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Teltow-Fläming Mit der inneren Uhr gegen Brustkrebs
Lokales Teltow-Fläming Mit der inneren Uhr gegen Brustkrebs
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20:03 17.10.2017
Andreas Kohls leitet die Frauenklinik im Krankenhaus Ludwigsfelde. Quelle: Foto:privat
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Ludwigsfelde/Potsdam

Dass An-dreas Kohls, Chefarzt der Frauenklinik im Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow, so ins Schwarze treffen würde, war nicht zu ahnen. Als der international agierende und in Königs Wusterhausen lebende Mediziner die Fachtagung „1. Chrono-Tag Potsdam“ am 3. und 4. November plante und konzipierte, da waren die diesjährigen Nobel-Preisträger noch nicht bekannt. Nun steht fest: Jeffrey C. Hall, Michael Rosbahs und Michael W. Young bekommen die höchste wissenschaftliche Ehrung für ihre Forschungen und Erkenntnisse zur inneren Uhr.

Das ist genau das Thema, das auch Kohls umtreibt und das ihn diese Fachtagung mit Jan-Dirk Fauteck, dem wissenschaftlichen Direktor der European Academy of Preventive and Anti-Aging Medicine mit Sitz in Kalletal (NRW), organisieren ließ. Zwei Tage lang wird es neben den Grundlagen zur Chronobiologie um molekulare Wirkmechanismen der „Clock“-Gene, um das Zeitgeberhormon Melatonin oder um Chrono-Diät gehen – wann esse ich was zum richtigen Zeitpunkt? Es sind Workshops zur Chronopharmakologie, zu chronobiologischen Aspekten der Reproduktion oder zur chronobiologisch optimierten Hormonsubstitution geplant.

Weniger operieren, mehr fühlen

Dabei ist das Thema Chronobiologie auch an der hiesigen Frauenklinik, die zum Brustzentrum Ludwigsfelde-Brandenburg gehört, nicht neu. Kohls sagt: „Seit inzwischen mehr als fünf Jahren ist das fester Bestandteil unseres jährlichen Mammasymposiums, ausgerichtet von unserem Brustzentrum.“ Und er sagt zur Behandlung von Brustkrebs: „In den zurückliegenden Jahrhunderten beschäftigte man sich in der Behandlung des Mammakarzinoms vorwiegend mit der operativen Therapie und möglichst radikalen Vorgehensweisen.“ Seit den 1970er Jahren habe man diese Radikalität der operativen Therapie reduziert und vor allem antihormonelle Therapien und Chemotherapien sowie Strahlentherapien zum Einsatz gebracht. „Damit gelang es, die Sterblichkeit zu senken und die Gesamtüberlebensraten deutlich auf über 80 bis 90 Prozent zu verbessern“, so Kohls.

Wie können Karzinome verhindert werden?

Anfang dieses Jahrhunderts seien zu den eben genannten Therapien verstärkt Antikörpertherapien als wesentlicher Bestandteil ergänzender Therapie hinzugekommen, so verfüge man derzeit über sehr gute Möglichkeiten zur Behandlung von Brustkrebs, erklärt Kohls. Nun mache man sich Gedanken, wie man solche Karzinome verhindern kann.

Kohls sagt: „Dabei geht es darum, Stressoren im Gewebe und im Körper zu reduzieren, Tagesrhythmen zu gestalten, dass Krebsentstehung reduziert wird, oder darum, wie man mit optimaler Ernährung und dem Ersatz von wichtigen Antioxidantien dem Körper ermöglicht, sich selbst gegen Krebs zu wehren und die Erkrankung nicht ausbrechen zu lassen.“ Das alles seien die wesentlichen Themen, mit denen sich die Chronobiologie derzeit beschäftige und die mehr und mehr auf großen internationalen Kongressen diskutiert würden.

Von Jutta Abromeit

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