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„Mein Herz schlägt kommunal“

Frank Gerhard präsentierte sich beim SPD-Neujahrsempfang in Rangsdorf öffentlich als Landratskandidat „Mein Herz schlägt kommunal“

Seit wenigen Tagen erst ist die Landratskandidatur des SPD-Landkreis-Vorsitzenden Frank Gerhard offiziell, schon rührte Ludwigsfeldes Bürgermeister beim Neujahrsempfang der SPD in Rangsdorf öffentlich die Werbetrommel für die direkte Wahl in elf Wochen.

RANGSDORF. . Zeitgleich stellte der amtierende Bundestagsabgeordnete Peter Danckert mit Tina Fischer seine Nachfolgerin für die SPD-Kandidatur zum Bundestag den Genossen und interessierten Gästen in Rangsdorf vor.

Mit einigen Dutzend Bürgern und Parteimitgliedern fand sich gestern in der Cafeteria der Rangsdorfer ASB-Seniorenresidenz eine kleine Schar Neugieriger zusammen, die auf Einladung von Detlef Schlüpen, dem Vorsitzenden der SPD in Rangsdorf, den Worten der beiden Partei-Hoffnungsträgern Frank Gerhard und Tina Fischer lauschen wollten.

„Wir hier in Rangsdorf unterstützen die Kandidatur von Frank Gerhard ganz nachdrücklich“, betonte Schlüpen in seinem Grußwort. Applaus brandete dem bislang einzigen SPD-Kandidaten für den Posten des Landrats entgegen. Große Versprechen will dieser dennoch keine machen: „Ich will keine Wohltaten ankündigen“, betonte Gerhard. „Doch eines läge mir wirklich sehr am Herzen: Die Haushaltslage konsequent, offen und transparent zu verbessern.“ Ein Freund der aktuell diskutierten Kreisgebietsreform in Brandenburg sei er dennoch nicht. „Ich bin gegen Zwangseingemeindungen“, so Gerhard, „mein Herz schlägt nun mal kommunal. Der Landkreis muss sich in seiner Rolle als Partner der Kommunen sehen.“ Abschließend appellierte Gerhard an seine Gäste, von ihrem Wahlrecht bei der Direktwahl Gebrauch zu machen. Das Quorum von 15 Prozent Bürgerbeteiligung für eine Direktwahl sei eine hohe Hürde, betonte Gerhard.

Auch Tina Fischer, zurzeit Staatssekretärin in der brandenburgischen Landesregierung und langjährige Mitarbeiterin von Peter Danckert, kündigte an, wo sie ihre politischen Schwerpunktthemen sieht. Sie wolle sich, falls sie im September in den Bundestag gewählt werde, insbesondere für den Mindestlohn einsetzen, Altersarmut bekämpfen und für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie eintreten. Letzteres verstehe sie nicht nur als „Mutter-Kind-Politik“. Wichtig sei auch, dass pflegende Angehörige einen gesetzlichen Anspruch erhielten, sich wie bei der Elternzeit eine Pflegeauszeit zu nehmen.

Ein weiteres zentrales Thema sei für Fischer eine bundesweite Umlagefinanzierung der Energiepreise: „Es kann nicht sein, dass Länder wie Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern, die viel für erneuerbare Energien tun, alles alleine zahlen müssen“, so Fischer.

Den SPD-Neujahrsempfang nutze Tina Fischer auch, um mit den Rangsdorfern ins Gespräch zu kommen. Themen wie die Schulsozialarbeit am Rangsdorfer Gymnasium seien aufgrund der gehäuften Selbstmorde unter dortigen Schülern in den vergangenen Jahren ein wichtiger Punkt, in dem sie aktiv werden wolle.

Auch den bereits lange angestrebten Tunnelbau am Bahnübergang in Rangsdorf gelte es, nun endlich erfolgreich über die Bühne zu bringen. (Von Andrea Beck)

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