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Teltow-Fläming Mercedes erweitert Lack- und Karosseriezentrum
Lokales Teltow-Fläming Mercedes erweitert Lack- und Karosseriezentrum
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19:50 01.11.2016
Hans-Bahne Hansen (l.), MB-Vertriebsleiter Berlin, mit Ingo Kaspar, Kundendienstchef im Lack- und Karosseriezentrum Ludwigsfelde. Quelle: Jutta Abromeit
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Ludwigsfelde

In ein ganz anderes Mercedes-Werk Ludwigsfelde als die Sprinter-Produktion investiert der Daimler-Konzern jetzt: Für eine knappe Million Euro erweitert er das Lack- und Karosserie-Zentrum im Industriepark West. Dort betreibt Mercedes-Benz Berlin das bundesweit größte und modernste seiner bundesweit sieben derartigen Werke.

Bündelung an einem Standort

Bis Ende 2017 bündelt das Unternehmen nun alle Lack- und Karosseriearbeiten seiner 14 Standorte in Berlin und Brandenburg im Werk Ludwigsfelde. Das gibt es mit einer ersten Ausbaustufe und 70 Mitarbeitern an der Adolf-Rohrbach-Straße seit 1998. Inzwischen wurde es bereits erweitert, zweischichtig arbeiten dort 120 Beschäftigte, zehn Millionen Euro sind bereits investiert. „Doch jetzt ist es auch wegen der deutlich gestiegenen Umweltauflagen nicht mehr vertretbar, die aufwendige Lackier-Technik an allen Standorten separat vorzuhalten“, erklärt Hans-Bahne Hansen, Direktor des Mercedes-Benz-Pkw-Vertriebs Berlin.

Am Ludwigsfelder Standort kann jede Farbe gemischt werden. Quelle: Jutta Abromeit

Diese Bündelung heißt: Alle Pkws und Vans, die Kunden mit Lackschäden in Berliner oder Brandenburger Mercedes-Standorten abgeben, einschließlich des größten Standortes am Salzufer, werden in Ludwigsfelde neu gesprüht beziehungsweise bei gleichzeitigen Karosserieschäden repariert und gesprüht. „Wir können jede Farbe in jeder Nuance mischen“, erklärt Ingo Kaspar, Kundendienstleiter des Ludwigsfelder Werkes. Allein von der Taxi-Farbe gebe es zwölf Nuancen. Hansen ergänzt: „Mehr als 20 000 Fahrzeuge werden hier jährlich auf Hochglanz gebracht.“ Zu einem Großteil sind das auch Leasing-Rückläufer, die wieder auf Vordermann gebracht und in MB-Gebrauchtwagen-Zentren verkauft werden.

„Voll-Aluminium-Arbeitsplatz“ – einmalig in Ostdeutschland

Einmalig in den neuen Bundesländern sei ein sogenannter Voll-Aluminium-Arbeitsplatz für exclusive Modelle wie den Mercedes-Benz SLR und Maybach. Wegen der verschiedenen Oxidationsprozesse könne Aluminium nicht an anderen Metallarbeitsplätzen bearbeitet werden, so Hansen. Lackiert wird in sechs Pkw-Kabinen und einer Kabine für bis zu 18 Meter lange Lkw-Züge; „auch das ist bundesweit einmalig“, sagt Hansen. Zum Prinzip im Ludwigsfelder Werk gehöre es, am kompletten Fahrzeug zu arbeiten; so seien auch kleinste Abweichungen zu vermeiden, sagt Ingo Kaspar.

Lackier-Stand. Quelle: Jutta Abromeit

Die Firma ist bei der Karosserieinstandsetzung auch Partnerbetrieb für Bundeswehr und Deutsche Post. „Bei allen Aufträgen sind wir typenoffen“, erläutert Kundendienstchef Kaspar. So hätten seine Mitarbeiter auch schon Teile eines Privatjets lackiert. Aktuell steht zum Beispiel die Karosse eines 107er Roadsters aufgebockt in den Werkhallen. „Den hatte eine Dame 2014 in einem ganz traurigen Zustand zu uns gebracht“, so der Kundendienstleiter; die Wiederherstellung des Wagens dauere zwar lange, sei aber immerhin möglich.

Mindestens zehn neue Fachkräfte gesucht

Nebenan haben Lehrlinge eine Tonne mit der Silhouette Berlins und einer Tischplatte versehen, natürlich mit Autofarben lackiert. Jährlich bildet das Werk acht bis zehn Karosseriebauer und Lackierer aus. „Mit der Erweiterung unseres Betriebsgeländes um 4000 auf dann 21 000 Quadratmeter brauchen wir wenigstens zehn neue gut qualifizierte Mitarbeiter in diesen beiden Berufsgruppen“, sagt Hansen. Damit erhöhe sich die Fläche für Außenstellplätze von bisher 150 auf 300, außerdem gebe es künftig drei Elektro-Ladestationen.

Auftakt zu den Bauarbeiten. Quelle: Jutta Abromeit

Die beiden Manager verweisen auch auf das Wachstum des Mercedes-Benz Airport-Centers direkt am neuen Flughafen. Dort würden mit der endgültigen BER-Inbetriebnahme künftig ebenfalls mehr Mitarbeiter benötigt. Ein Angebot, das es bereits jetzt gebe, werde sehr gut angenommen, so Hansen: „Ab einem Auftragsvolumen von 200 Euro können Fluggäste den Airport-Shuttle nutzen und ihr Fahrzeug während der Reisedauer pflegen und warten lassen.“

Von Jutta Abromeit

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