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Teltow-Fläming Mit Hammer, Meißel und Druckluft
Lokales Teltow-Fläming Mit Hammer, Meißel und Druckluft
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04:34 14.02.2017
Steinmetzmeister Dieter Tusche verziert in seinem Betrieb einen Grabstein mit dem Pressluftverfahren. Quelle: Angie Ehlert
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Luckenwalde

Der Luckenwalder Steinmetz Dieter Tusche feiert am 27. Februar sein silbernes Meisterjubiläum. Er erinnert sich noch gut an sein Meisterstück, das er innerhalb von zwei Wochen anfertigen sollte. „Bei der Abnahme und Beurteilung des Stücks war ich sehr aufgeregt“, berichtet der 61-Jährige. Noch heute ist sein Meisterwerk in einem Gesimsstück oberhalb einer Säule am Neuen Palais im Schlosspark Sanssouci zu finden.

Väterlichen Betrieb übernommen

Ursprünglich wollte er Fleischer werden, aber fügte sich dem Wunsch seiner Mutter und begann in dritter Generation eine Lehre als Naturwerkstein-Facharbeiter. Anschließend arbeitete er im väterlichen Betrieb. Seine Ausbildung zum Steinmetzmeister beendete er drei Jahre nach der Wende. Nachdem er seinen Meister in der Tasche hatte, übernahm er den väterlichen Betrieb. Seine Ehefrau Petra unterstützt ihn seit 1993 im Unternehmen und kümmert sich um die Büroarbeiten.

Steinmetze leiden unter wandelnder Friedhofskultur

Der Familienbetrieb in der Triftstraße in Luckenwalde ist inzwischen kein reiner Grabmalbetrieb mehr. „Leider geht die Friedhofskultur aufgrund der steigenden Grabgebühren immer mehr zurück und das Handwerk des Steinmetz wird kaum noch gebraucht“, berichtet er. Nach seiner Einschätzung ziehen 70 Prozent eine anonyme Bestattung vor.

Fensterbänke, Treppen, Tischplatten

Daher schaffte er sich ein zweites Standbein und fertigt unter anderem Fensterbänke, Treppen und Tischplatten an. Der Steinmetz erfüllt jeden Kundenwunsch – Hauptsache, es handelt sich um das Material Stein. So verzierte er bereits Grabsteine mit Motiven wie Vögeln, Ringerzeichen oder Büchern. „Ein Grabstein sollte genauso individuell sein wie der Mensch, der mal gelebt hat“ ,sagt der Steinmetz. Besonders viel Wert legt er auf die Handarbeit mit Hammer und Meißel, aber einiges werde auch mit Pressluft gefertigt. „Wir hatten auch mal Kunden, die mit einer Glasvase zu uns kamen, aber als Steinmetz konnte ich dabei nicht helfen und habe sie weiter zum Glaser geschickt“, erzählt der silberne Meister.

Wenn Dieter Tusche die Zeit zurückdrehen könnte, wäre er damals aus Luckenwalde weggegangen und vielleicht in eine größere Stadt wie Magdeburg oder Potsdam gezogen. „Ich hätte damals die Möglichkeiten gehabt, an der Restaurierung des Magdeburger Turms oder der barocken Bauten in Dresden mitzuarbeiten“, berichtet er. Doch nun steht für ihn fest: Bis zu seiner Rente führt er den Familienbetrieb weiter fort.

Von Angie Ehlert

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