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Teltow-Fläming Mit dem Rad von Berlin nach Peking
Lokales Teltow-Fläming Mit dem Rad von Berlin nach Peking
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18:26 04.02.2016
Björn Riemschneider aus Thyrow (l.) und Jens Krieg aus Oranienburg erreichen nach 17180 Radkilometern den Tian’anmen-Platz in Peking.
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Thyrow

Zwei junge Männer sind angekommen. Björn Riemschneider aus Thyrow und Jens Krieg aus Oranienburg hatten sich beim IT-Studium in Berlin kennengelernt; nach dem Masterabschluss starteten sie und erreichten am 29. Januar ein ganz anderes, ein gemeinsam gewähltes Ziel: Chinas Hauptstadt Peking. Doch nicht per Schiff oder Flugzeug – mit dem Fahrrad waren die beiden Mitte März 2015 am Brandenburger Tor in Berlin gestartet und 321 Tage lang unterwegs ins Reich der Mitte. Nun hat jeder von ihnen 17 180 Kilometer in den Beinen.

Die Weltenbummler beim Start in Berlin Quelle: Privat

Weltenbummler waren beide schon vorher. Doch bevor sie ins Berufsleben starten, wollten sie ihre Ungebundenheit noch einmal auskosten. Die Idee wurde mitten im Studium geboren, die Vorbereitung steigerte sich zwei Jahre lang. Je näher der Abschluss, desto akribischer die Details: Fahrräder, Schlafsäcke, Zelte, Kleidung, Elektronik, Werkzeug oder Hygiene. Stets ging es um solche Fragen: Was ist am zweckmäßigsten, was hält unter allen Klimabedingungen am besten, welche Menge reicht, was ist in welchem Land an Formalitäten wichtig? Jetzt wissen die beiden all das, nach 21Ländern von Tschechien über Serbien, Georgien, Aserbaidschan, Usbekistan, Pakistan, Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar, Laos, Thailand und Vietnam. Im Sommer 2015 mussten sie die geplante Tour ändern, die Fahrt durch den Pamir hatte ihren Tribut gefordert. Und sie hatten unvorhergesehene Kosten für Visa und Unterkünfte, obwohl sie sich auf das einließen, was ihnen vors Rad kam: Schulen, Dörfer, Kirchen, vor allem Menschen.

Unterwegs in einem Bergdorf in der Türkei Quelle: Privat

Ihre wärmsten Tage hatten sie in Kasachstan und Usbekistan, wo sie bei bis zu 54 Grad Celsius strampelten, ihre kältesten Tagestouren erlebten sie in China mit minus zwei Grad. „Die tiefsten Werte nachts hatten wir in Tadschikistan auf über 4000 Metern Höhe mit weit unter minus zehn Grad“, erzählt Björn. Am überraschendsten an dieser Reise war für ihn Pakistan: „Wir kannten ja bis dahin aus den Medien fast nur Negatives. Aber landschaftlich und menschlich war es einfach überwältigend, was wir erlebten.“ Bis dahin war die Türkei ihr Tour-Favorit.

Sie erlebten Menschen in Städten und auf dem Land, durften für Momente deren Alltag teilen. Sie trafen Schweizer, Franzosen, Amerikaner, die wie sie unterwegs waren, per Rad oder zu Fuß. Einer ihrer letzten Internet-Einträge liest sich so: „Wir fuhren bis in den Sonnenuntergang und hielten in einem kleinen Dorf, wo wir den Tipp bekamen, an der Schule nach einem Nachtplatz zu fragen. Dies taten wir und hatten Glück. Wir konnten in einer unfertigen Wohnung schlafen und bekamen von den Lehrern Essen. Da an diesem Tag ein Schüler Geburtstag hatte, fiel sogar ein Stückchen Kuchen zum Nachtisch ab.“

Jens denkt nach über die Antwort, was für ihn am schönsten war. Dann sagt er: „So plakativ es klingt – der Weg ist das Ziel. Die vielen Begegnungen, die grandiosen Landschaften... Das ist es, was die Reise ausmacht und bleiben wird.“ Ihnen wurde ein Handy geklaut, Kinder bestahlen sie in Nepal. Dennoch fällt ihr vorläufiges Fazit so aus: „Die Menschen sind überall gleich auf der Welt, egal wie sie aussehen. Sie haben die gleichen Gedanken, wollen arbeiten und in Frieden mit ihren Familien leben.“

Jens bleibt jetzt zwei Wochen in China und reist mit Freundin und Schwester durchs Land. Björn fliegt zu seiner Freundin nach Mexiko, bevor sich beide Männer im Frühjahr zu Hause wiedersehen.

Info: Mehr über diese Fahrradtour auf der Internetseite www.velofilia.de

Von Jutta Abromeit

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