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Teltow-Fläming Millimeter-Arbeit am Bahndamm bei Rohrbeck
Lokales Teltow-Fläming Millimeter-Arbeit am Bahndamm bei Rohrbeck
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05:35 27.05.2016
Die alte Brücke ist abgerissen, die neue steht bereit. Bagger tragen den Bauschutt ab. Quelle: H.-Dieter Kunze
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Rohrbeck

Wo vorige Woche noch Eisenbahnzüge die L81 zwischen Rohrbeck und Dennewitz querten, klafft jetzt eine große Lücke im Bahndamm. Die betagte, weit über 120 Jahre alte stählerne Brücke muss weichen. Der Neubau ruht auf einer Stahlbetonhalb­rahmenkonstruktion und wurde unmittelbar neben dem Bahndamm komplett vormontiert.

Höhere Streckengeschwindigkeit

Die neue Bahnbrücke ermöglicht deutlich höhere Geschwindigkeiten für die Züge. Bisher galt eine Beschränkung auf zehn km/h – künftig sind 120 km/h möglich.


Der eingleisige Streckenabschnitt zwischen Oehna und Jüterbog ist noch bis zum 5. Juni, um 4 Uhr, für den Personen- und Güterzugverkehr gesperrt.

Regionalzüge fallen auf dem Abschnitt aus und werden durch Busse ersetzt. Fahrzeiten verschieben sich.

Info:
bauarbeiten.bahn.de

Am Samstag soll der rund 800 Tonnen schwere Koloss in die Lücke geschoben werden. Das geschehe nach dem sogenannten Fluidverfahren, teilt die Deutsche Bahn mit. Auf zwei stählernen Vorschubbahnen unter den seitlichen Fundamenten gleitet die Brücke auf jeweils vier riesigen „Luftkissen“ etwa einen Meter pro Minute voran. Insgesamt sind 30 Meter zu bewältigen, bis die millimetergenaue Position zwischen den beiden Schienenenden erreicht ist. Dann wird das Bahndammprofil durch Einbringen und Verdichten von Baumaterial wieder geschlossen.

5000 Kubikmeter Erde müssen abgebaggert werden

Vor dem Einschieben muss die Baugrube, in der die ersten Vorschubbahnen liegen, in Richtung Rohrbeck vergrößert werden. Dafür werden 5000 Kubikmeter Erde beräumt. Mehrere Bagger sind derzeit in pausenlosem Einsatz, Kipper stehen wie an einer Perlenschnur aufgereiht zur Abfuhr bereit.

Der letzte Zug, der über die alte Brücke fuhr. Quelle: H.-Dieter Kunze

Die Baustelle wurde im Vorfeld gründlich untersucht und dann erst freigegeben. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst war im Einsatz – Blindgänger und Munitionsreste wurden nicht gefunden. Weiterhin suchten die Fachleute nach Leitungen und Kabeln, Archäologen kamen zum Einsatz, Funde gab es keine, so dass die Baustelle freigegeben werden konnte.

Bauleiter: „Hier wird rund um die Uhr gearbeitet.“

Die Deutsche Bahn gab die Baulose für das Projekt Brückenbaustelle an verschiedene Unternehmen. Sie werden von Gesamtbauleiter Nico Sternberg und Bauüberwacher Danny Märtin kontrolliert. „Es wird rund um die Uhr gearbeitet, so dass am Samstag gegen 8 Uhr wie geplant der Vorschub beginnen kann“, sagte Nico Sternberg.

Bauüberwacher Danny Märtin (l.) und Gesamtbauleiter Nico Sternberg. Quelle: H.-Dieter Kunze

Parallel zu den Arbeiten an der Brücke wird neben der Bahnbrücke ein Entwässerungsrohr verlegt. Die elektrische Oberleitung ist teilweise demontiert. Das eventuelle Überfluten des Bahngleises bei Starkregenfällen oder der Frühjahrsschmelze wird durch die Verrohrung verhindert. Auch diese Baumaßnahme muss pünktlich abgeschlossen werden.

Nach der Brücke wird die Straße saniert

Nach der Beräumung der Brückenbaustelle lässt der Landesbetrieb Straßenbau die L81 ausbauen. Die Durchlassbreite beträgt dann 11,75 Meter. Die bisherige Beschränkung der Durchfahrtshöhe auf 3,70 Meter wird aufgehoben, die lichte Höhe beträgt 4,50 Meter. Der Straßenverkehr zwischen Dennewitz und Rohrbeck wird dann entlastet. Planung und Realisierung des Projektes dauerten mehrere Jahre.

Von H.-Dieter Kunze

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