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Teltow-Fläming Mercedes rüstet Transporter auf E-antrieb um
Lokales Teltow-Fläming Mercedes rüstet Transporter auf E-antrieb um
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23:07 20.11.2017
Daimler-Start in die Serienproduktion von E-Transportern: Van-Chef Volker Mornhinweg an einem E-Vito. Quelle: Foto: Abromeit
Berlin/Ludwigsfelde

Nein, verschlafen habe Daimler den Start in die Zeit der Elektrofahrzeuge nicht, man sei immer viel zu früh am Markt gewesen. „Aber jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt für den Start in die Serienproduktion“, erklärte Volker Mornhinweg, Konzernchef für die Van-Sparte von Mercedes-Benz, am Montag in Berlin. Auf einem Testgelände am alten Flughafen Tegel stellte der Autoproduzent zwei Varianten seines vor allem gewerblich genutzten Vans Vito vor: die E-Typen für den Stadtverkehr und für längere Touren.

Für diese Präsentation gebe es keinen besseren Ort als Berlin, so der Mann aus Stuttgart. Schon 1908 sei der erste Großkunde für Mercedes-Elektroautos die Berliner Feuerwehr gewesen. Doch dann siegte der Diesel. Einen nächsten E-Vito-Anlauf habe es 1993 gegeben, eine E-Sprinter-Version folgte 1998. „Doch der Markt war noch nicht reif für eine flächendeckende Version“, so Mornhinweg. Erst ab einer kritischen Masse werde die Produktion umgestellt. „Dann können wir mit einem neuen Modell schnell an den Start gehen, denn Logistik und Personenverkehr sind planbar“, erklärt der Daimler-Manager, der Mercedes für die Umstellung auf Elektrofahrzeuge für bestens gerüstet ansieht; die Produktionslinien seien in fast allen Werken mit Millionen-Investitionen so umgerüstet, dass sie je nach Bestellung Diesel-, Benzin- oder Elektro-Fahrzeuge montieren könnten. Nach Mornhinwegs Worten stehe nicht mehr das Produkt im Mittelpunkt, sondern der Kundenwunsch.

Der allererste Großkunde von Elektroautos aus dem Hause Mercedes-Benz war im Jahre 1908 die Feuerwehr Berlin. Quelle: Jutta Abromeit

Heinz Jürgens aus der Entwicklungsabteilung von Mercedes erläuterte: „Wir adaptieren neue Komponenten, das heißt, wir können in unseren Werken zum Beispiel dieselben Hebeeinrichtungen verwenden.“ Wo sonst der Motorblock eingebaut werde, komme nun ein Batterieblock aufs Fahrgestell. Ein Auto werde je nach Einsatz mit zwei bis vier Batterien ausgestattet. Ein Vito mit drei Batterien habe nach sechs Stunden Ladezeit eine Reichweite von 150 Kilometern, es gebe Modelle mit 80 oder 120 Stundenkilometern Maximalgeschwindigkeit. Etwa acht bis neun Jahre, so Jürgens, würden die Akkus 100 Prozent Leistung liefern.

Auf den Markt bringt Mercedes seinen E-Vito für 39 990 Euro. Hinzu kommen Kosten für Ladestationen auf Betriebshöfen. In der Summe jedoch, so Mornhinweg, sei man jetzt technologisch so weit, dass es wegen der viel geringeren Zahl an Verschleißteilen gegenüber Benzinern nach drei Jahren „kein Delta bei den Kosten mehr gibt“. Mit Mietwagen könnten Kunden Belastungsspitzen abfedern.

Auf die Nachfrage, warum die Post mit ihrer Mercedes-Flotte zum Umrüsten auf Elektroantrieb zu einem Aachener Start Up gehen musste, weicht Van-Chef Mornhinweg aus: „Das müssen sie die Post fragen.“ Mehrfach erklärte er: „Wir können’s technologisch einfach.“

So sieht sie aus, die E-anzeige im Vito; hier hat sie allerdings noch einen roten Notstopp-Knopf , der in der Serienproduktion ab kommendem Jahr entfällt.. Quelle: Jutta Abromeit

Auch den für 2018 angekündigten neuen Sprinter testet Mercedes in E-Version, das Serienfahrzeug in der Kastenversion aus Düsseldorf will der Konzern 2019 liefern. „Die offenen Varianten aus Ludwigsfelde liefern wir als E-Version nach gegenwärtigem Stand ab 2019 nur, wenn es die Kunden nachfragen“, so ein Sprecher. Großkunden der E-Transporter sind Hermes, Deutsche Post, DHL oder UPS. Hermes und Mercedes Vans starten Anfang kommenden Jahres mit einer Pilotphase in Hamburg und Stuttgart. Anschließend will man den Einsatz der Elektroflotte bei der Paketzustellung auf weitere Ballungszentren ausdehnen, bis 2020 sollen 1500 elektrisch betriebene Vito und Sprinter fahren.

Und es soll weitergehen: Für Mitte Dezember ist die Übergabe des nach eigener Angabe weltweit ersten Vollelektro-Leicht-Lkws aus Serienproduktion angekündigt: Mit einem neuen Fuso E-Canter beginne die Auslieferung der ersten Fahrzeuge in Europa an namhafte Kunden der Logistikbranche. In den kommenden Jahren plane die Daimler-Nutzfahrzeugtochter Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation (MFTBC), 500 Lkw dieser Generation an Kunden zu liefern, die Großserie soll 2019 anlaufen.

Von Jutta Abromeit

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