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Mit dem Rollstuhl auf den Kremser

Innovation für Gehbehinderte in Seehausen Mit dem Rollstuhl auf den Kremser

Eine Kutschfahrt ist für Rolli-Fahrer meistens nicht möglich, weil sie schlicht nicht in die Gefährte kommen. Matthias Buhle aus Seehausen (Teltow-Fläming) hat sich mit Sponsorenunterstützung nun aber einen behindertengerechten Kremser zu gelegt.

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Viola Heimke, Marko Hill und Matthias Buhle (v. r.).

Quelle: H.-Dieter Kunze

Seehausen. Auch Rollstuhlfahrer müssen nicht länger auf eine schöne Fahrt mit einem Kremser verzichten. Matthias Buhle aus Seehausen investierte jetzt in ein neues Gespannfahrzeug, das auch für Rollis bequem zugänglich ist. Dazu wird am Wagenende eine Rampe aus Edelstahl ausgefahren. Mit Hilfe von zwei oder drei Personen wird das Gefährt hinaufgeschoben und mit Gurten festgezurrt. Bis zu vier Rollstühle können mitgenommen werden. Für acht weitere Fahrgäste ist trotzdem noch reichlich Platz, ansonsten können 16 mitfahren. „Diese Investition war schon lange erforderlich“, sagte der ambitionierte Hobbykutscher aus Seehausen. Das Gewerbe betreibt er seit 2009 im Nebenerwerb. Da er diese doch recht preisintensive Investition nicht allein hätte stemmen können, suchte er die Unterstützung von Sponsoren. Die fand er bei Marko Hill aus Jüterbog, Inhaber der Dammtor- und der Mohrenapotheke. „Ich habe keinen Augenblick gezögert, dieses Projekt für behinderte Menschen zu unterstützen“, sagte er bei der Übergabe. Auch Marlen Westphal, Inhaberin des gleichnamigen Jüterboger Photostudios erklärte sich ebenfalls bereit, die Anschaffung zu sponsern. Dritter im Bunde ist die Einrichtung der häuslichen Krankenpflege „Fläming-Haus“ in Niedergörsdorf. Geschäftsführerin Viola Heimke war in Seehausen dabei. Sie erklärte: „Wir begrüßen diese Investition sehr und beteiligen uns gern daran. Besteht doch bei uns ein ureigenes Interesse an solch einem Kremser.“

Matthias Buhle machte sich mit den Sponsoren im Rücken auf die Suche nach einem Kremserhersteller. Das beste Angebot kam von der polnischen Kutschenmanufaktur Schimanski in Posen. Sie lieferten das schmucke und gut gefederte Gefährt nach Seehausen. Die Rampenauffahrt gehört selbstverständlich zur Ausstattung. Gezogen wird es von den zwei Haflingerstuten Miriam und Sarah sowie dem norwegischen Fjordpferd Wilka.

Gestern Nachmittag fand dann die langersehnte Jungfernfahrt von Seehausen nach Zahna ins Bauernmuseum statt.

Von H.-Dieter Kunze

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