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Teltow-Fläming Mehr als nur schießen
Lokales Teltow-Fläming Mehr als nur schießen
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00:20 06.01.2018
Bogenschießen im Haus Sonnenschein in Luckenwalde Quelle: foto: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Es ist ein ungewöhnliches Bild im Haus Sonnenschein in der Schützenstraße in Luckenwalde: Alle Stühle und Tische sind zur Seite geräumt. An ihrer Stelle montiert Juliane Eichler jeden Dienstag ein Pfeilnetz an die Decke und stellt die Zielscheibe auf. Die 37-Jährige bietet Bogenschießen an. Dabei geht es nicht nur um Sport, sondern um meditatives Bogenschießen. „Wir versuchen schon die Scheibe zu treffen, aber das steht nicht im Vordergrund“, sagt sie.

Die gebürtige Berlinerin, die seit ihrem sechsten Lebensjahr in Blankenfelde und Rangsdorf wohnt, kam durch ein privates Projekt zum Bogenschießen. Als erstes lernte sie, wie man selbst einen Bogen baut. Davor konnten sie weder mit Bogenbauen noch mit Bogenschießen etwas anfangen. „Es war, als hätte ich einen Teil von mir neu entdeckt,“, sagt Juliane Eichler. In verschiedenen Kursen eignete sie sich viele weitere Fähigkeiten an. „Bogenschießen ist nicht wie Boxen. Es führt dazu, dass man selbst zur Ruhe kommt und sich auf das besinnt, was einem beschäftigt“, sagt sie. Da es in den Wintermonaten zu kalt ist um draußen zu schießen, war sie froh, dass ihr das Haus Sonnenschein zur Verfügung gestellt wurde. Künftig will sie ihre Kurse nach Zielgruppen teilen und auch einen für junge Mädchen anbieten.

Vor jedem Training steht eine kurze Mediation sowie Erwärmung auf dem Programm. „Wichtig erstmal bei sich anzukommen und sich selbst wahrzunehmen“, erklärt die Fachfrau. Der Vorteil in einem Haus ist, dass man nicht durch Geräusche wie Verkehrslärm abgelenkt ist. Die Teilnehmer im Alter von 14 bis 50 Jahren kommen aus Luckenwalde, Jüterbog, Berlin und Umgebung. Einige haben bei Juliane Eichler gelernt, wie man einen Bogen baut. Die meisten bringen Pfeil und Bogen mit. Ansonsten hat die gelernte Krankenschwester und Heilpraktikerin für Psychotherapie alles dabei. Auch Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung können mitmachen. „Wer Interesse hat, kommt einfach“, so Eichler. Jeder Kurs dauert inklusive Pause zweieinhalb Stunden. Bevor ein Pfeil abgeschossen wird, muss der Bogen mehrmals vorsichtig gespannt werden. „Wenn jemand feststellt, dass sein Stand wacklig ist, dann trifft es vermutlich auch für das Leben zu“, fügt sie hinzu.

Ihr Kurs kommt an: Manuela Janitschke aus Jüterbog durfte unter Aufsicht ihres Opas schon als Kind mit der Knicker schießen. Auch im Schulsport erwies sie sich als gute Schützin. Im Bogenschießen sieht sie auch gesundheitliche Vorteile. „Als ich von dem Kurs erfahren habe, wollte ich es ausprobieren. Mir gefällt die Atmosphäre und das Zwischenmenschliche.“

Weitere Infos: 01 76/31 31 13 52

Von Margrit Hahn

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