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Misshandlungsvorwurf in Kita nicht bestätigt

Verfahren gegen Leiterin eingestellt Misshandlungsvorwurf in Kita nicht bestätigt

Erleichtert atmet Dagmar Sokolowski auf. Kürzlich hat die Staatsanwaltschaft Potsdam das Ermittlungsverfahren gegen die Leiterin der Saalower Kindertagesstätte „Storchennest“ eingestellt. In einer anonymen Anzeige war ihr vorgeworfen worden, einen vierjährigen Jungen misshandelt zu haben. Diese Vorwürfe haben sich nun als haltlos erwiesen.

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Die Saalower Kita-Leiterin Dagmar Sokolowski arbeitet seit 25 Jahren als Erzieherin.

Quelle: Frank Pechhold

Saalow. Dagmar Sokolowski ist die Erleichterung anzusehen. Nach monatelangen Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Potsdam das Verfahren gegen die Leiterin der Saalower Kita „Storchennest“ eingestellt. In einer anonymen Anzeige war ihr wie berichtet vorgeworfen worden, den vierjährigen Nevius Jerchel misshandelt zu haben. „Die erhobenen Vorwürfe haben keine Bestätigung gefunden“, sagt Nils Delius, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam.

„Letztlich war es nur eine Frage der Zeit, bis die Wahrheit ans Licht kommt“, so Sokolowski. Kurz vor Pfingsten waren die vermeintlichen Misshandlungsvorwürfe laut geworden. Darauf hin erstattete auch Nevius’ Vater Steffen Jerchel Anzeige. Zu diesem Zeitpunkt wurde sein Sohn schon nicht mehr in der Kita betreut. Mit den anonymen Vorwürfen sei sie erst konfrontiert worden, als die schon in der Gemeinde die Runde gemacht hatten. Was dann folgte, war ein „totales Gefühlschaos“. Auch ihre Kolleginnen in der Kita seien schockiert gewesen. „Schließlich ging es ja nicht nur um mich, sondern um den Ruf der gesamten Einrichtung.“

Rasch wurden Forderungen einiger Kommunalpolitiker an die Gemeindeverwaltung laut, die Kita-Leiterin sofort zu beurlauben. „Das grenzte an Rufmord und hat mich noch viel mehr verletzt als die eigentlichen Anschuldigungen“, sagt Sokolowski. Schließlich gelte in Deutschland immer noch die Unschuldsvermutung. „Jemand ist so lange unschuldig, bevor nicht das Gegenteil bewiesen worden ist.“ Daran hielten sich sowohl die Verwaltung als auch die Gemeindevertreter. „Die haben alle super reagiert und hinter mir gestanden.“ Rückendeckung bekam sie auch von den Eltern der in der Kita betreuten Kinder. „Wir können die Vorwürfe nicht nachvollziehen und wollen sie auch nicht einfach so in der Öffentlichkeit stehen lassen“, sagte Elternsprecherin Anke Müller damals in der MAZ. In einer von 29 Müttern und Vätern unterschriebenen Erklärung wurde Dagmar Sokolowski als engagierte und offene Kita-Leiterin bezeichnet, die stets zum Wohle der Kinder handle. Nun bestätigte auch die Staatsanwaltschaft Potsdam diese Einschätzung. Nach Befragungen aller Kita-Mitarbeiterinnen und einiger Eltern wurde die Ermittlungsakte geschlossen. „Damit sieht sich das ganze Kita-Team in seiner Arbeit bestätigt, die von Liebe und Respekt gegenüber jedem betreuten Kind geprägt ist“, sagt Sokolowski. „Wir sind sehr froh, dass durch die Einstellung des Verfahrens der Ruf der Einrichtung und auch die Arbeit des pädagogischen Personals vor Ort wieder vollkommen hergestellt worden sind“, heißt es in einer Erklärung der Gemeindevertreter.

Aktuell betreuen acht Erzieherinnen 47 Kinder aus Saalow, Klausdorf und Mellensee in der Kita „Storchennest“. Unabhängig von den Ermittlungen gegen sie habe es kürzlich routinemäßige Überprüfungen des Landes- beziehungsweise Kreisjugendamtes gegeben, sagt Dagmar Sokolowski. „Beide Behörden sind mit unserer Arbeit hoch zufrieden.“

Von Frank Pechhold

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