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Minions, Hexen und ein Bollerwagen

Zemper-Tradition in Petkus Minions, Hexen und ein Bollerwagen

In den Dörfern von Fläming und Urstromtal lebt die Tradition des Zemperns weiter. Zur Fastnachtszeit zieht eine bunt verkleidete Truppe durch den jeweiligen Ort und hält Autos an, um „Wegezoll“ zu verlangen. Am Sonnabend wurde in Petkus gezempert.

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Der kunterbunte Fantasie-Tross der Zemper-Gemeinde zog am Sonnabend durch Petkus.

Petkus. Kunterbunt ging es am Sonnabendvormittag in Petkus zu: Dort zemperten 50 Fantasiefiguren durchs Dorf. Dabei kannte der Einfallsreichtum bei den Kostümen keine Grenzen. Da lief der Ghostbuster (Geisterjäger) neben einem Minion (aus den Animationskinofilmen), kirchliche Würdenträger wurden sowohl von Engeln als auch von Hexen begleitet. Auch Uniformierte zierten die Straße. Besonders beliebt waren Tierkostüme wie Tiger, Huhn, Schwein und vor allem die Fliegen.

Diana Mißler formte mit ihrem Mann und den Kindern einen kleinen Fliegenschwarm. Sie näht die Familienkostüme jedes Jahr selbst. „Ich mag Fastnachten und Zempern, weil es Spaß macht, die Kostüme zu basteln und sich zu verkleiden“, sagt sie, „es dauert immer ungefähr einen Monat, bis ich die Kostüme fertig habe.“ Die schönsten Kostüme werden bei der Petkuser Männerfastnacht per Wahl prämiert.

Auch der Bollerwagen, einst kunstfertig von Rita Petzold bemalt, war wieder mit von der Partie. Der Weg führte die Feiernden von der Kegelbahn über die Hauptstraße zur Fleischerei Neumann, wo sie sich ein wenig aufwärmen, die Kehle befeuchten und den Magen füllen konnten. Weiter ging es die Nebenstraßen entlang.

„Ich bin immer ganz froh, wenn wir von der Hauptstraße weg sind, denn viele Autofahrer achten nicht auf uns, obwohl wir Schilder angebracht haben“, sagte Iris Reppmann, die beim Anhalten der Autos half. Gegen einen kleinen Obolus wurde ein Dankeschön-Ticket mit einem Jahr freie Fahrt durch Petkus an die Fahrer gegeben. „Aber die meisten Autofahrer sind nett und lieb“, ergänzte Schneeflocke Reppmann. Sie zempert leidenschaftlich gern. „Ich bin immer eine der ersten bei der Kegelbahn und wenn dann alle anmarschiert kommen, einer bunter als der andere, ist das die pure Freude!“

Petra Janke, die als Piratin verkleidet war, freute sich, dass die Einnahmen unter anderem Sportvereinen und dem Kindergarten zugute kommen. „Es ist schon immer ein Highlight. Einmal im Jahr öffnen die ganzen Bürger ihre Türen für uns und sind spendabel. Und wir sind so unterschiedlich von der Altersstruktur her, vom Baby bis zum Rentner. Der Zusammenhalt ist toll und einmalig.“

Von Lisa Blech

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