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Mit dem Rollstuhl ins Gemeindehaus

Barrierefreier Umbau in Frankenfelde Mit dem Rollstuhl ins Gemeindehaus

Das Gemeindehaus und Wahllokal in Frankenfelde soll künftig auch mit Rollstuhl gut erreichbar sein. Die Planer gehen von Umbaukosten zwischen 170 000 und 250 000 Euro aus. Die Varianten werden nun in Ausschüssen diskutiert.

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Ortsvorsteherin Susanne Schöpke und Hans Wiemann vom Ortsbeirat vor dem Gemeindehaus.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Schon lange besteht in Frankenfelde der Wunsch, das Gemeindehaus barrierefrei zu erschließen. Jetzt sind im Luckenwalder Haushalt 25 000 Euro für Planungskosten eingestellt. Planerin Claudia Prib-Neumann stellte im Stadtentwicklungsausschuss zwei Umbauvarianten vor. Die Entscheidung für eine Version wurde vertagt; aufgrund des sechsstelligen Kostenvolumens soll das Vorhaben erst noch in den Fraktionen beraten werden.

Das Gemeindehaus beherbergt ein reges Vereinsleben und Besucher vom Jugendlichen bis zum Senior, wird aber auch als Wahllokal des Luckenwalder Ortsteils genutzt. Die Stadt erhofft sich für die Baumaßnahme eine 70-prozentige Förderung aus dem Leader-Programm. „Um dafür den Antrag zu stellen, benötigen wir aber eine fertige Baugenehmigung“, erklärte Ingo Reinelt, Leiter des Amtes für Gebäude- und Beteiligungsverwaltung.

Zunächst sollen die Weichen gestellt werden – für die einfache oder für die Premium-Variante. Beide sind nicht im Vorbeigehen zu stemmen. So schätzen die Planer für die Minimal-Variante die Kosten auf 170 000 Euro, für die komfortablere auf eine Viertelmillion. Bei Variante 1 würde nur das Erdgeschoss barrierefrei zugänglich werden. „Ein klappbarer Plattform-Lift mit einem Podest für Rollstuhlfahrer überwindet dann die Eingangstreppe“, erklärte Claudia Prib-Neumann. In der kurzen Transportzeit wäre der Eingang für andere Besucher blockiert.

Variante 2 sieht den Einbau eines Aufzuges mit zwei „Haltestellen“ vor, der auch das Dachgeschoss erschließt. In beiden Fällen wird ein zweiter baulicher Rettungsweg empfohlen, damit im Brandfall Besucher aus dem Obergeschoss evakuiert werden können. Bei beiden Varianten müsste zudem der Niveauunterschied von 17 Zentimetern zwischen verschiedenen Bereichen des Erdgeschosses ausgeglichen werden. Verwaltung, Planer und Ortsbeirat favorisieren Variante 2, die zwar teurer, aber von nachhaltigerem Nutzen wäre. Neben Rollstuhlfahrern könnten auch gehbehinderte und mobilitätseingeschränkte Menschen das Obergeschoss nutzen.

Jens Bärmann (CDU) fragte, wie viel ein Neubau kosten würde. Auch Peter Gruschka (SPD) regte an, über ein brachliegendes Grundstück nachzudenken. Laut Planerin entstünden Neubau-Kosten in Höhe von 550 000 Euro, mit Außenanlagen 700 000 Euro. Außerdem würde ein Neubau nicht gefördert werden, so Reinelt.

Die Bedenken von Michael Wessel (CDU), es könnten weitere Kosten für Dach- und Leitungssanierung entstehen, konnte Stadtmitarbeiterin Petra Hartfuß ausräumen: „Die Hülle wurde Anfang der Neunziger saniert und ist in gutem Zustand.“ Für Evelin Kierschk (SPD) steht fest: „Wir müssen der Aufzug-Variante zustimmen.“ Doch vorerst wird noch beraten.

Von Elinor Wenke

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