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Teltow-Fläming Mellenseer markieren „Baruther Linie“ neu
Lokales Teltow-Fläming Mellenseer markieren „Baruther Linie“ neu
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05:30 19.05.2016
Damit das Wandern zwischen dem Baruther Urstromtal und Berlin wieder Spaß macht: Marion Pods und Gunter Wieden. Quelle: Josefine Sack
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Am Mellensee

Endlose Wälder, Wiesen und Felder – wer Spaß am Wandern hat, ist im Fläming richtig aufgehoben. Mit zehn örtlichen Routen und drei Fernwanderwegen, die teilweise auch radfahrtauglich sind, hat die Gemeinde Am Mellensee das vermutlich dichteste Netz an ausgewiesenen Wanderwegen im Landkreis Teltow-Fläming.

Auf einigen Routen mussten Wanderer zuletzt allerdings gut aufpassen, um in der Natur nicht verloren zu gehen. Insbesondere auf dem 2008 eröffneten Wanderweg „Baruther Linie“ fehlten zahlreiche Hinweisschilder und Wegmarkierungen.

Wandern zwischen Baruther Urstromtal und Berlin:

Die „Baruther Linie“ lässt sich gut in zwei Tagesetappen wandern. Gestartet werden kann im Norden, in Blankenfelde, oder im Süden, in Baruth.

Mellensee liegt etwa auf der Hälfte der 51 Kilometer langen Route.

Etappe 1: Von Blankenfelde geht es am Glasowbach durch Erlenwälder zum Rangsdorfer See, von dort weiter über Dabendorf nach Mellensee.

Etappe 2: Der Weg führt zum Großen Wünsdorfer See und südlich von Mückendorf durch dass Baruther Urstromtal. Hinter Paplitz führt der „Fürstenweg“ zum Schloss Baruth.

Weitere Infos:
www.baruther-linie.de

Pünktlich zum Start der Haupturlaubszeit haben zwei Mellenseer das über Jahre hinweg nur schlecht ausgewiesene Wegenetz auf Vordermann gebracht. Monatelang waren Gunter Wieden, Wegewart in Mellensee, und Marion Pods, Inhaberin eines Ferienhauses, im Forst unterwegs, um die Baruther Linie bis zum Frühjahr wieder frisch zu markieren. Die regionale Wanderroute führt von Blankenfelde im Norden nach Baruth/Mark im Süden einmal durch den gesamten Landkreis.

Dass die gut 50 Kilometer lange Strecke kaum ausgeschildert ist, bemerkte Gunter Wieden, als er sich im vergangenen Jahr selbst auf den Weg machte. Würde sich der Wegewart in der Umgebung nicht so gut auskennen, wäre seine Wanderung nach Baruth wohl schon am Ortsausgang von Mellensee zu Ende gewesen. „Überall fehlten Schilder“, erinnert er sich. Die vor acht Jahren angebrachten Markierungen waren verschlissen, die Schrauben verrostet. Dass der Wanderweg, der entlang des Rangsdorfer Sees vorbei an Niedermoorgebieten mit mehr als 200 Vogelarten zum Schloss Baruth führt, zusehends verfällt, wollte Wieden nicht einfach so hinnehmen. Mit Unterstützung von Marion Pods wendete er sich im Frühjahr 2015 an den zuständigen Wegewart in der Kreisverwaltung.

Zuvor waren Pods und Wieden die gesamte Baruther Linie an zwei Tagen mit dem Rad abgefahren, um die mangelhafte Beschilderung minuziös zu dokumentieren. Das Ergebnis: An knapp 150  Stellen musste nachmarkiert werden. Sogar am Startpunkt der Tour in Blankenfelde fehlten die Schilder mit rotem Balken auf weißem Grund. Sie waren beim Bau des Parkhauses am Bahnhof abhanden gekommen und danach nicht wieder aufgehängt worden.

Nachdem der Kreiswegewart Achim Richard Wolf für rund 1700 Euro neue Schilder beschafft hatte, begannen Gunter Wiede und Marion Pods im August 2015 mit der Montage. Die letzten Plaketten befestigten sie bei Minusgraden im Februar. Außer in Wünsdorf, wo Mitarbeiter des Bauhofs Zossen Orientierungspfosten am Wegesrand setzten, schraubten die Ehrenamtler monatelang allein im Wald. „Wenn man will, dass etwas getan wird, muss man eben als Privatperson ran“, begründet Pods ihr Engagement.

Für die Pflege der Route sind die Gemeinden Blankenfelde-Mahlow, Rangsdorf, Am Mellensee, Zossen und Baruth zuständig.

Von Josefine Sack

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