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Mit Häkeln Geld verdienen

Neuntklässler gründen Unternehmen Mit Häkeln Geld verdienen

Trebbiner Neuntklässler machen seit kurzem in Häkel-Ware. Sie haben ein eigenes Unternehmen gegründet und wollen bald selbst gehäkelte Stirnbänder und Mützen verkaufen. Unterstützt werden sie von zwei Expertinnen: Ingrid Menz und Helga Liesegang. Sie häkeln schon mehrere Jahrzehnte.

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Trebbin. Neuntklässler aus Trebbin steigen in die Marktwirtschaft ein – mit einer Geschäftsidee aus Omas Zeiten. Die Schüler der 9b der Goethe-Oberschule gründen ein eigenes Unternehmen für Häkel-Waren. Ein Schuljahr lang wollen sie auf dem freien Markt tätig sein. Als Unternehmensberaterinnen haben sie neben ihren WAT-Lehrerinnen Renate Humeniuk und Birgit Holland noch Ingrid Menz und Helga Liesegang ins Boot holen können. Die beiden Seniorinnen kommen jede Woche in den Unterricht und geben den Schülern wichtige Häkel-Tipps.

Handarbeiten stehen durchaus hoch im Kurs, wissen die Schüler. Also machten sie eine Geschäftsidee daraus. „Wir stecken ja noch in den Kinderschuhen“, sagt Renate Humeniuk. Ziel der Aktion sei es, Einblicke ins Unternehmerleben zu bekommen und zu erfahren, wie Wirtschaft mit all ihren Facetten funktioniert.

Jede Woche wird jetzt zwei Stunden im Unterricht gehäkelt. Die meisten Schüler nehmen sich Häkelhaken und Wolle freiwillig mit nach Hause und machen dort weiter. Die Stirnbänder, Mützen und Schals werden auf dem Trebbiner Weihnachtsmarkt unter den selbst erdachten Marken „Goethes Häkelstube“ und „Häkelfritzen“ zum Verkauf angeboten. Von dem Erlös wird dann wieder Wolle gekauft. Sollten die Neuntklässler Gewinn erwirtschaften, so geht dieser an den Förderverein der Goethe-Oberschule.

Heute fährt Lehrerin Renate Humeniuk mit Tim Mosenhauer, David Scheibner und Lea Huniat zu einem Workshop nach Berlin. Die drei Schüler wurden zum Vorstandsvorsitzenden, zum Finanzvorstand und zur Marketingchefin der Firma ernannt. Bei dem Workshop erfahren sie, welche Geschäftsaufgaben auf sie zukommen und worauf sie und ihre Mitschüler bei der Unternehmensführung achten müssen. „Ich finde es ganz toll. Man kann sehen, was alles dazu gehört, ein Unternehmen zu gründen, und was man selbst tun muss, damit unterm Strich etwas rauskommt“, sagt die 14-jährige Leonie Lüder.

Bis vor Kurzem wussten die Mädchen und Jungen nicht einmal, wie sie den Häkelhaken halten sollen. Jetzt sind schon etliche schicke Unikate fertig. Das Einmal eins der Häkelkunst hat ihnen ihre Lehrerin beigebracht. Helga Liesegang, die schon seit ihrem fünften Lebensjahr häkelt, gibt Spezialkenntnisse weiter, die sie auch schon in Volkshochschulkursen vermittelt hat. Auch Ingrid Menz kennt viele Kniffe. Sie freut sich außerdem, dass sie in den Häkelstunden ihren Enkel Robert Sawinsky trifft. Der 14-Jährige freut sich über Großmutters Hilfe. „Hin und wieder brauche ich noch ein wenig Hilfe. Aber sonst klappt es schon sehr gut“, berichtet er.

Die meisten Schüler bringen die Wolle von zu Hause mit. Allerdings hoffen sie, dass sich hier und da jemand findet, der Material spendiert.

Von Margrit Hahn

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