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Mieterberatung in Jüterbog macht dicht

Soziales Mieterberatung in Jüterbog macht dicht

Die Mieterverein Fläming e.V. musste seine Domizil in Jüterbog aus Kostengründen räumen. Claus Schulze hatte dort 26 Jahren gute Arbeit geleistet. Wer von den Jüterbogern jetzt seine Hilfe in Anspruch nehmen möchte, muss nach Luckenwalde oder Treuenbrietzen fahren.

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Claus Schulze in der Luckenwalder Beratungsstelle, Markt 12A.

Quelle: Foto: Hahn

Luckenwalde. Claus Schulze, Vorsitzender des Mietervereins Fläming, ist verärgert. Die Jüterboger Beratungsstelle in der Zinnaer Straße 17 musste aus Kostengründen geschlossen werden. 26 Jahren hat Schulze dort erfolgreich gearbeitet. Doch die monatlichen Kosten in Höhe von 143 Euro waren für den Verein zu hoch. „Es tut mir richtig weh, dass wir schließen mussten“, so der 66-Jährige. Er hofft noch immer, dass sich in Jüterbog jemand findet, der dem Verein kostenlos Räume zur Verfügung stellt. Das dies möglich ist, zeigt sich in der Kreisstadt. Die Stadtverwaltung bietet dem Verein seit 2002 einen Raum in unmittelbarer Nähe der Verbraucherzentrale und des Energieberaters in Luckenwalde, Markt 12A.

Der Mietverein hat insgesamt 190 Mitglieder und auch eine Zweigstelle in Treuenbrietzen. Ob die Jüterboger weiterhin alle bei der Stange bleiben und nun zur Beratung nach Luckenwalde kommen, bleibt abzuwarten. Claus Schulze hofft es sehr. Regelmäßig nimmt er an Weiterbildungen teil. Im Sommer besuchte er an einem dreitätigen Lehrgang in Ruhlsdorf, um zu erfahren, was sich an den Gesetzen geändert hat. In Magdeburg war er auf einem Seminar, auf dem ein oberster Richter Vorträge hielt. In den vergangenen Tagen hatte Schulze ordentlich zu tun, denn die Räume in Jüterbog mussten ausgeräumt und die Möbel nach Luckenwalde gebracht werden. In den Beratungen, die Claus Schulze anbietet, geht es um Betriebskostenabrechnungen, um Kündigungen, Mietererhöhungen, Verträge und Kautionen. Er hat schon vielen Mietern aus der Patsche geholfen.

So sollte ein Vermieter in Jüterbog 600 Euro Wassergeld nachzahlen, was dieser aber nicht nachvollziehen konnte, weil sich der Verbrauch seiner Ansicht nach nicht erhöht hatte. Wie Claus Schulze feststellte, wurde die Wasseruhr seit fast zehn Jahren nicht gewechselt. Er sprach mit dem Vermieter, fotografierte als Beweis die alte Wasseruhr und drohte damit, das Eichamt zu informieren. Letztendlich gab der Vermieter nach, verzichtete auf die 600 Euro und Claus Schulze auf eine Information an das Eichamt. Auch in Sachen Schimmelbefall hat der Vereinsvorsitzende schon Mieter beraten. „Wichtig ist es, erst den Vermieter zu informieren. Wenn sich danach nichts tut, hilft nur eine Mängelanzeige und eine Frist für die Beseitigung zu setzen“, empfiehlt Schulze aus Erfahrung.

Kontakt: Die Geschäftsstelle in Luckenwalde, Markt 12A (rechter Eingang, eine Treppe), ist jeden zweiten Dienstag im Monat von 13 bis 15 Uhr und jeden vierten Dienstag im Monat von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Eine Hotline ist geschaltet unter 0 33 71/ 5 98 49 11.

Von Margrit Hahn

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