bis dahin will Felgentreu nutzen, um die Planung abzuschließen, die ersten Abrisse und archäologische Untersuchungen durchzuführen. In einem städtebaulichen Wettbewerb sollen drei Architekturbüros Entwürfe liefern. Zu den ungeklärten Fragen zählt vor allem die Zufahrt von der Großen Straße aus. Dort würde Felgentreu gern eine historisierende Fassade errichten, die im Erdgeschoss als Zufahrt in den Hof dient. „Da sind viele Abstimmungen, vor allem mit dem Denkmalschutz, notwendig“, sagt der Immobilien-Kaufmann.

Von Peter Degener

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