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Mit dem Tablet zur Schule

Digitalisierung im Unterricht Mit dem Tablet zur Schule

An der Otfried-Preußler-Schule in Großbeeren probieren Schüler der siebten bis zehnten Klassen die Einstellungen ihres neuen Lernmittels aus. Vor fünf Jahren startete das Projekt mit Netbooks. Doch diese sind mittlerweile veraltet.

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Großbeerener Schüler mit ihren neuen Tablets.

Quelle: Krischan Orth

Großbeeren. Keine schwere Tasche mehr, alle Schulmaterialien in einem Gerät: Möglich ist das mit dem Tablet-Computer. Auf der Otfried-Preußler-Schule in Großbeeren probieren seit dieser Woche die Schüler der siebten bis zehnten Klassen die Einstellungen ihres neuen Lernmittels aus. Vor fünf Jahren startete das Projekt mit Netbooks, diese sind aber derweil veraltet.

So sind jetzt 220 Tablets an die Schule übergeben worden, eine Spende der Gesellschaft für Datenschutz und Projektentwicklung mbh. Die Schüler nehmen im Gegenzug an einer anonymen Befragung zur Nutzung der Tablets im Unterricht teil, die Fragen sind mit der Schule und dem Bildungsministerium abgestimmt. Die gespendeten Tablets sind neu, ohne Voreinstellungen.

„Wir haben bewusst die nötigen Programme nicht vorinstalliert“, sagt Julian Affeldt, Lehrer und Initiator des Projekts. Denn das gehört zur pädagogischen Ausrichtung des digitalisierten Unterrichts. „Wir wollen den Schülern mit den Tablets vertraut machen“, sagt der Pädagoge. Wichtig ist dabei der richtige Umgang mit dem Gerät, besonders aus medienpädagogischer Sicht. „Viele können vielleicht mit dem Tablet spielen“, meint Affeldt. Die Schüler sollen aber dabei unterstützt werden, wichtige Anwendungen für das Lernen herunterzuladen. Medienkompetenz und fächerübergreifendes Lernen könne so besser gestaltet werden.

Auch die Schulbücher werden in digitalisierter Form auf dem Tablet abrufbar sein. Dieses Konzept hatte die Schule bereits während der Nutzung der Netbooks verfolgt. „Die digitalen Schulbücher sind komplexer“, sagt Affeldt. Links auf einzelnen Seiten würden die Themen vertiefen und mehr Informationen geben, als das klassische Buch. Zunächst werde aber offline gearbeitet. Auch ein Klassentablet könnte eingerichtet werden, mit dem das Klassenbuch dann digital vorliegt. In einigen Klassen ersetzen bereits sogenannte Whiteboards, also Bildschirm-Tafeln die Kreidetafel, diese sind mit den Tablets kompatibel.

„Es geht nicht darum die Tablets kritiklos zu nutzen“, erläutert Affeldt. Aber die neuen Geräte würden besonders zu den neuen Rahmenlehrplänen in puncto Medienbildung passen.

Schuldirektor Boris Petersen möchte das Projekt ergebnisoffen führen. Gute Erfahrungen habe man bereits mit dem Netbook gesammelt. Wenn das mehrjährige Projekt positiv verläuft, so könne er sich auch für die Zukunft einen Einsatz der Tablets ab der vierten Klasse vorstellen.

Von Krischan Orth

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