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Mercedes-Werker erhalten Rekordprämie

Rekordjahr für Ludwigsfelder Autobauer Mercedes-Werker erhalten Rekordprämie

Für das Rekordjahr 2015 im Daimler-Konzern bekommen auch die Ludwigsfelder Autobauer eine Rekordprämie. Doch nach 25 Jahren gibt es nicht nur bei den Tarifen noch große Unterschiede. Auch bei der Ergebnisbeteiligung schneiden die Brandenburger mit bis zu 3000 Euro pro Nase schlechter ab als ihre Westkollegen. Die bekommen bis zu 5650Euro.

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Die Montagehalle bei Mercedes in Ludwigsfelde: An jedem Produktionstag verlassen rund 200 Transporter des Typs Sprinter das Werk.

Quelle: Jutta Abromeit

Ludwigfelde. Noch immer gibt es beim Geld riesige Unterschiede zwischen Ost und West. Der Autobauer Daimler zahlt seinen Mitarbeitern nach dem Rekordjahr 2015 auch eine Rekordprämie: Bis zu 5650 Euro erhält jeder Beschäftigte als Bonus für das gute Konzern-Ergebnis im vergangenen Jahr. Auf Nachfrage der MAZ, wie hoch die Prämie für die knapp 1900 festangestellten Mercedes-Werker in Ludwigsfelde ausfällt, kommt aus der Pressestelle in Stuttgart die Auskunft: „Die anspruchsberechtigten Mitarbeiter erhalten eine Erfolgsprämie von bis zu 3000 Euro.“

Auch das ist ein Rekord. Noch nie haben die Beschäftigten im hiesigen Autowerk in den vergangenen 25 Jahren seit Betriebsgründung 1991 solch eine hohe Beteiligungsprämie erhalten. Doch es ist gerade etwas mehr als die Hälfte der Kollegen an anderen Daimler-Standorten. Der Grund liege in der Eigenständigkeit der Mercedes Benz Ludwigsfelde GmbH (MBLU), heißt es. Derzeit rollen im Industriepark pro Tag zwischen 190 und 220 Fahrzeuge vom Band, 2015 waren es mit mehr als 53 000 so viele wie noch nie.

Diese bisher höchste Ergebnisbeteiligung für die hiesigen Autobauer übertrifft den Rekord aus dem Vorjahr noch einmal. Für 2014 waren bis zu 1750 Euro plus einem Sonderbonus von 400 Euro gezahlt worden. Wie schon bei der Umstellung auf die „intelligente Autoproduktion“, voriges Jahr zum Stadtjubiläum mit 50 Jahren Lkw-Produktion in Ludwigsfelde sowie jüngst Anfang des Monats zum Vierteljahrhundert MBLU werden die Ludwigsfelder gelobt. Geschäftsführer Sebastian Streuff sagt auch jetzt: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg. Nur mit einer engagierten und qualifizierten Mannschaft kann der Standort langfristig erfolgreich sein.“ Die Ergebnisbeteiligung sei Zeichen der Anerkennung des Unternehmens für ihren Einsatz, damit werde „die herausragende Leistung der Belegschaft 2015 honoriert“. Und Streuff betont noch einmal: „Das Mercedes-Benz-Werk Ludwigsfelde hat damit einen maßgeblichen Beitrag zu den Rekordverkäufen des Sprinters geleistet.“

Genau an dieser Argumentation stößt sich der hiesige IG-Metall-Chef Hermann von Schuckmann, vormals auch Mitglied im Gesamtvorstand der IG Metall. Er erklärt: „Es ist unglaublich, dass nach 25 Jahren die Diskriminierung der Kollegen im Osten immer noch nicht beendet ist.“ Die Produktivität der Menschen hier sei „grandios“. Allerdings sei die Belegschaft mit extensiven Arbeitszeiten auch „oft jenseits der Grenze des Zumutbaren belastet“. Die Werkleitung erwähne zwar „gern und stolz“, dass man aus dem ganzen Konzern nach Ludwigsfelde gepilgert komme um sich anzuschauen, wie man auf höchster Effizienzstufe arbeite. „Dafür die Belegschaft mit einer niedrigeren Prämie zu benachteiligen, ist beschämend“, so von Schuckmann.

Gezahlt wird die Prämie an die Ludwigsfelder Autobauer mit dem März-Gehalt, hieß es aus Stuttgart.

Von Jutta Abromeit

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