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Metalldiebe am Schießstand erwischt

Altes Lager Metalldiebe am Schießstand erwischt

Seit mehreren Wochen haben es Metalldiebe auf Messinghülsen und Bleiprojektile auf dem Schießstand des Schützenvereins in Altes Lager abgesehen. Jetzt sind drei Männer auf frischer Tat von Vereinsmitgliedern gestellt worden. Die Diebe hatten gerade den Sand im Kugelfang der Anlage gesiebt und wollten mehrere hundert Kilogramm Blei abtransportieren.

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Das Diebesgut stand bereits zum Abtransport bereit.

Quelle: privat

Altes Lager. Drei mutmaßliche Metalldiebe aus Teltow-Fläming sind am Freitag auf frischer Tat in Altes Lager ertappt worden, als sie mehrere hundert Kilogramm Blei aus einem Schießstand stehlen wollten. Wie die MAZ erfuhr, hatten die zwischen 22 und 33 Jahre alten Männer in der Mittagszeit in Plastikeimern und -wannen rund 350 Kilogramm Bleiprojektile aus dem Kugelfang der Schießanlage zum Abtransport mit einem Auto samt Anhänger bereitgestellt, als ein Mitglied der Schützengilde sie ansprach und bis zum Eintreffen der Polizei festhielt.

Wolfgang Loof mit einem provisorischen Sieb der Täter, mit dem sie Sand und Projektile trennten

Wolfgang Loof mit einem provisorischen Sieb der Täter, mit dem sie Sand und Projektile trennten.

Quelle: Peter Degener

„Wir hatten seit Juni eine Einbruchserie und ich denke, wir haben hier die drei Täter“, sagt Wolfgang Loof, Vorsitzender des Vereins. Mindestens vier Mal waren Metalldiebe laut Loof in den letzten acht Wochen am Werk. Zunächst hatten sie es auf die Messinghülsen verschossener Munition abgesehen. „Wir haben daraufhin nur noch sehr wenige Hülsen auf dem Schießstand zurückgelassen“, sagt Loof.

Eimer mit Geschossresten im Gebüsch entdeckt

Zuletzt hatte er in der vergangenen Woche mehrere Eimer mit den schweren Geschossresten vorgefunden, die in Büschen versteckt waren, um sie eventuell später mitzunehmen. „Ich habe deshalb eine Wildkamera auf diesen Ort gerichtet und dann jeden Tag kontrolliert. Am Donnerstag waren aber die Eimer und auch die Kamera verschwunden“, erzählt Loof. Der Schaden der Einbruchserie durch zerstörte Schlösser und die Wildkamera beträgt über 1000 Euro. „Wir sind aber wegen der ständigen Einbrüche sensibilisiert und seit einiger Zeit fuhren unsere Mitglieder immer wieder den Schießstand an“, sagt Loof. So konnte man nun die Diebe stellen.


Projektile, wie sie im Fangsand des Schießstandes stecken

Projektile, wie sie im Fangsand des Schießstandes stecken.

Quelle: Peter Degener

Die Schützengilde nutzt seit über 20 Jahren einen alten Kugelfang der Luftwaffe aus den 1930er Jahren. Im Sand der Betonkonstruktion verstecken sich unzählige Bleiprojektile. Statt auf Messing hatten es die Diebe nun auf dieses Metall abgesehen. Mit improvisierten Sieben trennten sie Sand und Metall. „Sie hatten sich sogar Wasser mitgebracht, um die Patronen abzuspülen“, sagt Loof.

Menge an Diebesgut ist unbekannt

Bislang hatte die Schützengilde nur das Messing, nicht aber das Blei an Schrotthändler verkauft. „Unser Kugelfang ist überdacht, weshalb das Blei hier nicht ausgespült wird und nicht in den Boden gelangt. Daher bestand bislang keine Notwendigkeit, das Blei zu entsorgen“, erklärt Loof.

Wie viel die Diebe bereits abtransportiert hatten, weiß Loof nicht. Außerhalb des Vereinsgeländes am Flugplatzweg fand er größere Mengen auf dem Boden – vermutlich weil die Kunststoffbehälter das Gewicht des Schwermetalls nicht halten konnten.

Von Peter Degener

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