Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Mehr als 20 Löschwasser-Stellen fehlen
Lokales Teltow-Fläming Mehr als 20 Löschwasser-Stellen fehlen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:20 24.04.2016
Nico Rudolph hat den Bedarf der Feuerwehr analysiert. Quelle: Peter Degener
Anzeige
Hohenseefeld

Nico Rudolph ist erst seit wenigen Monaten im Amt, aber im Gemeindeentwicklungsausschuss hat der Gemeindewehrführer von Niederer Fläming am Donnerstag die derzeitige Situation der Freiwilligen Feuerwehren nicht nur analysiert, sondern dabei einige teils unbekannte Probleme aufgezeigt. Seine Präsentation zu Technik, Gebäuden, Personal, Löschwasserversorgung und Einsatzbereitschaft der Wehren sorgte im Ausschuss für Erstaunen.

Oft sind es Details, welche die Gemeinde in Angriff nehmen muss. So empfiehlt Rudolph die Ausstattung aller elf Gerätehäuser mit Faxanschlüssen, damit die Kameraden die Alarmfaxe mit wichtigen Zusatzinfos überhaupt bekommen. In Hohenseefeld und Werbig müsste ein Internetanschluss her, weil diese Standorte bei großen Schadenslagen als Einsatzzentralen vorgesehen sind. In einigen Gebäuden gibt es nicht einmal Waschbecken, um sich nach dem Einsatz die Hände zu waschen.

Stellplätze entsprechen nicht den Unfallverhütungsvorschriften

An fünf Gerätehäusern sind zudem bauliche Veränderungen nötig, weil die immer größeren modernen Autos zwar darin parken können – doch die zu engen Stellplätze entsprechen nicht den Unfallverhütungsvorschriften. Zu den „Sorgenkindern“ von Rudolph gehören die Häuser in Hohenahlsdorf, Meinsdorf, Riesdorf und Sernow. In Hohenseefeld müssen dringend Parkplätze für die Kameraden geschaffen werden. Trotz großer Investitionen in den vergangenen Jahren müssen mindestens vier Fahrzeuge bald ersetzt werden, die teils bereits mehr als 40 Jahre im Einsatz sind.

Die Löschwasserversorgung sieht Rudolph trotz einiger 2016 geplanter Brunnenbohrungen in nur neun der 23 Ortsteilen gesichert. Rund 20 Löschwasser-Entnahmestellen fehlen demnach, um die Orte abzudecken. „Sehr dringend“ sei die Situation in Nonnendorf, Schlenzer und zum Erstaunen des Ausschusses auch in Werbig – vor allem am Campus der Generationen. „Die Löschwassermenge des Brunnens an der Schule reicht nicht aus“, sagte Rudolph. Dabei wurde dieser Brunnen eigens zu diesem Zweck gebohrt. Bürgermeister David Kaluza (parteilos) kündigte eine Prüfung an.

Unterschiedliche Entwicklung beim Personal

Beim Personal gibt es unterschiedliche Entwicklungen – während Gräfendorf und Hohenseefeld dank Nachwuchsabteilungen eine gute Perspektive haben, gefährdet die starke Überalterung der Wehren in Körbitz, Kossin, Riesdorf und Weißen deren Mindeststärke. Bei der Einsatzbereitschaft sieht es ähnlich aus: Am Wochenende und nachts gibt es kein Problem, doch tagsüber ist allein Hohenseefeld einsatzbereit. „Es gibt ein Mentalitätsproblem bei der Bevölkerung. Man ruft 112 und irgendjemand kommt“, sagte Rudolph. Dass es die Nachbarn sind, die sich in der Feuerwehr engagieren, sei den meisten nicht bewusst.

Von Peter Degener

Verfaulte Bänke, fehlende Wegweiser und eine einsturzgefährdete Hütte: Wenn entlang des Rundwegs um den Genshagener Busch nicht bald etwas passiert, dann war’s das mit dem Wanderspaß bei Ludwigsfelde. Die Genshagener wollen ihren Wanderweg retten und fordern dafür Unterstützung von der Stadt.

24.04.2016

Der Luckenwalder Wolfgang Götze spielte früher bei den „Raben“. Die Band fuhr zu den Auftritten mit einem BMW. Er hatte damals noch keinen Führerschein, wünschte sich aber immer, damit fahren zu können. Was ihm als Jugendlicher verwehrt blieb, erfüllte sich jetzt. Im Internet entdeckte er einen alten BMW, den er mit Freunden aufmöbelte.

24.04.2016

Puhdys-Sänger Dieter „Maschine“ Birr ist noch lange nicht in der Rockerrente angekommen. In Langenlipsdorf plauderte er jetzt aus seinem bewegten Leben als Rocker in der DDR und nach der Wende – und natürlich spielte er auch einige Songs.

24.04.2016
Anzeige