Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Mehr als 20 Löschwasser-Stellen fehlen

Brandschutz in Niederer Fläming Mehr als 20 Löschwasser-Stellen fehlen

Der Gemeindewehrführer von Niederer Fläming hat Personal, Technik und Löschwasserversorgung der Freiwilligen Feuerwehren analysiert und dabei einige bislang unbekannte Probleme entdeckt. Eine böse Überraschung ergab die Versorgung mit Löschwasser beim Campus der Generationen in Werbig.

Voriger Artikel
Genshagen will Wanderroute retten
Nächster Artikel
Mann von Radlader eingeklemmt

Nico Rudolph hat den Bedarf der Feuerwehr analysiert.

Quelle: Peter Degener

Hohenseefeld. Nico Rudolph ist erst seit wenigen Monaten im Amt, aber im Gemeindeentwicklungsausschuss hat der Gemeindewehrführer von Niederer Fläming am Donnerstag die derzeitige Situation der Freiwilligen Feuerwehren nicht nur analysiert, sondern dabei einige teils unbekannte Probleme aufgezeigt. Seine Präsentation zu Technik, Gebäuden, Personal, Löschwasserversorgung und Einsatzbereitschaft der Wehren sorgte im Ausschuss für Erstaunen.

Oft sind es Details, welche die Gemeinde in Angriff nehmen muss. So empfiehlt Rudolph die Ausstattung aller elf Gerätehäuser mit Faxanschlüssen, damit die Kameraden die Alarmfaxe mit wichtigen Zusatzinfos überhaupt bekommen. In Hohenseefeld und Werbig müsste ein Internetanschluss her, weil diese Standorte bei großen Schadenslagen als Einsatzzentralen vorgesehen sind. In einigen Gebäuden gibt es nicht einmal Waschbecken, um sich nach dem Einsatz die Hände zu waschen.

Stellplätze entsprechen nicht den Unfallverhütungsvorschriften

An fünf Gerätehäusern sind zudem bauliche Veränderungen nötig, weil die immer größeren modernen Autos zwar darin parken können – doch die zu engen Stellplätze entsprechen nicht den Unfallverhütungsvorschriften. Zu den „Sorgenkindern“ von Rudolph gehören die Häuser in Hohenahlsdorf, Meinsdorf, Riesdorf und Sernow. In Hohenseefeld müssen dringend Parkplätze für die Kameraden geschaffen werden. Trotz großer Investitionen in den vergangenen Jahren müssen mindestens vier Fahrzeuge bald ersetzt werden, die teils bereits mehr als 40 Jahre im Einsatz sind.

Die Löschwasserversorgung sieht Rudolph trotz einiger 2016 geplanter Brunnenbohrungen in nur neun der 23 Ortsteilen gesichert. Rund 20 Löschwasser-Entnahmestellen fehlen demnach, um die Orte abzudecken. „Sehr dringend“ sei die Situation in Nonnendorf, Schlenzer und zum Erstaunen des Ausschusses auch in Werbig – vor allem am Campus der Generationen. „Die Löschwassermenge des Brunnens an der Schule reicht nicht aus“, sagte Rudolph. Dabei wurde dieser Brunnen eigens zu diesem Zweck gebohrt. Bürgermeister David Kaluza (parteilos) kündigte eine Prüfung an.

Unterschiedliche Entwicklung beim Personal

Beim Personal gibt es unterschiedliche Entwicklungen – während Gräfendorf und Hohenseefeld dank Nachwuchsabteilungen eine gute Perspektive haben, gefährdet die starke Überalterung der Wehren in Körbitz, Kossin, Riesdorf und Weißen deren Mindeststärke. Bei der Einsatzbereitschaft sieht es ähnlich aus: Am Wochenende und nachts gibt es kein Problem, doch tagsüber ist allein Hohenseefeld einsatzbereit. „Es gibt ein Mentalitätsproblem bei der Bevölkerung. Man ruft 112 und irgendjemand kommt“, sagte Rudolph. Dass es die Nachbarn sind, die sich in der Feuerwehr engagieren, sei den meisten nicht bewusst.

Von Peter Degener

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg