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Mit Kaffee und Handschuhen gegen den Frost

Kalter erster Markttag in Luckenwalde Mit Kaffee und Handschuhen gegen den Frost

Nach der Weihnachtspause fand am Dienstag der erste Wochenmarkt in diesem Jahr in Luckenwalde statt. Und der Frost zeigte Wirkung: Nur zwölf Stände waren aufgebaut – sonst sind es an guten Tagen 30. Auch der Kundenzulauf blieb überschaubar. Die Markthändler bibberten.

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Christine Hagel bietet Schal, Mütze und Handschuhe an. Zum Stricken ist es ihr aber zu kalt.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Bei eisigen Temperaturen hielt sich der Ansturm auf den ersten Luckenwalder Wochenmarkt 2016 in Grenzen. Das galt am Dienstag für Kunden und Händler. Gerade mal zwölf Stände waren auf dem Marktplatz aufgebaut – an warmen Tagen sind es mindestens 30. Gemüse und Spreewälder Erzeugnisse fehlten komplett. Aber wer will auch gefrostetes Obst oder eisige Gurken?

Christine Hagel, die in Luckenwalde eher als „Strickliesel“ bekannt ist, wartet an ihrem Stand üblicherweise nicht nur auf Kundschaft, sondern strickt auch auf dem Markt. Bei der Kälte allerdings hatte sie die Stricknadeln zu Hause gelassen und die Hände in warme Handschuh eingepackt. „Ich habe schon ein Sofakissen und eine Kindermütze verkauft“, sagte sie morgens um 9 Uhr. Sie hoffte auf weitere Kunden, um wenigstens die Standgebühr wieder reinzubekommen.

„Wir Markthändler sind schlechtes Wetter gewöhnt“, sagt Fischhändler Oliver Klewitz, „bei der Kälte zieht man sich aber schon ein paar Sachen mehr an.“ Der Luckenwalder steht seit 15 Jahren täglich in anderen Orten. Er erinnert sich an einen Markttag bei minus 23 Grad in Wittstock. „Da haben wir aus der Tür heraus verkauft, damit die Kälte nicht so in den Verkaufswagen ziehen konnte“, berichtete Klewitz. Die Salate brauchten zumindest keine zusätzliche Kühlung.

Händler Matthias Hartwig reichten am Dienstag in den Morgenstunden beim Standaufbauen schon minus 13 Grad. Er bot Staubsaugerzubehör an und freute sich, dass sich wenigstens ein paar Kunden blicken ließen. Zu ihnen gehörte Klaus George. „Ich bin zufällig vorbeigekommen und da ich einen neuen Schalter für meinen Staubsauger brauchte, habe ich gleich zugegriffen“, sagte George.

Treue Kunden ließen sich vom Wetter nicht abhalten. Christel Brumme war froh, dass die Weihnachtspause vorbei ist und die Händler wieder auf den Markt sind. Sie kommt regelmäßig und legt Wert auf frischen Fisch.

„Die Stammkunden haben bei mir schon angerufen, wann denn endlich wieder Markt ist“, berichtete Marina Mathing. An ihrem Imbiss-Stand ging es trotz Minusgraden lustig zu. Dort trifft sich dienstags und donnerstags immer eine Zehnerrunde. Die Männer trinken von 9 bis 10 Uhr Kaffee und tauschen Neuigkeiten aus. „Die meisten denken, wir trinken Alkohol. Aber es ist tatsächlich Kaffee. Wir sind ja mit dem Auto hier“, sagte Bernd Höhne aus Ruhlsdorf.

Am besten hatte es Helfried Grimm am Hähnchengrill. Zwar hatte er kalte Füße, dafür war es am Kopf schön warm.

Von Margrit Hahn

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