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Mit Tanz und Humor gegen Gewalt und Rassismus

Jüterbog Mit Tanz und Humor gegen Gewalt und Rassismus

Künstler aus aller Welt kommen mit ihrem Projekt „Instant Acts“ an die Wiesenschule nach Jüterbog. In verschiedenen Workshops wie Breakdance und Physical Comedy konnten die Schüler ihr Talent am Ende vor Publikum unter Beweis stellen.

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Beim Breakdance-Workshop lernten die Schüler unter anderem, wie man einen Freeze hinbekommt.

Quelle: Foto: Isabelle Richter

Jüterbog. Akrobaten, Tänzer, Musiker und Geschichtenerzähler aus aller Welt waren am Montag zu Gast in der Wiesenschule in Jüterbog. Die 15 Künstler wollten mit ihrem Projekt „Instant Acts“ die versteckten Talente der Schüler der Klassenstufen neun und zehn herauskitzeln. In Workshops konnten sich die Schüler ausprobieren, die Künstler standen mit Rat und Tat zur Seite.

Das Angebot fördert das Miteinander

Das Projekt „Instant Acts“ dient dazu, Ausgrenzungen zu vermeiden und interaktiv gegen Gewalt und Rassismus zu kämpfen.

„Es ist ein tolles Angebot, bei dem man auf eine ganz andere Weise das Miteinander fördert. Da sind zum Beispiel der Autist oder der Lernbehinderte, die genauso mitmachen“, sagte der Schulleiter der Wiesenschule Ralf Mund.

Palästinenser zeigen Schülern den „Freeze“

Edwin Ekkert beispielsweise entschied sich für den Breakdance-Kurs. Der 16-jährige Schüler interessiert sich schon lange für den ursprünglich auf der Straße entstandenen Tanzstil der New Yorker Hip-Hop Szene. Mit seinen palästinensischen Mentoren Abdallah Damra und Ahmed Kullab lernte seine Gruppe in nur eineinhalb Stunden, wie man eine coole Tanz-Show hinlegt.

Trotz seiner Vorkenntnisse ist Edwin Ekkert am Ende des Trainings begeistert. „Ich habe noch etwas dazugelernt. Zum Beispiel die Freezes, wo man für kurze Zeit in einer Pose bleibt. Es war echt schön“, sagte der Schüler. Das Element erfordert ziemlich viel Kraft. Um wie eingefroren in einer bestimmten Haltung zu verharren, müssen die Tänzer ihr gesamtes Körpergewicht tragen.

Körper-Comedy und orientalischer Tribal Dance

Viel Körpereinsatz und großen Andrang gab es auch im Kurs von Gilad Shabtay. Der Israeli zeigte in seinem Workshop „Physical Comedy“, wie man das Publikum mit ausdrucksvollen Bewegungen zum Lachen bringt. Domenic Hartwig war mutig und entschied sich als einziger Junge in einer Mädchengruppe für den orientalisch angehauchten „Tribal Dance“.

„Die Mädchen haben mich gezwungen“, sagte er und lachte. Nach dem Workshop fasst der 15-jährige Schüler zusammen: „Es war ganz lustig. Ich finde das Projekt generell cool, weil hier viele verschiedene Kulturen zusammenkommen.“

Großer Auftritt in der Wiesenhalle

Vor der Prüfung des eigenen Selbstvertrauens konnte sich am Ende keiner der Schüler drücken. Alle zwölf Gruppen mussten ihren Mitschülern das Gelernte bei einem Auftritt in der Wiesenhalle vorführen. Trotz einiger Zögerer genossen die Schüler den Applaus. Im Anschluss zeigten dann noch die Profis ihr Können auf der Bühne.

www.interkunst.de

Von isi

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