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Mit Handkraft auf historischer Strecke

Radtourismus in Brandenburg Mit Handkraft auf historischer Strecke

Radtouren kann man nicht nur per Fahrrad unternehmen, sondern auch ganz historisch per Draisine. Betrieben werden die Gefährte ausschließlich mit Muskelkraft, mit Händen und Füßen. Ein Unternehmen betreibt die Strecke zwischen Zossen und Jänickendorf.

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Eine Tour mit Fahrrad- und Handhebeldraisinen ist ein großer Spaß für die ganze Familie.

Quelle: Erlebnisbahn GmbH

Zossen. Eine Radtour der besonderen Art: auf Schienen. Und noch dazu auf historischem Terrain. Als „Kanonenbahn“ wurde die Strecke von Schöneberg zum damaligen Artillerieschießplatz Kummersdorf bei Zossen 1874 in Betrieb genommen. 1998 kam das Aus für die bald bis Jüterbog verlängerten Gleise. Seit 2003 betreibt die Erlebnisbahn GmbH einen 25 Kilometer langen Teilabschnitt zwischen Zossen und Jänickendorf als Draisinenbahn. Betrieben werden die Gefährte ausschließlich mit Muskelkraft, mit Händen und Füßen. Bei einer Tour mit den Fahrrad- und Handhebeldraisinen kann man allerlei erleben, von historischen Bahnhöfen und regionalen Spezialitäten bis zum Minigolfplatz in Mellensee. Aber auch an das Badevergnügen ist in den Fahrplänen gedacht. Gefahren wird fast bis an den Strand – die putzigen Gefährte haben einen direkten Gleisanschluss zu den Sperenberger Seen.

Und auch sonst haben sich die Organisatoren einiges einfallen lassen. Bei der „Ich-will-alles-Tour“ kann man auch eine Runde mit den Hydro-Bikes, aus Amerika importierten Wasserädern, auf dem Mellensee radeln. Bei Gruppen steht die „Team-Player-Tour“ hoch im Kurs: Draisine fahren wie im Wilden Westen. Gehebelt wird auf Großraumdraisinen, die etwas von historischen Planwagen der Prärie haben. Und alle machen mit. Wer nicht selbst am Hebel steht und pumpt, feuert auf der Reservebank die aktiven Fahrer an. Naturinteressierte können zwischendurch bei einem Spaziergang die Gipsbrüche mit dem ehemals tiefsten Bohrloch der Welt erkunden. Und wer lieber aus Gips kleine Kunstwerke erschaffen möchte, bucht einen Kurs in der Bildhauerwerkstatt im Bahnhof Sperenberg.

Eine besondere Überraschung bietet der Bahnhof Rehagen, wo sich märkisches und südländisches Flair mischen. Ein deutsch-französisches Paar hat den heruntergekommenen Bau ab 2010 zu neuem Leben erweckt. Mit nicht alltäglicher Gastronomie, die auf Frische mit Lyoner Akzent setzt. Neben Kulinarischem gibt es Kultur. Derzeit ist eine Ausstellung des Fotografen und Musikers Stefano Buldrini zu sehen. Eine zweite von der Erlebnisbahn GmbH betriebene Draisinenstrecke findet sich im Uckermärkischen zwischen Templin und Fürstenberg/Havel.

Von Frank Starke

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