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Mit der MAZ am Ostermontag wandern

Geheimnisvolle Gnome erkunden Mit der MAZ am Ostermontag wandern

Die 23. MAZ-Osterwanderung führt in diesem Jahr nach Bestensee. Am Ostermontag ab 10 Uhr setzt sich der Tross in Bewegung. Die 7,5 Kilometer lange Route führt durch Bestensee – über die Dorfaue, am Weinberg vorbei in das Sutschketal. Es gibt viel zu erleben – und zu erfahren, etwa über die Geschichte und was die Region mit geheimnisvollen Gnomen zu tun hat.

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Bereits zum 23. Mal wandern die MAZ-Leser durch Brandenburg. Diesmal im Landkreis Dahme-Spreewald.

Quelle: MAZ Archiv

Bestensee. Auch in diesem Jahr können sich die Wanderlustigen wieder auf die traditionelle MAZ-Osterwanderung freuen. Mittlerweile zum 23. Mal geht es am Ostermontag, dem 28. März, auf einen Rundkurs, zum ersten Mal im Landkreis Dahme-Spreewald. Die 7,5 Kilometer lange Strecke führt durch die Gemeinde Bestensee und das Sutschketal. Start ist um zehn Uhr an der Landkostarena in der Goethestraße.

Die Wanderroute am Ostermontag

Die Wanderroute am Ostermontag.

Quelle: MAZ

Die Bestenseer lassen sich immer wieder etwas einfallen, um ihren Ort attraktiv zu machen. So gibt es seit Mai 2012 einen kulturhistorischen Wanderweg. Im gesamten Gemeindegebiet wurden Kunstwerke aufgestellt, die an die Geschichte und die Kultur des Ortes erinnern.

Aus Groß Besten und Klein Besten wurde 1938 Bestensee

Der historische Wanderweg durch Groß Besten – die Orte Groß und Klein Besten wurden am 1. April 1938 unter dem Namen Bestensee vereinigt – ist nahezu identisch mit einem Teil der Strecke der diesjährigen MAZ-Osterwanderung, so dass die Teilnehmer nicht nur die reizvolle Landschaft im Sutschketal genießen können, sondern auch noch etwas über Geschichte und Sehenswürdigkeiten der Gemeinde erfahren.

Hintergrund

Die 23. MAZ-Osterwanderung führt am 28. März über einen 7,5 Kilometer langen Rundkurs durch Bestensee.

Start und Zie l ist die Landkostarena in der Goethestraße.


Um 9.50 Uhr begrüßt der Männergesangsverein die Wanderer.

Eröffnet wird die Wanderung um 10 Uhr durch Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD), den Geschäftsführer des MAZ-Regionalverlages Dahmeland-Fläming Lothar Mahrla und den Bestenseer Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf.

Das Ende der Veranstaltung ist gegen 15 Uhr geplant.

So findet man in der Dorfaue, dem ältesten besiedelten Teil des Runddorfes Groß Besten, einen skulpturähnlichen Fischerkahn mit Fisch, Fischer und Angelzubehör. Ein Zeichen dafür, dass die Fischerei hier einst eine große Rolle spielte.

Vorbei am Zollstockmuseum von Hilmar Wenk

Ein Abstecher in das Haus Nummer 9 lohnt sich auf alle Fälle für diejenigen, die es mit Gliedermaßstäben halten. Hilmar Wenk hat sich hier einen Traum erfüllt und ein Zollstockmuseum eingerichtet. Es ist weit und breit das Einzige seiner Art. Zollstöcke zwischen 50 Zentimeter und fünf Meter Länge sind an den Wänden und der Decke zu sehen, insgesamt 22 000 Stück. Für die restlichen 13 000 der Sammlung reichte der Platz nicht mehr aus. Sie lagern noch auf dem Boden oder in der Garage.

Bestwaner-Denkmal in Bestensee

Bestwaner-Denkmal in Bestensee.

Quelle: Andrea Müller

Was sind Bestwaner? Noch nie gehört? Bestwaner sind urige Gnome, die in Höhlensystemen unter Bestensee wohnen. Wenn man Glück hat, kann man Grundel, den Oberbestwaner, beim Besuch seiner Ahnen erleben. Ausgedacht hat sich die lustigen Gesellen Manfred Prosch. Die Geschichten sind in seinem Buch „Bestenseer Märchen“ nachzulesen.

Es gibt sie aber auch zum Anfassen – etwa am Bestwaner-Denkmal. Im Mehrgenerationenwald blicken drei der aus Holz geschnitzten kauzigen Kerle auf den Besucher, der Riesenbestwaner Grundel und zwei seiner Kumpels. Sie sind das Werk des Künstlers Frank Winkler aus Königs Wusterhausen.

Nicht weit von den Gnomen entfernt steht die von Pierre Ziehe und Michael Bräcklein aus Töpchin nachgebaute Bockwindmühle. Schon das Dorfregister des Landbuchs Kaiser Karl IV. benennt eine „Rudolffmol“. Archivfotos zeigen eine Bockwindmühle auf dem Mühlenberg, die allerdings 1901 niederbrannte.

Gute Tropfen vom Bestenseer Weinberg

Bestenseer Wein, gibt es den wirklich? Warum nicht, immerhin reicht die Weinanbautradition im Dahmeland bis ins 14. Jahrhundert zurück. Auf dem Südhang des Mühlenberges haben sich die Bestenseer „Winzer“ 2010 ihren Weinberg geschaffen, den Bestenseer Weinbauverein gegründet und auf einer Fläche von 7500 Quadratmetern rund 3300 Reben angepflanzt.

Ganz in der Nähe befand sich schon ein ehemaliger Weinberg, wovon der Straßenname „Am Weinberg“ zeugt. Finanziert wurde der Anbau über Rebenpatenschaften. Jetzt wachsen dort die weißen Sorten Johanniter, Solaris und Cabernet Blanc und die Rotweinsorten Cabernet Cortis und Pinotin. Die Hobbywinzer um den Vereinsvorsitzenden Herbert Krenz pflegen die Stöcke.

Über dem Weinhang thront seit 2011 der vom Kettensägenkünstler Olaf Vietzke aus Bestensee geschaffene Bacchus, er wacht über die Reben und passt auf, dass bei den regelmäßig stattfindenden Weinfesten alles mit rechten Dingen zugeht. 2014 gab es die erste Weinlese. Und er schmeckt, der Bestenseer Tropfen, davon können sich die MAZ-Wanderer am Stand des Vereines vor der Landkostarena am Ostermontag überzeugen.

Von Gerlinde Irmscher

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