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Millionengewinn für die Stadtkasse

Windkraftanlagen bei Tiefenbrunnen Millionengewinn für die Stadtkasse

Auf einem kommunalen Grundstück der Stadt Treuenbrietzen dürfen bei Tiefenbrunnen zwei Windkraftanlagen entstehen. Dafür liegt nun die Bimsch-Genehmigung vor. Womöglich will die Kommune die Anlagen später selbst betreiben. Damit könnte sie über die gesamte Laufzeit hinweg mehrere Millionen Euro für die Sanierung ihres Haushaltes verdienen.

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Wie hier im Windpark Rietz könnten demnächst auch Windräder im Wald bei Tiefenbrunnen wachsen.

Quelle: Thomas Wachs

Tiefenbrunnen. Finanziell sind die Aussichten sehr verlockend: Bis zu sechs Millionen Euro Gewinn könnte die Stadt Treuenbrietzen über 20 Jahre hinweg insgesamt für ihren Haushalt erzielen, wenn sie auf ihrem kommunalen Grundstück bei Tiefenbrunnen zwei Windkraftanlagen selbst betreibt. Das allerdings ist noch nicht beschlossene Sache.

Jedoch liegt nun die Genehmigung für die beiden Anlagen nach Bundesimmissionsschutzgesetz vor. „Die Anlagen könnten also gebaut werden“, sagte Michael Knape (parteilos). „Das wäre ein großer Schub für den angeschlagenen Haushalt“, erklärte der Bürgermeister in der jüngsten Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses. Er geht nach seinen in den zurückliegenden Monaten erfolgten Recherchen davon aus, dass sich die Investition in den Anlagenbau nach circa zehn Jahren amortisieren und danach die Gewinnphase beginnen würde.

Kommune sichert sich Vorkaufsrecht

Politisch entschieden werden muss allerdings noch, ob die Kommune selbst in das Projekt einsteigt, oder das Grundstück lediglich an einen Investor verpacht.

Bislang ist nach einem Ausschreibungsverfahren vertraglich geregelt, dass die Firma Energiequelle aus Kallinchen bei Zossen (Teltow-Fläming) aus Bauherr auftritt. Das bereits seit den 1990er-Jahren unter anderem im Windpark Feldheim sowie am Solarpark „Selterhof“ tätige Unternehmen möchte auf dem Grundstück im Wald bei Tiefenbrunnen zwei Windräder vom Typ Enercon E 115 mit einer Gesamthöhe von knapp 207 Metern errichten. Die Kommune verpachtet das Baugrundstück zunächst an den Investor. Dieses Modell hatten die Stadtverordneten bereits im Jahr 2014 gebilligt. Der Pachtvertrag sieht ein Vorkaufsrecht für die Stadt vor.

Auch Pacht spült schon Geld in Stadtkasse

Laut Bürgermeister Knape könnten allein über das Pachtmodell mindestens Einnahmen von rund 100 000 Euro pro Jahr erzielt werden. Die wesentlich höheren Summen wären indes möglich, wenn die Kommune selbst als Betreiber auftritt. Eine anfängliche Überlegung, die Anlagen gemeinsam mit der benachbarten Stadt Jüterbog zu betreiben, „werden inzwischen nicht mehr verfolgt“, informierte Knape. Dennoch gebe es auch über den brandenburgischen Städte- und Gemeindebund Gespräche, um das bislang für Kommunen noch nicht verbreitete Investitionsmodell rechtlich abzusichern. Zudem gebe es Interesse weiterer Kommunen, „die ebenfalls Pläne für Beteiligungen an Windkraft-Projekten schmieden“, informierte Knape.

Die Baufläche im Treuenbrietzener Stadtwald ist im Teilflächennutzungsplan „Windkraftnutzung“ der Kommune als Konzentrationszone für Windenergie ausgewiesen. Im Regionalplan Havelland-Fläming gehört die Fläche zum Eignungsgebiet Nummer 34 um Altes Lager.

Unter den Treuenbrietzener Stadtverordneten ist der Bau weiterer Windräder im Stadtgebiet umstritten.

Von Thomas Wachs

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