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Mit 90 noch auf der Pirsch

Woltersdorf Mit 90 noch auf der Pirsch

Seit 60 Jahren geht Walter Gehl zur Jagd. Der 90-Jährige hat schon einige Böcke geschossen, aber vor allem auch Wildschweine oder Füchse – wie viele genau, hat er nicht gezählt. Seine Jagdfreunde gratulierten ihm zum diamantenen Jagdjubiläum.

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Jagdfreund Hans Nickel (r.) überreicht Walter Gehl die Urkunde

Quelle: Margrit Hahn

Woltersdorf. Die Überraschung ist den Jagdfreunden geglückt. Zum 60-jährigen Jäger-Dasein erhielt der Woltersdorfer Walter Gehl eine Ehrenurkunde von ihnen.

Der 90-Jährige weiß noch, wie es damals angefangen hatte: „1955 gab es so viele Wildschweine, dass die Bauern die Hände über den Kopf zusammengeschlagen haben und um Hilfe baten.“ Also setzte er sich auf die Schulbank und machte in Luckenwalde seinen Jagdschein – das sogenannte grüne Abitur. Damals musste noch monatlich eine Jagdprüfung abgelegt werden. Die erste Jahre war die Gesellschaft für Sport und Technik dafür zuständig, später wurde es an die Forst übergeben.

Nicht alle Trophäen haben Platz im Haus

Walter Gehl übt seit 60 Jahren in der Umgebung von Woltersdorf die Jagd aus. Seine Waidgenossen bescheinigen ihm, dass er all die Jahre mit Leidenschaft, Professionalität und Charakter für die Jagd eingetreten ist. Er war nicht nur Jäger, sondern auch Treiber und Jagdhelfer. Wie viel Stück Wild er erlegt hat, weiß er nicht genau. Auch nicht alle Trophäen fanden Platz in seinem Haus.

Es ging dem Woltersdorfer auch nicht in erster Linie ums Schießen, zumal er sich nicht viel aus Wildfleisch macht. Er weiß, dass zum Jagdtum auch andere Aufgaben wie die Pflege des Wildtierbestandes oder die Bekämpfung von Tierkrankheiten und Schädlingen gehört.

Verirrte Offiziersfrauen gerettet

An eine Begebenheit erinnert er sich der Woltersdorfer, der 40 Jahre als Lehrer tätig war, noch gut. Zwei Frauen von sowjetischen Offizieren, die hier stationiert waren, hatten sich zwischen Woltersdorf und Wiesenhagen bei der Pilzsuche verlaufen. Er kannte sich in der Gegend bestens aus. Allerdings war ihm die Sache nicht ganz geheuer, zumal er nicht wusste, wie die Offiziere reagieren würden, wenn sie ihn mit der Waffe in der Hand sahen. Aber die Sorge war unbegründet. Zum Dank wurde er zum Umtrunk eingeladen.

Noch heute geht er zwei bis dreimal in der Woche zur Jagd. Sein letzte Schuss traf einen Fuchs.

Von Margrit Hahn

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