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Teltow-Fläming Mit 80 Jahren noch mal eine Ausstellung
Lokales Teltow-Fläming Mit 80 Jahren noch mal eine Ausstellung
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00:36 07.08.2015
Gratulationen und ein Porträt von ihren Malsalon-Kolleginnen nahm Ruth Städter (l.) bei der Ausstellungseröffnung entgegen. Quelle: Matthias Butsch
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Jüterbog

Farben im Überfluss, dezent bis grell auf großen und kleinen Bildern, die derzeit an den Wänden im Ausstellungsraum des Stadtmuseums Jüterbog hängen. „Erlebte Natur“ ist das Motto der neuen Ausstellung im Kulturquartier Mönchenkloster.

So wenig aufregend dieser Titel klingt, so spektakulär gestaltete sich die Ausstellungseröffnung am Sonntagnachmittag. An die 100 Menschen drängten sich im kleinen Ausstellungsraum. Dass dadurch der Blick auf die bunten Bilder an den Wänden erst einmal versperrt war, störte keinen.

Die ganze Aufmerksamkeit galt der Künstlerin Ruth Städter, die eben nicht nur eine Hobbymalerin, sondern eine Institution in Sachen darstellender Kunst ist. In jahrzehntelangem Wirken als Kunsterzieherin nahm und nimmt sie mit ihrem Wissen, ihren Erfahrungen und ihrem Können Einfluss auf die Kunstszene in der Region. Mehrere Generationen von nach Kunst strebenden Menschen hatte und hat Ruth Städter, die am kommenden Freitag 80 Jahre alt wird, unter ihren Fittichen – in Schulklassen, Arbeitsgemeinschaften, Volkshochschulkursen oder auch im Jüterboger Malsalon. Museumsleiter Norbert Jannek würdigte zudem die jahrzehntelange Initiative und das Wirken Ruth Städters an so vielen Kunstprojekten in Jüterbog. Die Ausstellung sei eine Ehrerbietung der Stadt gegenüber der nach wie vor umtriebigen Kunsterzieherin.

Dieser Ehrung wird Ruth Städter nun auch mit den in der Ausstellung präsentierten Werken gerecht. „Erlebte Natur“ zeigt nicht nur knallbunte Blüten, das blau-grüne Meer, Gebirge mit schneeweißen Gipfeln oder grüne Fläminglandschaften, sondern auch porträtierte Menschen, nüchtern farbige Grafiken, sogar Keramik- und Specksteinarbeiten und immer wieder Jüterbog in unterschiedlichsten Motiven und Maltechniken. „Jüterbog ist so alt, so neu, so Interessant“, sagte Ruth Städter bei der Vernissage, „man muss den Reiz der Stadt nur entdecken und erkennen.“

Seit 1957 arbeitet und seit 1966 lebt Ruth Städter in Jüterbog. Sie war Kunsterzieherin an der damaligen Conrad-Blenkle-Oberschule, an der Erweiterten Oberschule und dem Goethe-Schiller-Gymnasium, war Fachberaterin für Kunsterziehung im Kreis Jüterbog, gehörte zu den Initiatoren der Kunstklasse an der Kunst- und Musikschule Jüterbog, leitete selbst mehrere Kunstklassen und ist seit den 1980er Jahren Leiterin der Kunstkurse der Volkshochschule in Jüterbog. Bei alledem fand und findet sie Zeit und Muße zum eigenen Schaffen, zu Hause im stillen Kämmerlein oder auch mit Gleichgesinnten unter anderem im Jüterboger Malsalon.

Als Künstlerin will sie nicht unbedingt bezeichnet werden. „Künstlerin, das klingt so hochtrabend“, sagt Ruth Städter, „ich bin und bleibe eine Kunsterzieherin, die natürlich eigenes Können und Erfahrungen in die Erziehertätigkeit einbringen muss.“ Aus ihrer schier unermesslichen Sammlung wählte sie nun über 60 Stücke, zumeist Bilder, aber auch kleine Plastiken, für die Schau im Kulturquartier Mönchenkloster aus – eine kleine Auswahl, die überzeugend von der Vielseitigkeit der Künstlerin Ruth Städter spricht. Die Ausstellung ist bis zum 4. Oktober jeweils zu den Öffnungszeiten des Stadtmuseums zu besichtigen.

Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch von 13 bis 17 Uhr; Donnerstag von 13 bis 18 Uhr; Freitag, Sonnabend und Sonntag von 13 bis 17 Uhr.

Von Matthias Butsch

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